Montag, 16. November 2015

Sonntag, 15. November 2015

Heiland

Heiland

Clooney hat sich mal wieder vermählt.
Wir fragen: Wann lässt er sich scheiden?
Besonderes Leben, traumhaftes Leiden.
Glamorous World - vom Himmel erzählt.

Sünden richten wir ohne Verstand,
Verständnis gibts nur für uns selber.
Politik? Was fragen die ihn? Immer gelber
Rufen wir einfach: er ist nur bekannt!

Aufmerksamkeit geben wir gern,
Beschäftigt gehalten im Glauben.
Wer soll ihn uns rauben?

Konsum ist der Kirche nicht fern.
Wir sehen die Leistung: er sündigt
Für uns, die Funktion ist beständig.

Samstag, 14. November 2015

Die Wahrheit liegt im Club

Die Wahrheit liegt im Club

Du magst das nicht?
Gewöhn dich dran!
Wer hacken will, braucht Mate.
Du schaffst es nicht,
Bist du nicht warm!
Wer hacken will, braucht Mate.

Wie, Hipsterscheiß?
Wir warn zuerst!
Der HACKER brachte Mate.
Ich weiß, ich weiß.
Man hat es schwer!
Wir Hacker trinken Mate.

Freitag, 13. November 2015

Binden

Binden

Uns fehlt Stärke.

Suppt die Soße
Nimmt das Fleisch sie
Schwierig auf.

Streu mit Vorsicht
Bindungspulver
Weil es klumpt.

Klumpen stören
Das Verbinden.
Langsam!

Fehlt uns Stärke?

Donnerstag, 12. November 2015

aufgenommen?

aufgenommen?

wie lange lagern
hipstertische hier
noch und schon?

ich kann erahnen
sicherlich vergaß
ich sie schon.

vorbeigefahren
aufgeblitzte gier
war das schon!

die rollen kamen
friedhöflich zu mir.
und gingen schon.

Mittwoch, 11. November 2015

Selbstvermindernd

Selbstvermindernd

fertig.
direkt schlagen dämpfe
auf ihr gehirn, triggern
sucht, triggern krämpfe

deck dich
vorm fernseher triefen
fett, falscher käse läuft
hände beschließen

dreckig.
programm schwachen haushalts:
braucht diese masse, schmeckt
insgesamt gering.

speckig
der nackenschmerz zieht in
rücken und magen.
körperfunktionen versiegten.

fertig.
vom fernseh-mahl riefen
minderwertschmerzen fort,
die produziert schliefen.

Dienstag, 10. November 2015

nur das Wort

nur das Wort

einfach gebückt sein
einfach bedrückt sein
einfach verrückt sein
einfach entzückt sein
einfach geschmückt sein
einfach sein

Montag, 9. November 2015

Sonntag, 8. November 2015

Anschlag

Anschlag

Anschlagsdrohung auf dem Pult.
Schlägt ein wie eine Bombe;
Im Kopf wie eine Sonde
Gibt dem Kommissar Geduld.

Öffentlich. Die Stadt steht Kopf,
Die Männer fahnden Täter.
Wer ist der Landverräter?
Die Bürger gehn am Tropf.

Der Tatort ist schon umgedreht,
Die Bombe zu erkunden..
Passiert ist nichts, gefunden
Wurd morgens ein Pamphlet.

In die Köpfe eingeschlagen.
Niemand hat es abgetragen.

Freitag, 6. November 2015

Alte Geschichten

Alte Geschichten

Ich fand den Film
und konnte belichten:
Das sind nur alte Geschichten...

Die Bibliothek
konnte ich sichten:
Das sind nur alte Geschichten...

Einem erzählen?
Ich dachte, mit Nichten:
Das sind nur alte Geschichten...

All meine Pflichten
sollten mich richten:
Das sind nur alte Geschichten...

Dann begann ich
darüber zu dichten:
Das sind nur alte Geschichten...

Donnerstag, 5. November 2015

Gau

Gau

ist winter? treibt
zur türe flimmernde
luft raus
doch langsam

verquollene fische
gebäckfische treiben
bauchwärts in bechern
auf bier neben kippen

schönheit hängt runter
die trümmer der party
im halbdunklen flackern

geruch von stille und schlaf

Mittwoch, 4. November 2015

Was es sein kann

Was es sein kann

Augen, Straßen,
Wolkenbilder
Herzen (schlagend,
wagend, ruhig)
"Wie es wird?" Und:
"Wie es ist?"
Kann verschwiegen sein,
Beides wahr und unwahr
Gleich.

Dienstag, 3. November 2015

Dichterskizze

Dichterskizze

Worthaufen fristen
Funktionsloses
Dasein im Raum

Pack sie auf Listen
Und stoß bloße
Bindungen an

Schaffe aus tristem
Versehn große
Assoziation

Montag, 2. November 2015

Sonntag, 1. November 2015

Der letzte seiner Art

Der letzte seiner Art

Klick. Die Zapfsäule schweigt ihr röhrendes Pumpen.
Wiederversuch: Klick. Klick. Klick. Hintermannhupen.
Blick in die Gegend, nervöse Gesichter vermuten.
Ich geh in den Tankshop. Das lässt sie Verstumpen.

"Vier bitte! - Gibts nichts mehr? Hab nur halbvoll getankt."
"Dreinachzig Siebzig - kam keine Lieferung morgens."
Fernsehberichte habens bis heute verborgen:
Der letzte Tropfen war heute verlangt.

Der letzte Tropfen Öl... - und wer hat ihn bekommen?
Rückfahrt nach hause. Eher ein Slalomparkour.
Liegengebliebene Karren erschweren die Tour
Und Hupende machen die Ohren benommen.

Ich laufe, das Auto in der Einfahrt gelassen.
Wann soll ich den letzten Tropfen verprassen?

Samstag, 31. Oktober 2015

Weingummi

Weingummi

- Eins -
Durch die Kopfkino-Geisterbahn
In den Sitz gepresst
Lässt die Welt sehr leicht erfahren,
Es erspart dir Stress.

- Zwei -
(Der Fleischfresser steckt seine Hand
In eine Tüte Fruchtgummi. Raschelnd
Zieht er heraus, steckt in den Mund
Und wiederholt dann so weiter.)

F: Könnt ihr nicht eigenes Essen?
V: Was willst du sagen?
F: Ich meine, es ist doch vermessen:
Keine Wurst wollen, doch
Vurst in den Magen!
V (nickt).
F: Und sagst du, ich soll noch
Weniger Tiere annagen?
V: Sag ich nicht. Nein...
F: Doppelmoralisch gemein!
V (nickt irritiert).
F (ab).

- Drei -
V: Aber merkt er denn eigentlich nicht,
Dass er Knochenmehl-Himbeeren frisst?
V (ab).

Freitag, 30. Oktober 2015

soziales netzwerk

soziales netzwerk

draußen sein
war jemals etwas gleich?
symbiotisches klettern
im sand: im warmen, kalten

Der Weihnachtsspaziergang
Verführt zu nichts als drinnen.
Schnee über Sand, niemand spielt.
Die Stangen sind fest-frierend.
Festlich.

draußen sein
uns kindern sind egal:
temperaturunterschiede
temperamentunterschiede

draußen sein, Ja -
Da, wo der Pizzamann herkommt

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Echt

Echt

Sag mal: denkst du
Oder bist du nur müde,
So wie du vor deinem Schreibtisch hockst?

Reagierst du auch mal?
Hallo? Rede ich Spanisch?
Ignorier mich nicht, wenn du gar nichts tust!

--

Weltgedanken und Gedankenwelt
Schmelzen, wanken; trunken sanken sie gestellt
Nebenein- und Ineinander --

Ein fantastischer Teil der Realität
Ein realer Teil der ...

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Bald ist es vorbei

Bald ist es vorbei

Ich rede es mir ein.
Jedes Jahr ein neuer Anfang

Du redest es mir ein.
Jeder Monat ein neuer Anfang

Es redet es mir ein.
Jede Woche ein neuer Anfang

Wir reden es uns ein.
Jeder Tag ein neuer Anfang

Ihr redet es uns ein.
Jede Stunde?

Dienstag, 27. Oktober 2015

free hug

free hug

verstärker rollt
den klangteppich aus
und golden duftet
der jazz
in den warmen der musik

Montag, 26. Oktober 2015

kabelgebunden

kabelgebunden
vermittelt verlässlich
jene zwei menschen
mit hang zum selben
fetisch

Sonntag, 25. Oktober 2015

versprochen

versprochen

Gestorben wird später; das hast du doch immer gemeint;
Versprochen, das hast du sonst nie; und du siehst keine Tränen
Im Schlaf, noch ists Schlaf, der so traumlos und leise mein Gähnen
Verschreckt; ich bin müde; ich liege am Saum; wie allein.

Die Träume der Kinder, die werden immer erfüllt,
Das hast du gesagt. Und ich soll dich nicht in sie schließen.
Erinnerung möchtest du sein. Ich muss die Zukunft genießen;
In traumlosen Schlaf oder schlaflose Träume gehüllt.

Wir stehn gegenüber; einander; ist sonst niemand; auch
Das Nichts ist vom Vielen begrenzt, dieser Duft ein Geschmack
Von früher, von Essen, ich kaue und zack sind wir wach.
Du sprichst. Und ich fühle letzte Worte verhaucht:

Ich habe mich immer in Freude versprochen;
Gestorben wird dauernd, wer hats schon verbrochen?

Samstag, 24. Oktober 2015

Licht aus

Licht aus

gemeint
gut gewusst
schlecht ausgeführt schlechter
und doch nur fürs
gewissen

Freitag, 23. Oktober 2015

historisch

historisch

sie mischten gut und besser
zurück blieb(en) allerlei

ismen hinter scheiben
gucken aus drei zeiten

wer niederschreibt bestimmt
das ganze denken der zukunft

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Mittwoch, 21. Oktober 2015

von Rotterdamm

von Rotterdamm

Jeder allein,
Wir warten gruppiert
Am Flughafen.

Dasselbe Ziel
Dieselbe Ferne
Derselbe Beginn

binden uns
sprachlos
im Moment

Dienstag, 20. Oktober 2015

Selbstreferenz II

Selbstreferenz II

Im Schützenzelt marschiert
Der Intertext.
Er tanzt auch, trinkt, versetzt
Sich königlich ins Bier.

Die Uniformen hängen
Den Stühlen über,
Weil nächtliche Manöver
Der Tradition nichts bringen.

Montag, 19. Oktober 2015

Sonntag, 18. Oktober 2015

Hälse

Hälse

Zwei Hälse aneinander
Im harten Kuss des Rausches
Wenn Flüssigkeiten tauschen
Wenn Seelen im Mäander

Zu schnellen Herzen reifen
Und dann auf langer Grade
Auf ihre letzten Tage
Den letzten Schluck verschleifen.

Zum Abgang leckt die Zunge
Den harten Glasmund an.
Man fühlt, das wars, und dann
Hat man mit sich gerungen.

Bevor man wirklich wählt
Ein neuer Hals bestellt.

Samstag, 17. Oktober 2015

Matrix

Matrix

Oma fragte im Baumarkt

War das jetzt ein Mann?
War das eine Frau?
Ist doch egal,
Guck nicht so genau.

Doppelsicht, zweimal
Dieselbe Person.
Fehler! Sie kommen!
Sie haben uns gleich!

Raus aus dem Laden
Raus aus dem Leben

Sie kommen! Sie kommen!
Sie

Freitag, 16. Oktober 2015

im Frischen

im Frischen

Dem weichen, flachen Grund
Liegt eine frische Briese auf.

Ich lege mich zur Dämmerung
Hinein in diesen Duft.

Es deckt mehr als Plumeau
Den Frühlingsschlaf, der mich empfängt.

Ich werde auß- und innen so
Von Reinlichkeit durchtränkt.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

entwickeln

entwickeln

fotos halten fest
momente
die mich halten

negativ(es)band
umwickelt
meine hände

anfang finden heißt
die lösung
suchen, ziehen

bänder fallen ab
und liegen
hinter mir

ansehn oder nicht
geschaffen
wahlfreiheit

fotos halten fest
momente
die nicht halten

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Fleischhahn

Fleischhahn

Ich drehe den Hahn
Und zapfe ein Glas
Rosamasse,

Entnehm dem Regal
Versteakungsgewürz:
Draufgeben, Grill!

--

Ich zapfe ins Glas
Nichts kommt aus dem Hahn!
Weltuntergang?

Den Fernseher an:
Der Fleischhahn ist zu?!
Prohibition!

--

Ich schneide vom Spieß,
Es sieht aus ... wie Tier--
Kauzwang, Würgen

Das Hinterhofeck
Ist Dunkelversteck
Vor dem Gesetz.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Griechisch

Griechisch

Einer fröhlich, einer still
Wie es einer will.
Einer eben anders
Der kann das
Innere Rumoren
In sich verloren
Gehen lassen.
Denn Hassen tut gut.

Montag, 12. Oktober 2015

Sonntag, 11. Oktober 2015

Feindlich

Feindlich

Das Himmelgrau-Geschwader deckt den Angriff
Zum Sturm voran bläst das hohe Horn
Milliardenfacher Eissoldatenzorn
Bereitet allen Gründen weißen Anschliff.

Der General zieht durch. Wer möchte Feind sein?
Geübter Krieger, immer schon im Feld
Doch Jahr für Jahr der gleiche neue Held
Der überraschend siegt. Er schlägt sich eisern.

Herr Winter, welchen bist du gut gesonnen?
Verlässt du alle Länder irgendwann?
Die Märsche schweigen. Blauer Himmel kann
Dir Ruhe schenken, weil du hast gewonnen.

Ich denk, verglichen wird schon immerlich,
Dass Winter Krieg und Krieg wie Winter ist.

Samstag, 10. Oktober 2015

Zu früh fürn Club

Zu früh fürn Club

Gestürmte Straßen
Tages-Ausklang
Raucher zu Fuß
Und in Autos
Hupen
Zittern im ÖPNV

selbst vergessen

Duftmischung
Nacht-Eingang
Tänzer geschweißt
In der Nase
Vorher Parfüm
Sprühen im Spiegel

Freitag, 9. Oktober 2015

Thinking

Thinking

Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis laufen Zellen
Die zerschellen
Beim Bestellen
An der Theke.

Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis fremde Glieder
Stoßen Lider
Immer wieder
In Gebete.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

vereckt

vereckt

die welt ist google+
weil du alle
im kreis betrachten musst

in kreisen definierst
du sie alle
und dich. wenn du vermischst

wo du dich wie benimmst.
weil du alle
dann bestimmt verstimmst...

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Gegenwarten

Gegenwarten

Mal wieder im Flur
Wo Schlaf und Leben
Einander begegnen

Wo sie liegen und lieben
Gebärden die Träume
Vor und neben ihnen

Unzufrieden läuft
Die Zeit uns davon
Wir lassen sie einfach

passieren

Dienstag, 6. Oktober 2015

sechssaitig

sechssaitig

gefallen die würfel?
schlachtklang
zwischen den fingern
marsch soll uns
nach hause bringen
gefallen die würfel?
augen
weisen verwechselt
schlacht und feld
aus uns bestellt
gefallen die würfel?

Montag, 5. Oktober 2015

umgedacht

umgedacht
zum dreieck
geknickte strecke bringt
das gedankenende vor den
-prozess

Sonntag, 4. Oktober 2015

Sagenwaben

Sagenwaben

Feinstes Papier
Ist das Zuhause.
Darin verstaun se
Ihr Kindergetier.

Bienen und Fleiß:
Speichelgedanken
Schreiben, verschalten
Was man so weiß.

Arbeiter macht!
Baut für den Nachwuchs
Ihren Weltbezug.
Drohninnen wacht!

Der König bestellt,
Was die Jungen erhellt.

Samstag, 3. Oktober 2015

Held in Verkleidung

Held in Verkleidung

angenommen
es stimmt, was wir sehen
wir sehen, was stimmt

die maske bleibt auf!

sie stimmt, was wir sehen
bestehen bleibt klang

von hören- und sehensang
durch handlung ungefiltert

gerichtsdiener
begleiten hinaus
heraus aus der sicht

Freitag, 2. Oktober 2015

Treffen

Treffen

Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns noch --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? - Ja
Auch lange... - Ewig

Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? -
Auch lange... - Nein...

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Endor

Endor

In meinem Land
Sind alle immer glücklich.

Ein Land des Scheins
Der Boden strahlt entzücklich.

Ich lache auch
Und fühle mit den Leuten.

Ich fühle ernst
Was diese Freunde bedeuten.

Mein Land regiert
Das Fleisch und der Gedanke

Ist eingesperrt
Nur Körper an den Schranken.

Wir fragen nie
Wer will noch einen Kuss?

Das kommt bestimmt
Vom Hormonüberschuss.

Mittwoch, 30. September 2015

Dienstag, 29. September 2015

Referenz

Referenz

Im Zimmer stummen Instrumente
Verspielte Klänge der Fragmente
Einer Seele, die die Zeit
Zurück zu zwei Körpern entzweit
Hat.

Fragmente wurden Referenzen.
Verwirkte Stücke alter Gänze
Stehen sich im Weg dabei
Wie jeder sich alleine
Dreht.

Montag, 28. September 2015

Sonntag, 27. September 2015

Zugzwang IIIII

Zugzwang IIIII

Erwartungsspannung richtet die Aufmerksamkeit,
Ströme durchzucken gefesselte Glieder.
Gleich wechselt der Zugführer wieder,
Der Chef der Gesellschaft, die dieses Leben betreibt.

Derweil berichten Forscher, wohin die Schiene führt.
Sagen, sie hätten noch ferner gesehen
Glauben, das Parallel wird bestehen.
Die Sicherheit wird davon wenig berührt.

Die Priester verlesen im Anschluss besonnen
Wahrheit. Über sie, über uns, über keinen;
Wissen, die Schienen werden sich einen
Und endlich der Abgrund kommen --

Wieso steht der Zugführer in der Tür -
Wer steuert den Zug, unser Leben dafür?

Samstag, 26. September 2015

Der König

Der König

Schreihals, wer mag ihn?
Eltern hat jeder.

Vererben die Krone
Und machen zum Unter-
tan sich.

Recht qua Geburt ist
Ultimativ.

Schreihals, wer mag ihn?
Andere Kinder
Wohl nicht.

Freitag, 25. September 2015

Lichtarbeit

Lichtarbeit

Sieh dir das Theater an
Ohne uns
Unbeschreiblich.

Leute warten auf das Stück
Doch ohne
Licht fehlt Sicht.

Uns beachtet niemand, denn
Wir sitzen
Über der Bühne.

Unbeschreiblich, Hintergrund,
Jetzt wird unser
Fehlen klar.

Unbemerkter Vorhang, du
Bist Physik,
Die die Kunst benötigt.

Wer dort spielt bleibt ohne Licht,
Ohne uns
Unbeschreiblich.

Kehren wir zurück hinauf?
Machen die Kunst
Beschreiblich?

Donnerstag, 24. September 2015

Müllwasser

Müllwasser

Öffne deine Augen
Wenn du dich von der Wand abstößt
Flößt sich die Umgebung ein.

Ertrage das Brennen
Verwandelnde Müllagunen
Sprudeln den Andern Buffets.

Nimm die Tränen an
Wenn du durch das Wasser brichst
Lichtest du den Vorhang neu.

Mach die Augen zu

Mittwoch, 23. September 2015

Trafotürmchen III

Trafotürmchen III

Es steht gebaut
Wo Autobahn und Straße sich begegnen
Da kreuzen alle Leute
Wie es staut

Durchfließt es Strom?
Wie viele Fahrer werden danach fragen
Passieren sie die Stelle
Der Funktion

Die ausgesteckt
Symptom ist, Artefakt. Magnetisch zieht es
Bedenkenlose zu sich
Und zurück


Verbleiben zwei.
Die einen sehen weg. Die andern sehnen
Immer nur die alte
Zeit herbei.

Dienstag, 22. September 2015

Life Stream

Life Stream

Vergiss nicht, das zu senden.
Willst du den Stream beenden?
Vergiss nicht, dich zu spenden.
Willst du dein Life beenden?

Vergiss nicht, du musst teilen,
Willst du im Leben weilen.
Vergiss nicht, dich zu heilen,
Willst du dem Tode eilen.

Vergiss nicht, zu bewerben.
Vergessen sein ist sterben.

Montag, 21. September 2015

carbonara

carbonara
ist mein
aus kohlenstoffplatten erschaffener
vogel, aber nichts mit
nudeln

Sonntag, 20. September 2015

sonor

sonor

Hinterkopf abgelegt. Nacken schonen,
Höre das tiefe Leben der Bahn
Gleichmäßig Summen. In jedem Zahn.
Um mich herum verschwinden Personen;

Hintern, versessenes Polster, Stöhnen,
Zwinge mich stürmend ins bittere Eck,
Menschenblicke verachten den Zweck.
Aus geht der Mann mit schreienden Söhnen;

Eins mit dem Triebgerät; selig beklungen
Träume und grüble ich halb und halb
Gleite geleitet von Wiese zu Wald
Klonk unterbricht vorüber mein Brummen:

Denke: Einer der Ruhe entrissen.
Fühle: Einer das Leben geschmissen.

Samstag, 19. September 2015

Ohnemensch

Ohnemensch

sie fließen
und strömen
verbindet

partikel

wir fließen
durchströmen
die leitung

gesellig?

in wellen
in stößen
entblößen

die straßen

verglichen
in blicken
verschätzend

beglichen.

Freitag, 18. September 2015

Kinderarzt

Kinderarzt

Die Strecke ins Städtchen ist lang,
Fühlt sich aber kürzer an.
Nur dreieinhalb Stunden Fahrt,
Dann sieht sie ihren alten Arzt.
Behalten hat sie ihn seit
Der Kinder- und Jugendzeit.

Zwar wohnt sie in der großen Stadt,
Die hat sie aber so satt,
Dass sie freitags vier Züge besteigt,
Zu Eltern und Freunden immer bereit-
willig das Streckchen nimmt.
Weil auch keiner zu ihr kommt.

Im Studieren sticht sie heraus,
Bleibt in der Freizeit zuhaus.
Was ihr missfalle, warum sie sich scheue?
"Ich habe doch alles!" - "Ja, außer das Neue."

Donnerstag, 17. September 2015

cryo

cryo

bitte lächeln
"cheese!"

uhrentick
tack

moment
vor dem kuss

wo der
auslöser bleibt
?

Mittwoch, 16. September 2015

Partitiv

Partitiv

Abschied kommt von scheiden
- Wir Weltverbesserer schieden
Zuletzt, kein Kontakt ist geblieben -
Erinnern kommt von schneiden.

Kneipenduft lässt treiben;
Gedanken und Körper trieben
Zuletzt bei berauschenden Lieben.
Verlassen. Keine Scheiben.

Dienstag, 15. September 2015

schwer erkrankt

schwer erkrankt

dichterisches erwachen, geschüttelt
von träumen aus fiebermitteln,
die er sich selbst verschrieb

schnell zurück vors papier sich gezwungen,
die feder darauf geschwungen
wer kränkt sich selbst? er schrieb

schrieb und krankte, erkrankt und erschrieben
im bett und am pult verblieben
der kranke selbst, der schrieb

Montag, 14. September 2015

Sonntag, 13. September 2015

Zugzwang IIII

Zugzwang IIII

Die Ersten erschaffen uns neue Toiletten.
Die Zweiten versprechen den Plätzen mehr Raum.
Die Dritten fordern Plätze für alle, doch kaum:
Der Zug wird nicht länger, wollen wir wetten?

Die Urnen schieben sie durch unsre Gänge.
In meiner Nähe hat jeder gewählt
Ich weiß ja, wie viel meine Stimme zählt.
Dem Zettel im Schlitz folgt das Verdrängen.

Wir reisen im Glück, denn jeder hier sitzt.
Nur durchs Fenster vermittelt kann man sehen
Dass die anderen Klassen halb stehen.
Weil die Urne sich durchdzwängt, wird sie beschützt.

Vielleicht fühlen sie richtig und wir bestimmen
Ohne das fahrende Außen auch nicht das Innen.

Samstag, 12. September 2015

Zu viel Zufall

Zu viel Zufall

Edison wusste richtig,
Die Idee ist ohne Arbeit nichtig.
Arbeit gibt den Teilen die Struktur.
Chaotisch bleiben sie stur
Ohne Arbeit.

Edison ahnte schlecht,
Denn wird Arbeit ohne Glück nicht echt.
Glück eröffnet der Struktur den Markt.
Karriere bleibt zurück
Ohne Glück.

Freitag, 11. September 2015

Diktat II

Diktat II

Bin ich Gott oder Götze? Wer kann mich bestimmen,
Wenn das Leben auf meinen Knopfdruck geschieht?
Das Programm wird dem Bildschirm aufprojiziert:
Eine Seele beginnt ihr Glimmen.

Donnerstag, 10. September 2015

mauern

mauern

du spielst nicht
dabei ist dein blatt
gut wie jedes
wer hebt es
außer dir ab?
du weißt nicht

stein für stein baust du
die feuchtkalten wände
deiner gedankenwelt auf

luftloch, erlaubst du
ein beispielgelände?
du lernst nur daraus.

die runde
beendet dein stich
du hast jeden.
sie sehen
dass dein gewicht
bestünde

Mittwoch, 9. September 2015

Zeitlos

Zeitlos

Postgeruch lagert
Zwischen unseren Augen
Blickend ziehen wir beide
Daran entlang
Am Schalter zieht jeder
Los

Vielleicht nur auf meinem
Stand, dass wir kreuzten

Dienstag, 8. September 2015

Der Innere Zirkel

Der Innere Zirkel

Von hier an regiert das Vergessen.
Wer hat an diesem Platz gesessen,
Die Jünger_innen reden lassen,
Der wusste, dass, was gesagt ist, nichts zählt.
Wir sind, und das zählt hier, gewählt:
Erwählt. Ermächtigt. Erlassen,
Das Land zu erfassen.

Mein Schweigen bricht die Rauschenden, Gesichter
Erwarten rotgehitzt den Spruch. Ihr Richter
Teilt Geschicke unter ihnen auf.
Ich bins. Ich fühle meine Zunge
Das seltene Wort der Macht ergreifen,
Wies ein bürgerliches Ohr nicht streifen wird.

Wer will? Die Jüngeren zuerst!

Das Wesen der Gewalt ist flüchtiger geworden,
Mehr Teil des Tischs, der Stühle, jeder Wand.
Zum dritten Mal erhebe ich mich jetzt,
Die nüchternere Stimme zu gebrauchen.

Der Wein wurd über die Epochen mehr.
Er zieht mein Lächeln schwer herab.
Es hoch zu halten, schäwcht mich noch am meisten.

Montag, 7. September 2015

verlegte

verlegte
selbst bücher
des unerlässlichen kanons
im jugendzimmer ohne einen
verlag.

Sonntag, 6. September 2015

Jetzt kann ich

Jetzt kann ich

Die Dinge, die behindern, was ich wage --
Gefühlt verrichten sie ein Gotteswerk.
Die Furcht zu lassen ist ins Herz vermerkt
Als wärs ein Buch, für immer aufgeschlagen.

Und wenns ein Mensch war? Er hat mich begleitet.
Die Ferne war im Kopf nie ausgemalt;
Es hätte meinen Rückhalt überstrahlt,
Der ist entkörpert: Zeit für neue Seiten.

Wie Strich für Strich zuvor, mein ganzes Leben,
Hast du dich mir endgültig eingespeist.
Wie sollt ich weg, wenn du zuhause bleibst?
Und immer auf mich wartest, um zu geben.

Du bist jetzt tot. Ich hänge noch an dir.
Ich kann jetzt weg. Und nehme dich mit mir.

Samstag, 5. September 2015

Volle Lippen, große Augen

Volle Lippen, große Augen

Blödes Thema, Schönheit
Letztlich nur Gewohnheit
Jeder Blick vermehrt Neid
Langsam nicht und zähmt seit
Immer schon die Zagheit

Aller, die sonst nichts haben.

Freitag, 4. September 2015

Richtigstellung

Richtigstellung

Vom Tagwerk in den Schlaf
Der Werktag brüht den Knochen
Die Lebenssuppe aus.

Was soll ich dann noch tun?
Gedankenmüde pochen
Die Schädelseiten weiß.

Am Sonntag wieder Wahl.
Wie soll ich mich entscheiden,
Von Wünschen ganz befreit?

Der Montag kommt so schnell.
Wie einfach ist Erleiden?
Wie groß wär mein Gewicht.

Wenn der Wahltag dienstags wär?
Im Alltag wär es leichter.
Vor dem Haus zu bleiben.

Donnerstag, 3. September 2015

volle Kraft voraus

volle Kraft voraus

Mehr Kohle!
Sie ächzt noch nicht genug.
Der Dampf
Wird durch die Stange heiß
In ihren Leib
Getrieben!

Mehr Dampf!
Die alte Dame schimpft
Hysterisch.
Wir stechen sie, bis Scham
Rot ihr Gesicht
Erzittert!

Mittwoch, 2. September 2015

muss und woll

muss und woll

flügeltürenflügel
schwingen als
flöge ich auf

ihnen

folgt breiter flur
der klausur
von fröhlichkeit

zweigt

das lernen ab
kommt jetzt das denken

oder das trinken?
keine frage. die wahl
steht dem bierregal

zu boden

Dienstag, 1. September 2015

parallelistisch

parallelistisch

Millionenfach schauen die Trauben
Beidseitig rüber, wachsame Augen
Über dem ewigen Rhein.
So riesig ist keiner der Berge,
Steil doch und voneinander entfernt.

Am Fuße der rührlosen Streiter
Sitzen die Bauern, trachten der Weite
Über den fleißigen Rhein.
Jahrhunderte denken sie, drüben
Läge das sinnliche Lieben.

Sie blinzelten, starr wie die Reben,
Gern von sich weg und hielten ihr Leben
Dennoch am seeligen Rhein...
Und rauschen auch beidseitig Züge.
Was bleibt als die ewige Lüge?

Montag, 31. August 2015

samenraub

samenraub
unter strafe
ist entlarvender vorzug
der fremd- über die
selbstliebe

Sonntag, 30. August 2015

Zugzwang III

Zugzwang III

Und Eltern haben die Tickets erworben.
Wer kennt das Ziel, zu dem die Reise führt?
Es dauert lang, bis diese Frage rührt.
Bevor sie es sagen, sind sie gestorben.

Es bleibt uns alleine ein Zukunftsbekenntnis;
Die Fahrt soll angenehm sein und Gerecht,
Wir glauben daran. Aber nicht echt.
Besprechungen sind für ein gleiches Verständnis.

Der Zweck wird getrübt, wenn die Mächtigen kommen.
Sie zeigen sich einmal in jedem Abteil,
Als zöge dasselbe, verbindende Seil
Die Geister. Sie wirken gesichtlich beklommen.

Der Wahltag wird wieder ein Sonntag sein.
Mit Alltag macht sich die Wahl nicht gemein.

Samstag, 29. August 2015

Freitag, 28. August 2015

Pörnchen

Pörnchen

I
Es war einmal...
Wie war es denn
Nicht so?

II
Es war einmal ein Mädchen
Gerade 20 Sommer blass
War ihre Haut vom späten
Saft des neuen Pfarrers nass.

So angestrengt, so dankbar
Die großen Augen schmollten
Erschien es ganz undenkbar
Dass sie es nicht so wollte.

Die Frau spielt den Charakter
Ikonischer ein Rollenbild
Dem Mann, der seither nackter,
Wie komisch, auf den Körper schwillt.

III
Es war einmal. Ganz anders.
In der Fantasie.
Die dich Mann verklärt.

Versehrt sind deine Wünsche.

Dein Spiegelbild versiegt
Dein Rahmen zerbricht
Denn Schneewittchen kriegt
nen Cumshot ins Gesicht.

Donnerstag, 27. August 2015

Blaumond

Blaumond

Zum zweiten mal
Jagen bei Nacht
Helltrüb entfacht
Ein großer Mond
Herzen.

Die bringens weg
Nehme ich mit.
Heizkörper gibt
Eine Ahnung von
Innen.

Den lasse ich
Liegen, zu schwer
Wiegen die sehr
Entwöhnten Greis-
Knochen.

Mittwoch, 26. August 2015

Am Himmel hängt eine Melodie

Am Himmel hängt eine Melodie

Am Himmel hängt eine Melodie.
Ich glaube nicht an die Götter.
Sie fragt mich nach meiner Meinung. Nie
War ich ein guter Spötter.

Dienstag, 25. August 2015

Labellos

Labellos

Worte sickern
wenn du von
Deinen Stickern
sprichst leicht

haften an dir
und haften dir
an

Montag, 24. August 2015

Sonntag, 23. August 2015

Zersprengt

Zersprengt

Stücke von mir liegen um mich verstreut. Bin ich tot?
Formen mein Auge zu zahllosen flachen,
Schneiden nur, ohne ein Was zu entfachen.
Haut unter Stoff färbt mich rot.

Klingen verfängt sich, vom Plüschmobiliar absorbiert,
Fahl in der ältlich gekleideten Stube;
Scheinbare Ansicht der eigenen Grube
Hat die Geräusche verschmiert.

Sichtfeld Gesicht, hab mein splitterndes Abbild zerbombt.
Hocke darin und beschreibe. Verfehle
Jeden der Splitter als Teil meiner Seele;
Schlachtfeld, mein Körper, wer kommt?

Scharten begrenzen natürlich mich Krisengebiet.
Setze das Puzzle zusammen.

Samstag, 22. August 2015

Gespult

Gespult

Wir winden uns um die Ordnung herum
Die als Kern mit uns andere anzieht
Wenn Strom uns durchzuckt
Der uns alle nach oben hin richtet.

Freitag, 21. August 2015

hängengeblieben

hängengeblieben

Gib mir die Liebe zurück,
Goldjunge,
Mein Vorschuss ist weg

Lichtgesichtkribbeln, Spot an!
Venenzuck -
Moment an mein Ohr

und die Menge gröhlt mir zu
wie die Urkraft ihrem Gott
und Gewalt erfasst mein Glied
wie mein Lied sie, mein Lied sie
und aus.

Donnerstag, 20. August 2015

im Spiel

im Spiel

bilder im bauch woher kommt ihr
zwischen den schatten aus stein
liegt ein zerbrochenes bein
wessen sollte es sein
wenn nicht dein

bilder im bauch wohin brecht ihr aus
schwarzrote wängchen sind rund
seine und meine letzte stund
kinderlocke im mund
nie gesund

meine träume flucht

Mittwoch, 19. August 2015

Bildungstrinken

Bildungstrinken

Was lässt uns glauben,
Sie können nicht sehen,
Wie wir verstauben;
Hinter der Scheibe
Vor der sie stehen?

Was lässt uns meinen,
Wir sind nicht wie sie?
Einfach verneinen:
Potenz, die der
Abstand verlieh.

Was lässt uns denken,
Wir seien verschieden?
Nun. Wir ertränken
Unser Bewusstsein
Doch unzufrieden!

Was lässt uns wissen,
Sie lassen das Hoffen
Und das Vermissen?
Sie sind so wie wir wohl
Ständig besoffen.

Dienstag, 18. August 2015

Fensterseite

Fensterseite

Jedes Fenster, das eine Szene verspricht,
Öffnest du gnadenlos.
Die Gespenster, die du zu fassen kriegst,
Stellst du nach Möglichkeit bloß.
Lieber selbst der Wohnung treu, weil du weißt
Keiner wie du lässt dich los.

Montag, 17. August 2015

raus

raus
keine wahl
der scheinenden sonne
anders als aufmerksam zu
begegnen

Sonntag, 16. August 2015

Zugzwang II

Zugzwang II

Wir haben die Tote zum Fenster getragen
Und werden nicht langsamer, aber gefühlt.
Die Öffnung hat unsere Köpfe verkühlt.
Der Fahrtwind wird schneller am Leichnam nagen.

Der Privilegierte sieht in die Gesichter
Und als er die Luke mit Helfern und Werkzeug verschließt
Und das trübe Glas die Aussicht vermiest,
Spricht er als ein Jenseits-Berichter:

Die Vielen dort drüben, die nichts von ihr kannten,
Gibt's draußen nicht, im Ideal,
Da draußen sind Klassen egal.
Da werden wir alle Verwandte.

Dann zieht er sich in seine Klasse zurück.
Die erste enthält es uns vor. Unser Glück.

Samstag, 15. August 2015

Wurst

Wurst

Wie lächerlich,
Die nennen sich
Wie Fleisch!

Die Soja-Wurst
Ist einfach urst
Wie Fleisch!

Die wollen kein
Produkt vom Schwein.
Wie Fleisch!

Doch wollen sie
Ihr Tofu-Vieh
Wie Fleisch!

Das schmeckt verdammt
Und unerkannt
Wie Fleisch!

Wieso dann nicht
Und wesentlich
Mit Fleisch?

Weil Wurst auch nicht
Natürlich ist
Wie Fleisch!

Freitag, 14. August 2015

Warum nicht?

Warum nicht?

Ich verlasse die Kneipe
Um kurz nach der Nacht;
Hab die Zeit mit dem Mädchen verbracht.

Mein Mantel verknittert
Im Hellmorgengrau
Um die Knöchel der weißjungen Frau.

Mir frösteln die Finger
Sie walten in Starre;
Und wir rauchen ne E-Zigarre.

Donnerstag, 13. August 2015

soso

soso

sie verzieht sich
in ihre miene
zurück
bleibt der stein der
sich selbst nicht
erntet

Mittwoch, 12. August 2015

Verzogen

Verzogen

"Diese Fässer von heute...",
Klagt es in den Straßen.
Dafür schuldig sind Leute,
Die mit schlechten Maßen
Schlechtes Holz verbauten.

Die lassen jetzt verlauten:
Früher war es besser,
Nicht verzogen und knarrend!
Dass sie diese Fässer
Selbst erzogen, beharrend,

Sie würden immer so sein
Trotz schlechter Handarbeit,
Fiel ihnen dann nicht mehr ein...

Dienstag, 11. August 2015

Workout

Workout

Die zweite Dusche

Läutet den Nachmittag ein.
Ins Outfit, ins Auto
Ins Treppenhaus, rein
In den Lift und zum Cardio hoch:

Schnell noch ein bisschen leiden.
Das ist eine Lifestyle-Entscheidung.

Montag, 10. August 2015

Sonntag, 9. August 2015

Wie Atlas am Horizont

Wie Atlas am Horizont

"Natürlich, nehmen Sie sich frei!
Die Firma geht nicht unter."
Ich bleibe, warte munter
Den Abend herbei.

Ich werden morgens ganz allein
An meinem Schreibtisch heller.
Mit Kopfgerümpel fällt der
Neue Tag nicht ein.

Und Sonntagabend fahr ich heim.
Das Wochenende, nutzlos.
Und komme Montag, schutzlos
In die Firma rein.

Allein. Und die Kaffees belügen.
Nicht hilflos sein macht müde.