Wer's braucht...
wochenende
christliches relikt
wann wohl die
VierzigStundenWoche begraben
liegt
?
Seit 2014 veröffentliche ich auf tagesgedichte täglich ein Gedicht, das ich selbst verfasst habe.
Samstag, 8. August 2015
Freitag, 7. August 2015
Auge um Zahn
Auge um Zahn
Hallo Mädchen
Ich seh dich
Du geiles Stück
Senkst den Blick
Als ob du es wolltest
Wie du sie dann rolltest
Ich gucke nicht weg
Ach wie keck!
Guckt die meine Beine?
Guckt sie mir ins Gesicht?
Ich gucke nicht weg:
Diese Schwuchtel!
Und geht weiter
Als wär nichts.
Ja, ich bin heiß,
Aber was soll der Scheiß?
Hallo Mädchen
Ich seh dich
Du geiles Stück
Senkst den Blick
Als ob du es wolltest
Wie du sie dann rolltest
Ich gucke nicht weg
Ach wie keck!
Guckt die meine Beine?
Guckt sie mir ins Gesicht?
Ich gucke nicht weg:
Diese Schwuchtel!
Und geht weiter
Als wär nichts.
Ja, ich bin heiß,
Aber was soll der Scheiß?
Donnerstag, 6. August 2015
Mittwoch, 5. August 2015
zeitlos
zeitlos
die ansicht der uhr verrät wie ich bin ich bin so
am armband ist so out-of-date wie mein telefon
sie fragt mich was machst du und kannst
du kommen ich denke sie tanzt
schon umdideldumm
wie auf party herrum
ich muss los
die ansicht der uhr verrät wie ich bin ich bin so
am armband ist so out-of-date wie mein telefon
sie fragt mich was machst du und kannst
du kommen ich denke sie tanzt
schon umdideldumm
wie auf party herrum
ich muss los
Dienstag, 4. August 2015
Auch nicht mehr
Auch nicht mehr
Du kannst nur denken, was du denkst.
Du kannst erwarten, was du kennst.
Du nimmst nur wahr, was immer war.
Das Vor- bestimmt das Nach-.
Du bist getäuscht, bist überrascht,
Weil du etwas erwartet hast.
Die "neue Kunst" ist ein Geräusch,
Ein Rauschen, das enttäuscht.
Du wartest, es wird schön.
Du hast dich dran gewöhnt.
Du kannst nur denken, was du denkst.
Du kannst erwarten, was du kennst.
Du nimmst nur wahr, was immer war.
Das Vor- bestimmt das Nach-.
Du bist getäuscht, bist überrascht,
Weil du etwas erwartet hast.
Die "neue Kunst" ist ein Geräusch,
Ein Rauschen, das enttäuscht.
Du wartest, es wird schön.
Du hast dich dran gewöhnt.
Montag, 3. August 2015
Sonntag, 2. August 2015
Zugzwang
Zugzwang
Die Schaffner sind seit vier Jahren die gleichen;
Sie müssen nicht fragen, jeder hält jeden Tag
Gedankenlos seinen Fahrschein parat.
Wir lassen die Augen nicht vom Fenster weichen,
In Kurven sehn wir die anderen Wagen;
Wo alle Fahrgastaugen zum Fernsehgerät
Gerichtet verbleiben. Keiner versteht,
Was wir versuchen, ihnen zu sagen.
Die Alte in Reihe fünf ist gestorben,
Ihr Leib wippt noch den schummernden Bahnschwellentakt.
Die Schiene wurde unendlich gemacht,
Ohne Abweichung führt sie nach morgen.
Bald ist schon wieder Zugführerwahl.
Wer kontrolliert dann unser Gaspedal?
Die Schaffner sind seit vier Jahren die gleichen;
Sie müssen nicht fragen, jeder hält jeden Tag
Gedankenlos seinen Fahrschein parat.
Wir lassen die Augen nicht vom Fenster weichen,
In Kurven sehn wir die anderen Wagen;
Wo alle Fahrgastaugen zum Fernsehgerät
Gerichtet verbleiben. Keiner versteht,
Was wir versuchen, ihnen zu sagen.
Die Alte in Reihe fünf ist gestorben,
Ihr Leib wippt noch den schummernden Bahnschwellentakt.
Die Schiene wurde unendlich gemacht,
Ohne Abweichung führt sie nach morgen.
Bald ist schon wieder Zugführerwahl.
Wer kontrolliert dann unser Gaspedal?
Samstag, 1. August 2015
Freitag, 31. Juli 2015
Revival of the fittest
Revival of the fittest
Den Druckpunkt durchdrücken
Bedeutet dem Leben geben
Der verleben würde.
Dreißig Stöße Regelmaßblut,
Die Hinteren ruhen sich vor
Der Gabe des Atems aus.
Ist das Gott, der mich küsst,
Oder ein Gote in Uniform?
Sein Geschmack trügt.
Sein Bild ist nicht im goldenen Rahmen.
Der Beste scheidet kurz vor dem Ziel
Nicht aus, aber dahin.
Den Druckpunkt durchdrücken
Bedeutet dem Leben geben
Der verleben würde.
Dreißig Stöße Regelmaßblut,
Die Hinteren ruhen sich vor
Der Gabe des Atems aus.
Ist das Gott, der mich küsst,
Oder ein Gote in Uniform?
Sein Geschmack trügt.
Sein Bild ist nicht im goldenen Rahmen.
Der Beste scheidet kurz vor dem Ziel
Nicht aus, aber dahin.
Donnerstag, 30. Juli 2015
Überraschung
Überraschung
Was hat er geleistet? Egal!
Ein Schoko-Ei kriegt er aus Liebe.
Die Hülle ist beinah final,
Dann tränen erzogene Triebe
Erst leise, dann schallend und schreiend
Im Kopf das Gelächter, verzeihen
Werden die anderen Kinder das nicht,
Im Kopf des Jungen, ein hartes Gericht.
Das innere Gelbe schenkte dem Sohn,
Das straft die strenge Konfiguration
Der Rollen, ein Püppchen im Kleid.
Der Mann ist dazu nicht bereit.
Damit kein armer Junge in Scham versinkt,
Gibts das andere Ü-Ei in Pink.
Was hat er geleistet? Egal!
Ein Schoko-Ei kriegt er aus Liebe.
Die Hülle ist beinah final,
Dann tränen erzogene Triebe
Erst leise, dann schallend und schreiend
Im Kopf das Gelächter, verzeihen
Werden die anderen Kinder das nicht,
Im Kopf des Jungen, ein hartes Gericht.
Das innere Gelbe schenkte dem Sohn,
Das straft die strenge Konfiguration
Der Rollen, ein Püppchen im Kleid.
Der Mann ist dazu nicht bereit.
Damit kein armer Junge in Scham versinkt,
Gibts das andere Ü-Ei in Pink.
Mittwoch, 29. Juli 2015
Wurzeln
Wurzeln
Ich stand an der Kreuzung,
Wo zwei Wege sich teilten:
Nach links in das dankbarste Leben.
Nach rechts ins Verderben.
Ich wurde als Setzling
Von Weisen gepflanzt.
Wie oft ich den Wanderern riet.
Wie oft einer rechts für richtig hielt.
Ich wollte die Kreuzung
Doch so gerne verlassen:
Den rechten Weg zu versperren.
Die Menschen ins Gute zu zerren.
Ich wurde dann gefällt und
Zum Stammtisch gemacht
Ich höre jetzt den Leuten zu
Die verlangen und niemals was tun.
Ich stand an der Kreuzung,
Wo zwei Wege sich teilten:
Nach links in das dankbarste Leben.
Nach rechts ins Verderben.
Von Weisen gepflanzt.
Wie oft ich den Wanderern riet.
Wie oft einer rechts für richtig hielt.
Doch so gerne verlassen:
Den rechten Weg zu versperren.
Die Menschen ins Gute zu zerren.
Zum Stammtisch gemacht
Ich höre jetzt den Leuten zu
Die verlangen und niemals was tun.
Dienstag, 28. Juli 2015
versus
versus
Hier war ich schon.
Ich lief im Kreis.
Die reine Form,
Ist das ein ...
Geradeaus
Bringt mich nach vorn.
Wie ich auch lauf,
Ich bin ver...
Hier war ich schon.
Ich lief im Kreis.
Die reine Form,
Ist das ein ...
Geradeaus
Bringt mich nach vorn.
Wie ich auch lauf,
Ich bin ver...
Montag, 27. Juli 2015
Sonntag, 26. Juli 2015
rauswunsch
rauswunsch
durch gespreizte finger kribbeln
rasen unter der kirsche
füße scharren, zerknirschen
steinchen, die auf und ab wibbeln
wurzelwerk bedrängt wie steinern
und gefühlvolles winden
schafft gelindriges lindern
kleinere hinterkopfstellen
mädchenlachen über reden
reist ins unterbewusstsein
keckes spannungslüstlein
schwindende umwelt eben
kurz vor traum ausgerissen
der ewig-moment vor dem niesen
durch gespreizte finger kribbeln
rasen unter der kirsche
füße scharren, zerknirschen
steinchen, die auf und ab wibbeln
wurzelwerk bedrängt wie steinern
und gefühlvolles winden
schafft gelindriges lindern
kleinere hinterkopfstellen
mädchenlachen über reden
reist ins unterbewusstsein
keckes spannungslüstlein
schwindende umwelt eben
kurz vor traum ausgerissen
der ewig-moment vor dem niesen
Samstag, 25. Juli 2015
Repräsentiert II
Repräsentiert II
Kaiserparade
Massengebrüll
Einhundert Jahre vorbei
Nach diesem letzten
In seiner Tracht
Gleichheit gemacht
Wie aufgepfropft.
Wie ausgestopft.
In meinem Kopf
Hab ich die Macht
Dass eine Tracht
Meine geschätzten
Gedanken bekleidet
Einzelparade
Einzelgestill
Kaiserparade
Massengebrüll
Einhundert Jahre vorbei
Nach diesem letzten
In seiner Tracht
Gleichheit gemacht
Wie aufgepfropft.
Wie ausgestopft.
In meinem Kopf
Hab ich die Macht
Dass eine Tracht
Meine geschätzten
Gedanken bekleidet
Einzelparade
Einzelgestill
Freitag, 24. Juli 2015
Muckefuck
Muckefuck
Weißte wie das
schmeckt? Gedanken.
Kennste - hat man
nachher gesagt -
Nach dem Krieg, war
Malzkaffee. Fein.
Kaffee schmeckt nicht
wie Erinnerung
Das schmeckt wie...
Weißte wie das
schmeckt? Gedanken.
Kennste - hat man
nachher gesagt -
Nach dem Krieg, war
Malzkaffee. Fein.
Kaffee schmeckt nicht
wie Erinnerung
Das schmeckt wie...
Donnerstag, 23. Juli 2015
Halboffen
Halboffen
Was fällt heraus:
Worte, Atem?
Vertrocknen die
Rosigen nicht?
Gehört da ein
Lustspielzeug rein?
Was fällt heraus:
Worte, Atem?
Vertrocknen die
Rosigen nicht?
Gehört da ein
Lustspielzeug rein?
Mittwoch, 22. Juli 2015
Und wenn
Und wenn
Was so entsteht,
Das wissen viele nicht zu sagen;
Weil so besteht,
Was viele nur zu denken wagen.
Und wenn vergeht,
Was mir an diesem Ort gefällt?
Und wenn verweht,
Was mich an diesem Ort hier hält?
Was so entgeht,
Kann niemand dort beträumen,
Weil jeder steht,
Um Altes hin und her zu räumen.
Und wenn ich in
Neuseeland angekommen bin
Und wenn ich dann
Von dort zurück gekommen bin
Und alles sich
Neu angeordnet hat?
Was so entsteht,
Das wissen viele nicht zu sagen;
Weil so besteht,
Was viele nur zu denken wagen.
Und wenn vergeht,
Was mir an diesem Ort gefällt?
Und wenn verweht,
Was mich an diesem Ort hier hält?
Was so entgeht,
Kann niemand dort beträumen,
Weil jeder steht,
Um Altes hin und her zu räumen.
Und wenn ich in
Neuseeland angekommen bin
Und wenn ich dann
Von dort zurück gekommen bin
Und alles sich
Neu angeordnet hat?
Dienstag, 21. Juli 2015
Traumsaft
Traumsaft
Aus Früchten die Essenz gepresst
In stille Flaschen eingesetzt
Und weggesperrt.
Die Früchte wachsen auf den Träumen
Wo Wünsche fruchtbar schäumen
Und abgeerntet werden.
Die Früchte werden umgesetzt,
Dann Zuckerwasser eingesetzt
Und angegährt.
Die Früchte einten Nahrung +
Genuss: Uns fehlt Erfahrung;
Sind nur ernährt.
Aus Früchten die Essenz gepresst
In stille Flaschen eingesetzt
Und weggesperrt.
Die Früchte wachsen auf den Träumen
Wo Wünsche fruchtbar schäumen
Und abgeerntet werden.
Die Früchte werden umgesetzt,
Dann Zuckerwasser eingesetzt
Und angegährt.
Die Früchte einten Nahrung +
Genuss: Uns fehlt Erfahrung;
Sind nur ernährt.
Montag, 20. Juli 2015
Sonntag, 19. Juli 2015
Herztropfen
Herztropfen
Dies ist ein Gedicht des Dichters über das Dichten
Es nennt sich dann Selbstreferenz
Ein Beispiel der Selbstkonvergenz
Ist dies ein Gedicht des Dichters über das Dichten?
Dies ist ein Gedicht des Dichters über die Pflichten
Ein Teil des Geschehens zu sein
Und wirkt dieser Anteil nur klein
Ist dies ein Gesicht des Dichters über das Sichten
Dies ist ein Gedicht des Sichters über das Richten
Der erst von der Schwere erfuhr.
Nicht Urteil, meint mehr Korrektur
Ist dies das Gewicht des Richters über dem Dichten
Wird Wort in die Adern gekerbt
Und Tinte dem Leser vererbt
Dies ist ein Gedicht des Dichters über das Dichten
Es nennt sich dann Selbstreferenz
Ein Beispiel der Selbstkonvergenz
Ist dies ein Gedicht des Dichters über das Dichten?
Dies ist ein Gedicht des Dichters über die Pflichten
Ein Teil des Geschehens zu sein
Und wirkt dieser Anteil nur klein
Ist dies ein Gesicht des Dichters über das Sichten
Dies ist ein Gedicht des Sichters über das Richten
Der erst von der Schwere erfuhr.
Nicht Urteil, meint mehr Korrektur
Ist dies das Gewicht des Richters über dem Dichten
Wird Wort in die Adern gekerbt
Und Tinte dem Leser vererbt
Samstag, 18. Juli 2015
breiter aufgestellt
breiter aufgestellt
Wir breiten uns Richtung Weltfrieden aus
Den Osten hats bald ganz entdeckt
Wir hören die Sprachen der Völker an
Zu denen die Karte sich streckt
Wir leiten die Fragen der Leute zurück
Uns kümmert zuerst Religion
Wir schwören sie auf unsern Götzen ein
Vertraglich besteht dieser Lohn.
Wir breiten uns Richtung Weltfrieden aus
Den Osten hats bald ganz entdeckt
Wir hören die Sprachen der Völker an
Zu denen die Karte sich streckt
Wir leiten die Fragen der Leute zurück
Uns kümmert zuerst Religion
Wir schwören sie auf unsern Götzen ein
Vertraglich besteht dieser Lohn.
Freitag, 17. Juli 2015
tanzbar
tanzbar
hier spielt die
fremde musik
ich blicke sie
an an
der wand
tanzbarer Ostblock-Pop
stammelt geständisse
von vor der
wände
hier spielt die
fremde musik
ich blicke sie
an an
der wand
tanzbarer Ostblock-Pop
stammelt geständisse
von vor der
wände
Donnerstag, 16. Juli 2015
Mittwoch, 15. Juli 2015
hybrid
hybrid
Der Ottomane liegt
Zu Sofas Füßen biegt
Darauf des Pudels Kern
Zusammen geschlagen
In einen vagen
Duft von hab-ich-nicht-gern.
Der Ottomane liegt
Zu Sofas Füßen biegt
Darauf des Pudels Kern
Zusammen geschlagen
In einen vagen
Duft von hab-ich-nicht-gern.
Dienstag, 14. Juli 2015
Nachtstaub
Nachtstaub
Sie stoben bei Nacht auseinander,
Zwei Funken im dunkelsten Wald.
Die Burgen der Welt zu bewandern,
Darüber wurden sie kalt.
Sie stoben bei Nacht auseinander,
Zwei Funken im dunkelsten Wald.
Die Burgen der Welt zu bewandern,
Darüber wurden sie kalt.
Montag, 13. Juli 2015
Sonntag, 12. Juli 2015
Sitzlaune
Sitzlaune
Zusammen verbringen wir 40+ Stunden der Tat.
Das wenige Geld, das wir abends in Nichts investieren,
Verdienen wir, ohne ein Wort von dem Wort zu verlieren.
Beschäftigt sein stützt diese Welt, die das Denken erspart.
Zusammen vermotzen wir Stunden am Tisch des Lokals,
Auf den wir uns abends mit goldenem Einheitsbier stützen.
Es schweißt alle Kehlen zu einer, die klagt - Was es nütze? -;
Nur still, wenn der bittere Schluck die Bedenken ermahnt.
Wie immer verlassen wir dämmrig den heiteren Ort.
Die Nacht lässt uns kühl die verbrauchten Körper ertragen.
Wir schleppen uns bettwärts, und die kommenden Tage
Beginnen und enden, beginnen und enden so fort.
Danach, wenn sich Freitag die Schichten tilgen,
Beruhigt mit dem Zug ins Stadion pilgern.
Zusammen verbringen wir 40+ Stunden der Tat.
Das wenige Geld, das wir abends in Nichts investieren,
Verdienen wir, ohne ein Wort von dem Wort zu verlieren.
Beschäftigt sein stützt diese Welt, die das Denken erspart.
Zusammen vermotzen wir Stunden am Tisch des Lokals,
Auf den wir uns abends mit goldenem Einheitsbier stützen.
Es schweißt alle Kehlen zu einer, die klagt - Was es nütze? -;
Nur still, wenn der bittere Schluck die Bedenken ermahnt.
Wie immer verlassen wir dämmrig den heiteren Ort.
Die Nacht lässt uns kühl die verbrauchten Körper ertragen.
Wir schleppen uns bettwärts, und die kommenden Tage
Beginnen und enden, beginnen und enden so fort.
Danach, wenn sich Freitag die Schichten tilgen,
Beruhigt mit dem Zug ins Stadion pilgern.
Samstag, 11. Juli 2015
Die Du-Gesellschaft
Die Du-Gesellschaft
Vom Platz
In die Welt
Sehen:
Wir schließen
Uns ein
Du mich
Ich dich
Sie siezen
Sich aus.
Ausgedacht,
Weil die Tür
An die Spitze
So schmal ist.
Vom Platz
In die Welt
Sehen:
Wir schließen
Uns ein
Du mich
Ich dich
Sie siezen
Sich aus.
Ausgedacht,
Weil die Tür
An die Spitze
So schmal ist.
Freitag, 10. Juli 2015
deckenaustausch
deckenaustausch
Unter den Buchen
Bei den Schecken
Haben wir den Mai belacht.
Wirst du sie suchen?
Deine Decken
Habe ich dir mitgebracht.
Sind bei mir, so triff mich zum
deckenaustausch.
Liegen sonst nur nutzlos rum.
Kamst mir am Zielort
Schon entgegen;
Gab dir deinen Kram zurück.
Lass uns das Spiel dort
Wieder leben,
Sagte dein verschmitzter Blick.
Schufst uns einen Spielplatz beim
deckenaustausch.
Lagen dann geheim...
Unter den Buchen
Bei den Schecken
Haben wir den Mai belacht.
Wirst du sie suchen?
Deine Decken
Habe ich dir mitgebracht.
Sind bei mir, so triff mich zum
deckenaustausch.
Liegen sonst nur nutzlos rum.
Kamst mir am Zielort
Schon entgegen;
Gab dir deinen Kram zurück.
Lass uns das Spiel dort
Wieder leben,
Sagte dein verschmitzter Blick.
Schufst uns einen Spielplatz beim
deckenaustausch.
Lagen dann geheim...
Donnerstag, 9. Juli 2015
Geeignetheit
Geeignetheit
versteht systematisch
trotz fraglicher Ästhetik
jeder hinterfragt dennoch die
Eignung
versteht systematisch
trotz fraglicher Ästhetik
jeder hinterfragt dennoch die
Eignung
Mittwoch, 8. Juli 2015
plötzlich gemocht
plötzlich gemocht
aßen oft im café
schwelgend atmosphäre
bis immer dies eine Lied
Uns vertrieb.
Irgendwann blieben wir einfach
aßen es mit
aßen oft im café
schwelgend atmosphäre
bis immer dies eine Lied
Uns vertrieb.
Irgendwann blieben wir einfach
aßen es mit
Dienstag, 7. Juli 2015
Martinischale
Martinischale
Die Zunge angesetzt
In Erwartung versetzt,
Temperamentvolles Kühl
An den Rändern zu spüren.
Dann trügt das Gefühl,
Weil erwartete Kühle
Körperwarm hervorfließt...
Und du trotzdem genießt.
Die Zunge angesetzt
In Erwartung versetzt,
Temperamentvolles Kühl
An den Rändern zu spüren.
Dann trügt das Gefühl,
Weil erwartete Kühle
Körperwarm hervorfließt...
Und du trotzdem genießt.
Montag, 6. Juli 2015
Sonntag, 5. Juli 2015
unbenannt
unbenannt
Ostern lodern hell die Scheite, wann
Tauchen viele Sänger sich in Wärme?
Die verweht dann in der Ferne.
Höre die Gezeitenkräfte an.
Tanzen Mond und Wellen einen Reigen?
Wie die Meere schließlich schweigen.
Bleibt der Heimweg übers Abendland.
Kratzt Asphalt verhornte Füße feste?
Ist auf kahlem Grund das Beste.
Aus dem Haus siehst du das Sturmgewand.
Spielt uns das Gewitter seine Scheine?
Danach schläft die Welt gereinigt.
Hörst du an, was nicht besprochen ist?
In Stille merkst du, wer du wirklich bist.
Ostern lodern hell die Scheite, wann
Tauchen viele Sänger sich in Wärme?
Die verweht dann in der Ferne.
Höre die Gezeitenkräfte an.
Tanzen Mond und Wellen einen Reigen?
Wie die Meere schließlich schweigen.
Bleibt der Heimweg übers Abendland.
Kratzt Asphalt verhornte Füße feste?
Ist auf kahlem Grund das Beste.
Aus dem Haus siehst du das Sturmgewand.
Spielt uns das Gewitter seine Scheine?
Danach schläft die Welt gereinigt.
Hörst du an, was nicht besprochen ist?
In Stille merkst du, wer du wirklich bist.
Samstag, 4. Juli 2015
Gute Aussicht
Gute Aussicht
Ich öffne das Fenster, um zu sehen
Wie weit die gefährlichen Wolken ragen.
Sie senden ihr braches Gemüt seit Tagen
In meinen Kopf, in mein Flehen.
Ich weiß doch noch, wie das vorher war.
Nun lass ichs nicht "einfach mal kommen".
Die letzte Nässe lachte vollkommen.
Jetzt bleib ich beim Regenradar.
Ich öffne das Fenster, um zu sehen
Wie weit die gefährlichen Wolken ragen.
Sie senden ihr braches Gemüt seit Tagen
In meinen Kopf, in mein Flehen.
Ich weiß doch noch, wie das vorher war.
Nun lass ichs nicht "einfach mal kommen".
Die letzte Nässe lachte vollkommen.
Jetzt bleib ich beim Regenradar.
Freitag, 3. Juli 2015
SummerJamSession
SummerJamSession
Eine Magie verknüpft Töne
Zu Liedern zu Gedanken.
Anders wird es immer.
Hast du einen Schimmer?
Ja - letztes Jahr war... Danke!
Wangen; Küsse; Augen, schöne...
Die Überlegung, wie viele
Noch vor mir liegen mögen,
Biss den roten Nacken.
Dieser Song... er spielte
Die Platte meines Regens,
Der alle Sommer in einen packt.
Eine Magie verknüpft Töne
Zu Liedern zu Gedanken.
Anders wird es immer.
Hast du einen Schimmer?
Ja - letztes Jahr war... Danke!
Wangen; Küsse; Augen, schöne...
Die Überlegung, wie viele
Noch vor mir liegen mögen,
Biss den roten Nacken.
Dieser Song... er spielte
Die Platte meines Regens,
Der alle Sommer in einen packt.
Donnerstag, 2. Juli 2015
Wegweiser
Wegweiser
Der Meister trinkt
Und predigt Maß.
Er vögelt, nimmt
Mir jeden Spaß.
Er raucht bestimmt
Und sagt mir was.
Sein schlechtes Bild
Schwert meinen Schritt.
Was ihn erfüllt
Mach ich nicht mit.
Er ist mein Schild,
Er hält mich fit
Steht fest im Dreck
Und kann nicht weg.
Der Meister trinkt
Und predigt Maß.
Er vögelt, nimmt
Mir jeden Spaß.
Er raucht bestimmt
Und sagt mir was.
Sein schlechtes Bild
Schwert meinen Schritt.
Was ihn erfüllt
Mach ich nicht mit.
Er ist mein Schild,
Er hält mich fit
Steht fest im Dreck
Und kann nicht weg.
Mittwoch, 1. Juli 2015
Hinterhaus
Hinterhaus
Da sah sie was
Von nie zuvor,
Das immer da
Gewesen ist.
Ein Kind tritt durch
Die Tür hinaus
In diesen Hof;
Ob sie es war?
Da sah sie was
Von nie zuvor,
Das immer da
Gewesen ist.
Ein Kind tritt durch
Die Tür hinaus
In diesen Hof;
Ob sie es war?
Dienstag, 30. Juni 2015
Wegen Kleidung
Wegen Kleidung
Die Leute zu beachten,
Ist dieser Tage schön,
Weil alle ihre Trachten
Dem Wetter angewöhnen.
Die Leute zu beachten,
Ist dieser Tage schön,
Weil alle ihre Trachten
Dem Wetter angewöhnen.
Montag, 29. Juni 2015
Sonntag, 28. Juni 2015
Gesetze der Magie
Gesetze der Magie
In den Tiefen Höhlen des höchsten Bergs
Ist das Buch der Bücher zu vermuten
Davor endet die Route der Routen
Und verstört mich gänzlich unbemerkt.
Das Gerät verrät den genauen Punkt
In der Zeit liegt der Zugriff begraben
Dieses externe Herz muss schlagen
Wie der Zauber der Welt es beschwungt.
Dann erhalten die Seiten erst die Schrift
Ich muss sie der Menschheit bringen
Den Verstand erklären, aus ihr wringen.
So behalt ich die Formeln fest im Griff
Und ich bringe sie allen Ohren.
Sie haben oben wie ich ihren Sinn verloren.
In den Tiefen Höhlen des höchsten Bergs
Ist das Buch der Bücher zu vermuten
Davor endet die Route der Routen
Und verstört mich gänzlich unbemerkt.
Das Gerät verrät den genauen Punkt
In der Zeit liegt der Zugriff begraben
Dieses externe Herz muss schlagen
Wie der Zauber der Welt es beschwungt.
Dann erhalten die Seiten erst die Schrift
Ich muss sie der Menschheit bringen
Den Verstand erklären, aus ihr wringen.
So behalt ich die Formeln fest im Griff
Und ich bringe sie allen Ohren.
Sie haben oben wie ich ihren Sinn verloren.
Samstag, 27. Juni 2015
ausgeschaltet
ausgeschaltet
Die Realität strengt mich an
Und alle meine Sinne
Geschmackssinn und Tasten
Verkümmern vorm Fernsehn
Am Radio stirbt das Bild
Gehör nimmt der Text
Und Hirn schafft Simulation
Setz dich hin, denk an nichts,
Nimm den letzten Sinn;
Das ist Meditation
Die Realität strengt mich an
Und alle meine Sinne
Geschmackssinn und Tasten
Verkümmern vorm Fernsehn
Am Radio stirbt das Bild
Gehör nimmt der Text
Und Hirn schafft Simulation
Setz dich hin, denk an nichts,
Nimm den letzten Sinn;
Das ist Meditation
Freitag, 26. Juni 2015
Klangschal
Klangschal
Warmer Hals im schwierigen Spätjahr
Wenn das Herz bekümmert schlägt
Trägt Musik die müde Sonne klar
Wie der Klare den Rücken runter.
Muntermacher Körperanbau.
Drei bestimmten Akkorden Danke
Die den unbestimmten Sorgen
Der Morgenliebe heute gaben.
Ich gedenke ihnen, die Musik nochmal
Im Kopf gehabt; klang schal.
Warmer Hals im schwierigen Spätjahr
Wenn das Herz bekümmert schlägt
Trägt Musik die müde Sonne klar
Wie der Klare den Rücken runter.
Muntermacher Körperanbau.
Drei bestimmten Akkorden Danke
Die den unbestimmten Sorgen
Der Morgenliebe heute gaben.
Ich gedenke ihnen, die Musik nochmal
Im Kopf gehabt; klang schal.
Donnerstag, 25. Juni 2015
Vor der Treppe
Vor der Treppe
Spürst du die Magie
Dieses märchenhaften
Kraftgebärenden Platzes?
Bleibe länger hier
Weilen, fühlen, haften
Was das für ein Schatz ist!
Sonne dich darin.
Letzte Chance, ganz sicher,
Nicht den Glanz zu verpassen.
Wahnsteig, der Bahnsinn
Greift bloß freie Geister.
Frei von anderen Geistern.
Spürst du die Magie
Dieses märchenhaften
Kraftgebärenden Platzes?
Bleibe länger hier
Weilen, fühlen, haften
Was das für ein Schatz ist!
Sonne dich darin.
Letzte Chance, ganz sicher,
Nicht den Glanz zu verpassen.
Wahnsteig, der Bahnsinn
Greift bloß freie Geister.
Frei von anderen Geistern.
Mittwoch, 24. Juni 2015
Pfadfinder
Pfadfinder
Streifzug. Wir plündern
Was die Steine uns geben
Ewige, ewige Steine
Zwischen den Sündern
Keine Spur, unser Leben
Lässt die Getürme alleine.
Trace, leave no Trace.
Nimm den Müll von der Straße
Null muss der Impact bleiben.
Dieses Gefäß
Hält uns in einem Maße.
Wollen wir darunter leiden?
Streifzug. Wir plündern
Was die Steine uns geben
Ewige, ewige Steine
Zwischen den Sündern
Keine Spur, unser Leben
Lässt die Getürme alleine.
Trace, leave no Trace.
Nimm den Müll von der Straße
Null muss der Impact bleiben.
Dieses Gefäß
Hält uns in einem Maße.
Wollen wir darunter leiden?
Dienstag, 23. Juni 2015
Wegoptimiert
Wegoptimiert
Sie sind weg. Ganze Menge.
Leute wie du, wie ich.
Waren Teil eines Alltags,
Der jetzt nicht mehr wagt,
Sie weiter auszubeuten.
Existieren irgendwo noch,
Diese nutzlos gewordenen Leute.
Sie sind weg. Ganze Menge.
Leute wie du, wie ich.
Waren Teil eines Alltags,
Der jetzt nicht mehr wagt,
Sie weiter auszubeuten.
Existieren irgendwo noch,
Diese nutzlos gewordenen Leute.
Montag, 22. Juni 2015
Susiwbnaks
Susiwbnaks
geschrieben gelesen
korrigiert und geschickt
der unendliche reichtum übernächtigter
SMS
geschrieben gelesen
korrigiert und geschickt
der unendliche reichtum übernächtigter
SMS
Sonntag, 21. Juni 2015
Konsumfrage
Konsumfrage
Das Fleisch aus dem Bio-Verkauf
Schmeckte so gut, dass das erste
Mal ein gewesenes Tier auf
Der Zunge, vor Augen erschien.
Wohin verschwindet Geschmack?
Metzger, die mischen zehn Tiere.
Wurst, zu Gerümpel verhackt, lädt
Den billigen Proll zu sich ein.
Wir sehen nur Zahl, nur die Zahl
Scheint keine Zunge zu locken.
Fleisch ist die Macht, die zu strahlen
Versucht durch das Plastik verpackt
Müll. Das ist Müll. Doch kein Essen.
Schwer liegts im Magen. Lass sacken.
Das Fleisch aus dem Bio-Verkauf
Schmeckte so gut, dass das erste
Mal ein gewesenes Tier auf
Der Zunge, vor Augen erschien.
Wohin verschwindet Geschmack?
Metzger, die mischen zehn Tiere.
Wurst, zu Gerümpel verhackt, lädt
Den billigen Proll zu sich ein.
Wir sehen nur Zahl, nur die Zahl
Scheint keine Zunge zu locken.
Fleisch ist die Macht, die zu strahlen
Versucht durch das Plastik verpackt
Müll. Das ist Müll. Doch kein Essen.
Schwer liegts im Magen. Lass sacken.
Samstag, 20. Juni 2015
K(l)eine Aufmerksamkeit
K(l)eine Aufmerksamkeit
Durch mein Fenster zur Welt den Balkon betreten,
Auf dem ich als Vöglein ungebeten singe,
Unzählbare Zeit(en) verbringe.
Bin in die Liebe des Volkes verliebt.
Es hört von da unten - Tweet! Tweet!
Und ich sehe, wie viele von denen schlau sind
OMG! Der mit den fünfzehntausend Jüngern
Retweetet und macht mich zum Gewinner!
Meine Wut ist wohl doch nicht so wild?
Sein riesiger Nimbus - Mein Schild.
Durch das Fenster der Welt in die Wohnung, wieder
Von Stille umrahmt. Die Belohnung versiegte
Beachtung verschwand in der Tiefe.
Schlief mit dem Blick auf das Telefon ein,
Kein Tweet macht geringer allein.
Durch mein Fenster zur Welt den Balkon betreten,
Auf dem ich als Vöglein ungebeten singe,
Unzählbare Zeit(en) verbringe.
Bin in die Liebe des Volkes verliebt.
Es hört von da unten - Tweet! Tweet!
Und ich sehe, wie viele von denen schlau sind
OMG! Der mit den fünfzehntausend Jüngern
Retweetet und macht mich zum Gewinner!
Meine Wut ist wohl doch nicht so wild?
Sein riesiger Nimbus - Mein Schild.
Durch das Fenster der Welt in die Wohnung, wieder
Von Stille umrahmt. Die Belohnung versiegte
Beachtung verschwand in der Tiefe.
Schlief mit dem Blick auf das Telefon ein,
Kein Tweet macht geringer allein.
Freitag, 19. Juni 2015
freisein
freisein
Du siehst in die Augen -
Die taugen doch nichts!
Du siehst in Welt -
Gefällt dir alles nicht!
Du fliehst diese Massen -
Gefangen sie zu hassen.
Du hast deiner Couch
Den Wohlstand verpasst,
Verlassen in die Welt.
Zurück kamst du her,
Am Ende der Tage,
Befreitere Lage.
Donnerstag, 18. Juni 2015
Zivilisation
Zivilisation
Sie lässt für jeden etwas da
Hier bleibt für jeden was übrig
Geh nur an den Müll, kleiner Penner.
Er steht vor McDonald's.
Verlockend. Scheint der so viel Dreck
Zu sein wie du, und hab Teil am
Konsumgut. Verbleib in der Welt mit
McFlurry-Rest, iss ihn
Mit Weg-wurf-Besteck.
Sie lässt für jeden etwas da
Hier bleibt für jeden was übrig
Geh nur an den Müll, kleiner Penner.
Er steht vor McDonald's.
Verlockend. Scheint der so viel Dreck
Zu sein wie du, und hab Teil am
Konsumgut. Verbleib in der Welt mit
McFlurry-Rest, iss ihn
Mit Weg-wurf-Besteck.
Mittwoch, 17. Juni 2015
Machtarbeiter
Machtarbeiter
Vergiss dich.
Verpiss dich.
Vermiss nicht
Zu offen die Leute.
Wir hoffen, die Meute
Dämmert
Im Blutzuckerspiegel.
Vergiss dich.
Verpiss dich.
Vermiss nicht
Zu offen die Leute.
Wir hoffen, die Meute
Dämmert
Im Blutzuckerspiegel.
Dienstag, 16. Juni 2015
Machtschicht
Machtschicht
steht auf die arbeit ruft
unter den augen
laugen sie aus
täglich eingestuft
wer tut es nicht gut ist
in aller munde
gesunde pflicht
im scherbengericht
und die schicht
reimt sich nie
steht auf die arbeit ruft
unter den augen
laugen sie aus
täglich eingestuft
wer tut es nicht gut ist
in aller munde
gesunde pflicht
im scherbengericht
und die schicht
reimt sich nie
Montag, 15. Juni 2015
Sonntag, 14. Juni 2015
sterben
sterben
Wenn Altes geht, kann Neues kommen.
Erfahrung, Menschen
Gedanken, Leben
Wenn Neues kommt, muss Altes gehen.
Im Alter Weisheit; Wahrheit dann im Tod.
Bedeutung kriegt
Was lange liegt
Im Strom des Neuen siegt und oben bleibt.
Enttäuschung stört, was dich belogen hat
Und kommt als Tages-
Moment bestimmt.
Ein bisschen Tod schafft Raum für Neues.
Erfahren Sterben
Behalten Tod.
Wenn Altes geht, kann Neues kommen.
Erfahrung, Menschen
Gedanken, Leben
Wenn Neues kommt, muss Altes gehen.
Im Alter Weisheit; Wahrheit dann im Tod.
Bedeutung kriegt
Was lange liegt
Im Strom des Neuen siegt und oben bleibt.
Enttäuschung stört, was dich belogen hat
Und kommt als Tages-
Moment bestimmt.
Ein bisschen Tod schafft Raum für Neues.
Erfahren Sterben
Behalten Tod.
Samstag, 13. Juni 2015
Leise Rieselt
Leise Rieselt
Diesem Winter
Folgt ein
Neuer Winter
Folgt ein
Neuer Winter
Leise rieselt
Schnee, der
Flimmert fieser
Vor der
Leisen Linse
Dieser Winter
Folgte
Jenem Winter
In die
Schneeen Kinder
Seit berieselt
Wird, ist
Ein Programm wie
Führt es
Meine stramm, lies.
"Dieser Winter"
Heißt jetzt
Winter. Kindern
Reißt es
Aus in die Hirne.
Diesem Winter
Folgt ein
Neuer Winter
Folgt ein
Neuer Winter
Leise rieselt
Schnee, der
Flimmert fieser
Vor der
Leisen Linse
Dieser Winter
Folgte
Jenem Winter
In die
Schneeen Kinder
Seit berieselt
Wird, ist
Ein Programm wie
Führt es
Meine stramm, lies.
"Dieser Winter"
Heißt jetzt
Winter. Kindern
Reißt es
Aus in die Hirne.
Freitag, 12. Juni 2015
Karusselleben
Karusselleben
Wir denken
Wir lenken
Die Autos
Auf Schienen
Wir denkten
Wir lenkten
Das Leben
Auf Schienen
Im Karussell
Wir denken
Wir lenken
Die Autos
Auf Schienen
Wir denkten
Wir lenkten
Das Leben
Auf Schienen
Im Karussell
Donnerstag, 11. Juni 2015
Magie von Früher
Magie von Früher
...ist heute profan
In jedermans Tasche
Und passt in die Uhr.
...versammelt sich dort
Auf nur einem Hektar
Im postgelben Kleid.
...verstirbt auf dem Feld;
Ein Feld ohne Bauern
Mit dreitausend Zellen.
Unbeachtet.
Hingestellt.
Abgeladen.
Unbestellt.
...ist heute profan
In jedermans Tasche
Und passt in die Uhr.
...versammelt sich dort
Auf nur einem Hektar
Im postgelben Kleid.
...verstirbt auf dem Feld;
Ein Feld ohne Bauern
Mit dreitausend Zellen.
Unbeachtet.
Hingestellt.
Abgeladen.
Unbestellt.
Mittwoch, 10. Juni 2015
Vorsatz
Vorsatz
Ich möchte gerne sehen
Ich möchte gerne hören
Wie ich schmecken kann.
Will Bilder einverleiben
Musik aus dem Verstand
In meinen Bauch einspeisen.
Wer hat sich diese Trennung
Von Geist und Körper ausgedacht?
Wie kann ich leichten Wohlgeschmack
Auf Sinne übertragen?
Ich möchte gerne sehen
Ich möchte gerne hören
Wie ich schmecken kann.
Will Bilder einverleiben
Musik aus dem Verstand
In meinen Bauch einspeisen.
Wer hat sich diese Trennung
Von Geist und Körper ausgedacht?
Wie kann ich leichten Wohlgeschmack
Auf Sinne übertragen?
Dienstag, 9. Juni 2015
machen machen
machen machen
Wir gehen jeden Samstag zur Party
Auf der wir vorher schon waren.
Ist dir das nicht zu öde? das fragt sie.
Ich muss nichts Neues erfahren;
Das mach ich seit Jahren.
System. Behalte Gutes. Probier nicht.
Aber sei darüber im Klaren,
Nur ruhendes Wasser gefriert sich.
Die schlechten Erfahrungen sparen;
Das mach ich seit Jahren.
Wir gehen jeden Samstag zur Party
Auf der wir vorher schon waren.
Ist dir das nicht zu öde? das fragt sie.
Ich muss nichts Neues erfahren;
Das mach ich seit Jahren.
System. Behalte Gutes. Probier nicht.
Aber sei darüber im Klaren,
Nur ruhendes Wasser gefriert sich.
Die schlechten Erfahrungen sparen;
Das mach ich seit Jahren.
Montag, 8. Juni 2015
Sonntag, 7. Juni 2015
Todesfall
Todesfall
Da liegt sie auf der Straße
Ihr Inhalt tritt heraus.
Ein Auto — Totenschmaus:
Es konnte nicht mehr maßen.
Sie rutschte mir vom Träger,
War nicht gut aufgespannt.
Die Kurve ungalant
Zu nehmen war der Fehler.
Das ist noch nie geschehen,
Ne kleine Welt zerbricht.
Kein Richter wird für mich
Ein Hilfsbefürfnis sehen.
Muss jetzt zum Bäcker fahren,
Nach neuen Brötchen fragen.
Da liegt sie auf der Straße
Ihr Inhalt tritt heraus.
Ein Auto — Totenschmaus:
Es konnte nicht mehr maßen.
Sie rutschte mir vom Träger,
War nicht gut aufgespannt.
Die Kurve ungalant
Zu nehmen war der Fehler.
Das ist noch nie geschehen,
Ne kleine Welt zerbricht.
Kein Richter wird für mich
Ein Hilfsbefürfnis sehen.
Muss jetzt zum Bäcker fahren,
Nach neuen Brötchen fragen.
Samstag, 6. Juni 2015
Geld oder Lyrik
Geld oder Lyrik
Der Meister vollendet sein Werk.
Und vermerkt seinen Schluss mit dem Punkt.
So prunkt seine Hand wie genial.
Ideal, abgestimmt, unverändert.
Das geht wie gemacht zum Vertrieb.
Und es lieben die Massen zum Glück
Verrückt dieses Meisterprodukt.
Und der zuckt ungerührt mit der Schulter.
Du bist nicht der Meister. Du stellst
Nicht die Schriften, verfällst einem Wort,
Einem Zeichen und bleibst an dem Ort
Deiner Wahl. Bis er Dir gut gefällt.
Vollendung ist Stillstand. Du brichst
Deine Lyrik. Doch Geld bringt das nicht.
Der Meister vollendet sein Werk.
Und vermerkt seinen Schluss mit dem Punkt.
So prunkt seine Hand wie genial.
Ideal, abgestimmt, unverändert.
Das geht wie gemacht zum Vertrieb.
Und es lieben die Massen zum Glück
Verrückt dieses Meisterprodukt.
Und der zuckt ungerührt mit der Schulter.
Du bist nicht der Meister. Du stellst
Nicht die Schriften, verfällst einem Wort,
Einem Zeichen und bleibst an dem Ort
Deiner Wahl. Bis er Dir gut gefällt.
Vollendung ist Stillstand. Du brichst
Deine Lyrik. Doch Geld bringt das nicht.
Freitag, 5. Juni 2015
Viel für Viel
Viel für Viel
Wir schmuggeln die Mischung
- acht Flaschen Korn-Fanta -
Am Wächter vorbei. /Am Türsteher rein.
Die zehn Euro machen uns pflicht-
gemäß hackedicht.
Die Bar schlug waise
Durch intimitäten-
gefüttertes Glas
Mit unnendlichvielschmeckender Wahl.
Der Preis ist egal.
Wir schmuggeln die Mischung
- acht Flaschen Korn-Fanta -
Am Wächter vorbei. /Am Türsteher rein.
Die zehn Euro machen uns pflicht-
gemäß hackedicht.
Die Bar schlug waise
Durch intimitäten-
gefüttertes Glas
Mit unnendlichvielschmeckender Wahl.
Der Preis ist egal.
Donnerstag, 4. Juni 2015
Reiseleiter
Reiseleiter
Hoch will ich hinaus
Die Welt von oben sehen
Nicht hier, auch dort
Und überall weiter -
Ach, meine Leiter!
Hoch will ich hinaus
Die Welt von oben sehen
Nicht hier, auch dort
Und überall weiter -
Ach, meine Leiter!
Mittwoch, 3. Juni 2015
Übersetzung
Übersetzung
Ich möchte sie schrauben
Ins weiche Material,
Doch treffe nicht gut.
Mein Geist, nicht fixiert;
Verkante den: Dreher!
Der sticht; empfindliche Seite.
Dann schreit sie.
Ich möchte sie schrauben
Ins weiche Material,
Doch treffe nicht gut.
Mein Geist, nicht fixiert;
Verkante den: Dreher!
Der sticht; empfindliche Seite.
Dann schreit sie.
Dienstag, 2. Juni 2015
verglückt
verglückt
Los! Verrate mir den Wert...
Eine Sprache, die Begriffe
Wie den obigen verwehrt,
Hat Erlebtes schnell verschlissen.
Unerwartetes Verzücken
Bleibt versagt, ein Stück allein.
Wieso kann ich nicht verglücken,
Sondern nur verunglückt sein?
Los! Verrate mir den Wert...
Eine Sprache, die Begriffe
Wie den obigen verwehrt,
Hat Erlebtes schnell verschlissen.
Unerwartetes Verzücken
Bleibt versagt, ein Stück allein.
Wieso kann ich nicht verglücken,
Sondern nur verunglückt sein?
Montag, 1. Juni 2015
Sonntag, 31. Mai 2015
Kunst ist immer
Kunst ist immer
Das Spiel der Spiele schafft den Sinn des Lebens.
Dahinter steckt kein Job, zu dem man geht
Und den man dann verlässt, ganz unbewegt.
Das Spiel der Spiele schafft den Sinn des Lebens.
Man spielt es nicht, um Brot nach haus zu bringen.
Die letzte Krume kratzt bedeutungslos
Am Gaumen. Hungrig zitternd, um sich bloß
Aus heißem Kopf den Lebenssaft zu wringen.
Der tropft auf das Papier, auf dem die Feder
Marschierend wie im Krieg das Spiel beschreibt,
Gebärend neues Leben aus sich treibt.
Den Antrieb fühlt nicht jeder,
Den Sinn des Lebens, tief ins Spiel gezwängt,
Geduldig aus dem Spielkarton zu drängen.
Das Spiel der Spiele schafft den Sinn des Lebens.
Dahinter steckt kein Job, zu dem man geht
Und den man dann verlässt, ganz unbewegt.
Das Spiel der Spiele schafft den Sinn des Lebens.
Man spielt es nicht, um Brot nach haus zu bringen.
Die letzte Krume kratzt bedeutungslos
Am Gaumen. Hungrig zitternd, um sich bloß
Aus heißem Kopf den Lebenssaft zu wringen.
Der tropft auf das Papier, auf dem die Feder
Marschierend wie im Krieg das Spiel beschreibt,
Gebärend neues Leben aus sich treibt.
Den Antrieb fühlt nicht jeder,
Den Sinn des Lebens, tief ins Spiel gezwängt,
Geduldig aus dem Spielkarton zu drängen.
Samstag, 30. Mai 2015
Nachkommend
Nachkommend
Die alte Frau stand neben mir,
Ich hab sie gut gesehen.
Die ganze Fahrt hat sie sich geplagt
Und blieb doch schweigend stehen.
Die alte Frau hat stolz geguckt,
Mit keinem Anschein geklagt.
Hätt ich ihr meinen Platz geben sollen?
Sie hat doch nicht gefragt.
Die alte Frau stand neben mir,
Ich hab sie gut gesehen.
Die ganze Fahrt hat sie sich geplagt
Und blieb doch schweigend stehen.
Die alte Frau hat stolz geguckt,
Mit keinem Anschein geklagt.
Hätt ich ihr meinen Platz geben sollen?
Sie hat doch nicht gefragt.
Freitag, 29. Mai 2015
Talent geblieben
Talent geblieben
Aus seiner Hand
Fließt übungslos
Ein Wunder, ein Wunder, ein Wunder.
So wortgewandt,
So übergroß
Ist keins der anderen Kinder.
Aus dieser Hand
War ohne Kraft
Kein Wunderwerkzeug geboren.
Das Talent verbrannt,
Dahingerafft,
Ist doch nichts aus ihm geworden
Aus seiner Hand
Fließt übungslos
Ein Wunder, ein Wunder, ein Wunder.
So wortgewandt,
So übergroß
Ist keins der anderen Kinder.
Aus dieser Hand
War ohne Kraft
Kein Wunderwerkzeug geboren.
Das Talent verbrannt,
Dahingerafft,
Ist doch nichts aus ihm geworden
Donnerstag, 28. Mai 2015
Totenrede
Totenrede
Der Phönix ist dem ersten Streik entsprungen
Sein letzter ist Jahrzehnte her
Der Neuste wurde nicht von ihm besungen.
Nimmermehr.
Der Phönix schreibt am Ende nur Geschichte
Weil er als Flämmchen untergeht.
Ihn macht am Ende weniger zunichte
Da er in zarter Luft verweht.
Aus deiner Wurzel ist das Land gemacht:
Goodbye: Sozialdemokratie.
Du hast uns früher viel gebracht
Zuletzt doch leider nie.
Der Phönix ist dem ersten Streik entsprungen
Sein letzter ist Jahrzehnte her
Der Neuste wurde nicht von ihm besungen.
Nimmermehr.
Der Phönix schreibt am Ende nur Geschichte
Weil er als Flämmchen untergeht.
Ihn macht am Ende weniger zunichte
Da er in zarter Luft verweht.
Aus deiner Wurzel ist das Land gemacht:
Goodbye: Sozialdemokratie.
Du hast uns früher viel gebracht
Zuletzt doch leider nie.
Mittwoch, 27. Mai 2015
Gefühl der Idee
Gefühl der Idee
du spürst sie
sie hämmert
im hinter
kopf im hin
terkopf
die stirn ver
versperrt sich
versperrt mit
betonstahl
ist auch
auch wider
verständig
sie zwängt sich
hindurch das
das bohrloch
Verpuffte
Energie.
du spürst sie
sie hämmert
im hinter
kopf im hin
terkopf
die stirn ver
versperrt sich
versperrt mit
betonstahl
ist auch
auch wider
verständig
sie zwängt sich
hindurch das
das bohrloch
Verpuffte
Energie.
Dienstag, 26. Mai 2015
Verdreht
Verdreht
Es geht mit uns bergauf
Den Steilen Stieg, bevor
Wir durch die Wolken brechen.
Was haben wir geschnauft
Für diesen Gipfelblick
Bezahlen wir die Zeche.
Dann ernten wir den Lohn
Der Arbeit, die uns ehrt.
Wir sind es ja gewohnt:
Der Stress bestimmt den Wert.
Wir wollen ewig bleiben,
Zu einfach ist der Rückweg.
Zerrissen stehn wir schlapp
Und scheuen dieses Leiden,
Bei dem die Schwerkraft stützsteht.
Es geht mit uns bergab.
Es geht mit uns bergauf
Den Steilen Stieg, bevor
Wir durch die Wolken brechen.
Was haben wir geschnauft
Für diesen Gipfelblick
Bezahlen wir die Zeche.
Dann ernten wir den Lohn
Der Arbeit, die uns ehrt.
Wir sind es ja gewohnt:
Der Stress bestimmt den Wert.
Wir wollen ewig bleiben,
Zu einfach ist der Rückweg.
Zerrissen stehn wir schlapp
Und scheuen dieses Leiden,
Bei dem die Schwerkraft stützsteht.
Es geht mit uns bergab.
Montag, 25. Mai 2015
Sonntag, 24. Mai 2015
eingebaut
eingebaut
Ich denke von ihm.
Der Raucher stinkt
Auch wenn er nicht raucht,
Darum soll er nicht neben mir sitzen.
Ich lass ihn.
Er denkt von mir.
Der Typ zeigt Bein,
Wie kann er das tun?
Einem Mann ist das gar nicht gebührlich!
Ich sag's ihm.
Wir sagen einander: er, ich.
"Knie sind Verdruss,
Die Aussicht versaut."
"Und das Auge hat einen Verschluss
Schon eingebaut."
Ich denke von ihm.
Der Raucher stinkt
Auch wenn er nicht raucht,
Darum soll er nicht neben mir sitzen.
Ich lass ihn.
Er denkt von mir.
Der Typ zeigt Bein,
Wie kann er das tun?
Einem Mann ist das gar nicht gebührlich!
Ich sag's ihm.
Wir sagen einander: er, ich.
"Knie sind Verdruss,
Die Aussicht versaut."
"Und das Auge hat einen Verschluss
Schon eingebaut."
Samstag, 23. Mai 2015
Game Over
Game Over
Das Geld befüllt
Im Automatenschlitz
Die Produzentenseele.
Spiel zum Todesblitz!
Am Schluss erscheint
Als das Ende-Emblem
Die Losung von unserem
Wirtschaftssystem.
Das Geld befüllt
Im Automatenschlitz
Die Produzentenseele.
Spiel zum Todesblitz!
Am Schluss erscheint
Als das Ende-Emblem
Die Losung von unserem
Wirtschaftssystem.
Freitag, 22. Mai 2015
Single
Single
Vorsichtig leg ich
Die Platte auf den Teller
Und drehe ihn schneller
Auf 45.
Im Ohr klingt vertraut,
Wie aus ölschwarzer Haut
Die Nadel neue Klänge ritzt.
Vorläufig lag ich
Alleine auf dem Bett,
Nicht darin. Ohne wen.
Liebloses Holzbrett.
Im Ohr rauschte Streben,
Das Leben zu erleben
Und wie Irgendeine hier schwitzt.
Vorsichtig leg ich
Die Platte auf den Teller
Und drehe ihn schneller
Auf 45.
Im Ohr klingt vertraut,
Wie aus ölschwarzer Haut
Die Nadel neue Klänge ritzt.
Vorläufig lag ich
Alleine auf dem Bett,
Nicht darin. Ohne wen.
Liebloses Holzbrett.
Im Ohr rauschte Streben,
Das Leben zu erleben
Und wie Irgendeine hier schwitzt.
Donnerstag, 21. Mai 2015
Unterordnung
Unterordnung
Nehmen was geht
Ohne Gebet
Hauptsache Feiern.
Doppelmoral
Beiden egal
Hauptsache Feiern.
Welche Moral?
Ist uns normal
Hauptsache Feiern.
Reproduktion
Kennen wirschon nicht
Hauptsache Feiern.
Nehmen was geht
Ohne Gebet
Hauptsache Feiern.
Doppelmoral
Beiden egal
Hauptsache Feiern.
Welche Moral?
Ist uns normal
Hauptsache Feiern.
Reproduktion
Kennen wir
Hauptsache Feiern.
Mittwoch, 20. Mai 2015
Portrait meiner Iris
Portrait meiner Iris
Iris ist kein
Mädchen
Iris bin ich
Und
Es scheint sich viel
In ihr zu spiegeln
In diesem nassen
Sommertagsblau
Reich an Kontrast
Vor dem Momentum
Vor dieser Ahnung
Von meinem selbst
Stets vom müden
Halblid verhüllt
Iris ist kein
Mädchen
Iris bin ich
Und
Es scheint sich viel
In ihr zu spiegeln
In diesem nassen
Sommertagsblau
Reich an Kontrast
Vor dem Momentum
Vor dieser Ahnung
Von meinem selbst
Stets vom müden
Halblid verhüllt
Dienstag, 19. Mai 2015
gleichgeschaltet
gleichgeschaltet
Wir queren
Auf schweren
Krücken
Brücken
Der Flüsse:
Ergüsse
Unserer Stirn,
Begradigt.
Bis hier hin.
Gepredigt
Ohne Gehirn.
Wir stehen
Und sehen
Gerade,
Verladen
Gedanken
In Schranken.
Wir queren
Auf schweren
Krücken
Brücken
Der Flüsse:
Ergüsse
Unserer Stirn,
Begradigt.
Bis hier hin.
Gepredigt
Ohne Gehirn.
Wir stehen
Und sehen
Gerade,
Verladen
Gedanken
In Schranken.
Montag, 18. Mai 2015
maschine
maschine
twittowiert rechtfertigungen
empfunden auf geist
ins internet, einst aufregender
apparat
twittowiert rechtfertigungen
empfunden auf geist
ins internet, einst aufregender
apparat
Sonntag, 17. Mai 2015
Herz am Boden
Herz am Boden
Wer es dahingelegt hat
Wollte sicher was sagen
Vielleicht hatten sies satt
Und ließen es frei
Und ließen es einfach so schlagen.
Wer es dahingelegt hat
Wollte sicher was sagen
Vielleicht hatten sies satt
Und ließen es frei
Und ließen es einfach so schlagen.
Samstag, 16. Mai 2015
Ring der Nacht
Ring der Nacht
Rausch lässt ihn stecken
Tänze enthemmt
Nicht mehr verklemmt
Raus aus den Ecken
Willst du sie knechten
Oder mich? Sind
Sie, bin ich blind?
Unsicht verrechten.
Steck ihn doch tiefer
Auf deine Haut
Ja, das erbaut.
Makellos schlief er
Unangeschaut.
Mittags ergraut.
Schmerz ist der Makel
Der miterwacht
Und das Debakel
Erinnerungsfrei belacht.
Rausch lässt ihn stecken
Tänze enthemmt
Nicht mehr verklemmt
Raus aus den Ecken
Willst du sie knechten
Oder mich? Sind
Sie, bin ich blind?
Unsicht verrechten.
Steck ihn doch tiefer
Auf deine Haut
Ja, das erbaut.
Makellos schlief er
Unangeschaut.
Mittags ergraut.
Schmerz ist der Makel
Der miterwacht
Und das Debakel
Erinnerungsfrei belacht.
Freitag, 15. Mai 2015
Mit 17 war ich noch scheiße
Mit 17 war ich noch scheiße
Wer weiß, bin ich.
Alles fließt grad
Ultimativ
Und das End labt
An mir sich.
Was wusste ich
Außer, was plagt?
Ganz primitiv
Und zynisch fragte
Ich mich das.
Und eine schweigende Welt.
Wer weiß, bin ich.
Alles fließt grad
Ultimativ
Und das End labt
An mir sich.
Was wusste ich
Außer, was plagt?
Ganz primitiv
Und zynisch fragte
Ich mich das.
Und eine schweigende Welt.
Donnerstag, 14. Mai 2015
Tür geknallt
Tür geknallt
Ruhe schachmatt
Ich werde Läufer
Raus aus dem Bett
Ohne Handkartenblatt:
Falsches Spiel.
Sexleben, denk ich.
Flüstern verhallt,
Das klingt jetzt spießig.
Und schließlich doch nur
Die Türe geknallt.
Ruhe schachmatt
Ich werde Läufer
Raus aus dem Bett
Ohne Handkartenblatt:
Falsches Spiel.
Sexleben, denk ich.
Flüstern verhallt,
Das klingt jetzt spießig.
Und schließlich doch nur
Die Türe geknallt.
Mittwoch, 13. Mai 2015
Bikinisicht
Bikinisicht
Normal ist das nicht.
Sieh dir das an,
Figur im Bikini
Mit einer Figur wie
Ein Overallmodell.
Kann die doch nicht tragen.
Pack das Schwein ein,
Verdeck ihm die Backen,
Den fettigen Hals da
Will ich hier nicht sehen.
Das muss man mal sagen.
Bauchfrei mit Bauch?
Es sollte sich ändern.
Sie sind bloße Sender,
Problem die Empfänger.
Es zählt nur die Sicht.
Normal ist das nicht.
Sieh dir das an,
Figur im Bikini
Mit einer Figur wie
Ein Overallmodell.
Kann die doch nicht tragen.
Pack das Schwein ein,
Verdeck ihm die Backen,
Den fettigen Hals da
Will ich hier nicht sehen.
Das muss man mal sagen.
Bauchfrei mit Bauch?
Es sollte sich ändern.
Sie sind bloße Sender,
Problem die Empfänger.
Es zählt nur die Sicht.
Dienstag, 12. Mai 2015
Höchstleistung
Höchstleistung
Das ist Spitzensport
Beine tragen wie Reime
Schneller oder/und weit
Und sie schwitzen fort
Wunderschaffende Zeit
Weinend wagen sie Grenzen
Und wir sitzen dort.
Das ist Spitzensport
Beine tragen wie Reime
Schneller oder/und weit
Und sie schwitzen fort
Wunderschaffende Zeit
Weinend wagen sie Grenzen
Und wir sitzen dort.
Montag, 11. Mai 2015
gewitter
gewitter
schreibt faserig
blitzlichtgemälde in nebel:
erleb dein vorüberrauschendes blitzlicht
getwitter
schreibt faserig
blitzlichtgemälde in nebel:
erleb dein vorüberrauschendes blitzlicht
getwitter
Sonntag, 10. Mai 2015
Das Meer als Metapher der Sehnsucht
Das Meer als Metapher der Sehnsucht
Das Meer als Metapher der Sehnsucht
Ist alt,
Trist, kalt
Und mehrmals mit Kraft in die Sandbucht
Geknallt,
Geprallt;
Vom meersalzgestrafften Segeltuch,
Gehisst,
Vermisst
Am schwer als begeistert verflucht-
en Schiff
Im Riff
Am Hafen der Insel, verbucht.
Das Meer als Metapher der Sehnsucht
Ist alt,
Trist, kalt
Und mehrmals mit Kraft in die Sandbucht
Geknallt,
Geprallt;
Vom meersalzgestrafften Segeltuch,
Gehisst,
Vermisst
Am schwer als begeistert verflucht-
en Schiff
Im Riff
Am Hafen der Insel, verbucht.
Samstag, 9. Mai 2015
Unbarmherzig
Unbarmherzig
Wir sind alle Striptease-Tänzer:
Die Welt ist unser Club,
Ist unser Séparée.
Blicke sind den Augen flüchtig,
Sind unsrer Seelen Lohn
Und tun sie noch so weh.
können als Trinkgeld gelten,
dass jemand guckt, ist selten.
Wir sind alle Striptease-Tänzer:
Die Welt ist unser Club,
Ist unser Séparée.
Blicke sind den Augen flüchtig,
Sind unsrer Seelen Lohn
Und tun sie noch so weh.
können als Trinkgeld gelten,
dass jemand guckt, ist selten.
Freitag, 8. Mai 2015
Realität?
Realität?
Wir sehen gemeinsam
Den Baum beim Fallen an.
Dem Sturm Applaus geklatscht,
Verspüren wir Weindrang.
Ich sah ohne Telefon
Was Krieg dem Land brachte.
Da ich kein Bild machte:
Wer glaubt das schon?
Wir sehen gemeinsam
Den Baum beim Fallen an.
Dem Sturm Applaus geklatscht,
Verspüren wir Weindrang.
Ich sah ohne Telefon
Was Krieg dem Land brachte.
Da ich kein Bild machte:
Wer glaubt das schon?
Donnerstag, 7. Mai 2015
Ohne Namen
Ohne Namen
"Witwe" war der gängigste
Name der Frau
Den wir kannten.
Dunkles Kleid, Gespenstige
Aura erlaubt
Uns Gespannten,
Worte ihrer Trauer nach
Unserer Pflicht
Zu verlesen.
Bis sie eines Tages brach:
Sie sei noch nicht
Verheiratet gewesen.
"Witwe" war der gängigste
Name der Frau
Den wir kannten.
Dunkles Kleid, Gespenstige
Aura erlaubt
Uns Gespannten,
Worte ihrer Trauer nach
Unserer Pflicht
Zu verlesen.
Bis sie eines Tages brach:
Sie sei noch nicht
Verheiratet gewesen.
Mittwoch, 6. Mai 2015
Nach diesem Regen
Nach diesem Regen
Nach diesem Regen
Kam kein Sonnenschein
Die grauen Riesen
Lebten ewig fort
Wir Bunten starben
Hungrig irgendwann.
Nach diesem Regen
Kam der Sonnenschein.
Nach diesem Regen
Kam kein Sonnenschein
Die grauen Riesen
Lebten ewig fort
Wir Bunten starben
Hungrig irgendwann.
Nach diesem Regen
Kam der Sonnenschein.
Dienstag, 5. Mai 2015
Blauer Planet
Blauer Planet
Religion ist längst nicht mehr
Das Opium des Volkes.
Alles liebt den Rausch so sehr,
Dass Droge Religion ist.
Religion ist längst nicht mehr
Das Opium des Volkes.
Alles liebt den Rausch so sehr,
Dass Droge Religion ist.
Montag, 4. Mai 2015
Sonntag, 3. Mai 2015
Am Ende des Tages
Am Ende des Tages
Sie ist sein Publikum
und undankbar.
Ihm ist nicht klar,
wie das Falten war.
Sie schnalzt an ihm herum.
Sie macht sich innen krumm
und außen rar,
Als Hilfe da.
Ohne Pomp kein Star,
Erscheint sie doch nur dumm.
Als schließlich der riesige Russe
mit dem Paket, fast versauert,
am Tresen erscheint
und fast weint:
"Das hat aber ganz schön gedauert."
Sie ist sein Publikum
und undankbar.
Ihm ist nicht klar,
wie das Falten war.
Sie schnalzt an ihm herum.
Sie macht sich innen krumm
und außen rar,
Als Hilfe da.
Ohne Pomp kein Star,
Erscheint sie doch nur dumm.
Als schließlich der riesige Russe
mit dem Paket, fast versauert,
am Tresen erscheint
und fast weint:
"Das hat aber ganz schön gedauert."
Samstag, 2. Mai 2015
Freitag, 1. Mai 2015
Erzwungener Genuss
Erzwungener Genuss
Trotz Husten:
hier willst du?
Steck dir eine an.
Nach dem Essen
ists wohl ganz gut.
Ist nicht deine
Marke? Ja Sorry,
ich rauche nicht.
Un-Abhängigkeit
zählte mehr
nicht am Bahnsteig.
Ich brüllte dennoch:
"geh ins gelbe Quadrat,
du rücksichtloser Eber"
und erntete, was
jeder würde.
Wäre ja wohl nicht
so schlimm.
Trotz Husten:
hier willst du?
Steck dir eine an.
Nach dem Essen
ists wohl ganz gut.
Ist nicht deine
Marke? Ja Sorry,
ich rauche nicht.
Un-Abhängigkeit
zählte mehr
nicht am Bahnsteig.
Ich brüllte dennoch:
"geh ins gelbe Quadrat,
du rücksichtloser Eber"
und erntete, was
jeder würde.
Wäre ja wohl nicht
so schlimm.
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