Donnerstag, 18. August 2016

Mittwoch, 17. August 2016

Lu Tze

Lu Tze 

verschmolzen mit jeder bewegung
die borsten und fliesen vermählt.
die ohren vernehmen im rhythmus der arbeit
was keiner der sprecher erwartet.

Dienstag, 16. August 2016

Häuptling der Besatzer

Häuptling der Besatzer

Zum Sprung geduckt
Weilt der Berglöwe
Im grabhaften Bild seiner Büste,
Die von Vorstellung lebt.

Tecumseh ruft
Frieden den Toren
Was kostet die Freiheit des Kapitals
Die von Vorstellung lebt?

Der Hauptmann liegt
Löwe geschossen;
In den Jagdgrund überquere den Weg
Der von Vorstellung bebt.

Montag, 15. August 2016

Sonntag, 14. August 2016

Wie weltlich

Wie weltlich

Ihr gebt uns Kaffee, Öl, Bananen.
Was ihr glaubt, ist uns egal.
Die Comfortzone: lethal.
Ihr könnt es nicht erahnen

Wir wollen eure Waren.
Menschen bleiben bitte da,
Begrenzter Platz. Ist wahr:
Globale Grenzen sind Membranen

Und semipermeabel:
Da kommt nur durch, was kommen soll
Bedenken nicht gewollt.

Sie füllt euch keine Gabel,
Die harte Arbeit, nein?
Bei Gott: kann gar nicht sein!

Samstag, 13. August 2016

Volksfeste

Volksfeste

trinke rum
wie das stört
an der bar
stehen
gehen?
sehen 
kann nicht weg
bin von taumel
bedeckt

Freitag, 12. August 2016

Schwarzweiß irréal

Schwarzweiß irréal

Verraschtes Parfait, eingeschleift
Aus den Fingern fließt Mumm
In die Knochen und stumm
Überhörte Verliebtheit
Wie dumm.

Donnerstag, 11. August 2016

Ist hier frei?

Ist hier frei? 

Kniewippen: Platz!
Schultertippen: "Was?!"
Denk ich, lächle aber
Wie verzaubert

Aufstehen: Hier.
Einvernehmen: "Sie"
Sag ich, "Ans Fenster."
Bin verblieben

Am Gang.
Das hat sich bewehrt.
Und wenn sich doch niemand beschwert…

Mittwoch, 10. August 2016

Laut und Leis

Laut und Leis

Dem Ringe überdrüssig,
Zum Nebenweg gegangen.
Den Hinterhof weit
Verlassener geglaubt; da klangen
Die Ruhen wie verflüssigt.

In Backstein eingedrungen
Sind heiß die Arbeitsklänge
Der Vergangenheit.
Sie übertönen Stadtgedränge
Und sind doch lang verklungen.

Dienstag, 9. August 2016

We are family

We are family

Tate kommt als "schwein" 
an die haustür 
geschmiert
ist ihr blut

Atkins, „Tex" und Krenwinkel lachen
Kasabian fährt ihre flucht

vom haus am Cielo Drive

Montag, 8. August 2016

abdichten

abdichten
volles rohr
tropfen worte kopflos
durch die verstärker der
sinne

Sonntag, 7. August 2016

Moderne Barbarei

Moderne Barbarei

Unrasierte, robuste Gesellen in Schenken
Neben ihnen liegt verteidigungslos ihr Ger
Sitzen, einen schwerwachen Blick zum Stadtverkehr
Auf althölzernen, felllosen Self-Made-Bier-Bänken.

E-Book-Reader, doch keine Bücher mehr zum lesen,
Auf dem Smartdisplay keine festen MP3s,
Sondern streamen Songs, die sie wollen, herbei;
Oder Schallplattenbunkern ist nie ihrs gewesen.

Rhythmisch klingt das moderne Leben, aber langsam
Hält der gemischte Barbar sich zurück.
Allgemeinguter Kunstkonsum ist sein Glück.

Stoisch fast sitzt er, ohne einen Drang am
Besitz. Er hat nichts. Seine Wohnung ist klein.
Kein Platz für belastende Dinge macht frei.

Samstag, 6. August 2016

Fahneneid

Fahneneid

die schritte kleben schwer
am grauen plastikboden

fest

geruch darüber gärt
in beißenden soden

gelöbnisbild gelöst
in alkohol mit lautem

ruf

der fangesang ertöst
wie völkisch er baute

Freitag, 5. August 2016

Vereint

Vereint

Kopierte Körperteile lachen
Bei Nacht, als wir es machen
Und Stunden wachen...
Sehnen wir sonst nichts herbei?

Die Firma dankt. Die Blicke zanken
Am Tag: Beziehungsschwanken.
Kopiertes Danken
Endet bitter. Kein Geschrei.

Im bipolaren Lebensbrei
Sind Leid und Liebe einerlei.

Donnerstag, 4. August 2016

Niemals gegen den Wind

Niemals gegen den Wind

Zwischen den Menschen
Tänzeln am Gleis
Einhalten geht nicht mehr
Leere den Stängel im Wind
Glimmen lässt nach.
Pisse geht ins Gesicht
Unbemerkt, ist ja seins.

Mittwoch, 3. August 2016

Ich bin das Gesetz!

Ich bin das Gesetz!

Du fährst in der Mitte – was soll das?
Die Straße ist ohnehin voll
Genug mit den Autos, für die sie errichtet;
Da muss ich halt eng überholen.

Dienstag, 2. August 2016

Dead Man's Hand

Dead Man's Hand
 
Vier Schwarze in Pik
Ass, Ass Achtundachtzig.

"Heil dem Verbrecher.
Heil unserm Rächer
Der versailler Schande."

Danach Inventur; Auschwitz.

Das Lager ist voll.
von Buntrock
überführt 1408: kein Platz;
getötet 2897: kein Platz;
Nur zigeuner

"Alles Zahlen. Nur Zahlen."
Klingt der Schwarzhubermarsch
in Moll.

"Alles Zahlen. Nur Zahlen."
Für die wissenden Aug
en toll.

"Alles Zahlen. Nur Zahlen."
Die Verbrämten gestimmt
in Dur.

Alles Zahlen. Nur Zahlen.
Und wir schämen uns dafür
stur.

Montag, 1. August 2016

verbohrt

verbohrt
dieselbe vorstellung
behalten, befriedigt, angesetzt
rutscht ohne vorsicht vielleicht
daneben

Sonntag, 31. Juli 2016

wirklich nicht?

wirklich nicht?

An der Bar stehen. Auf die Tanzenden sehen.
Nur gelächelt und mit Gintonic gedacht.
Warum also nicht einfach mitgemacht.
Dann betrunken. Und zurück aufs Zimmer gehen.

Zuhause Sitzen. An die Party denken.
Zerrissenheit schmerzt nach dem dritten Bier kaum.
Ist alleine wohl besser als im Traum. 
Wieder traurig die Lebenszeit verschenken.

Nein gesagt zum Dazugehören-Wollen.
Mein Ding ist es ehrlichgesagt einfach nicht.
Nein, wirklich; gehör ich nicht zu. Das Geheimnis:
Ja gedacht, doch das Selbstbild will schmollen.

Wie leicht sind die Nenner unendlich klein,
Ist entschieden verwechselt mit untätig sein.

Samstag, 30. Juli 2016

Existenzbedrohung

Existenzbedrohung

Im Spiegel seh ich nichts.
In einer Zeit Vampir
Was gibt sie mir? Verzicht.
In einer Welt Vampir
Die allzu viel verspricht.

Kein Blut gibt Existenz
Es nimmt dir jeden Sinn
Was ich noch bin? Gespenst.
Nehmt ihr mir jeden Sinn
Zerstört ihr mich als Mensch.

Freitag, 29. Juli 2016

Dusierung

Dusierung

Zersiebt ist mein Trichter/Filter
Der Freundschaft dosiert.
Der Einschluss dosiert.

zersiebt ist mein filter
der einschluss dosiert
siezieren ist liter
weise zerlaufen

Donnerstag, 28. Juli 2016

Wer wars?

Wer wars?

Am Anfang des Tages war die Nacht.
Wer dies wohl als Erster beschrieben hat?
Wer hat dieses Licht entfacht,
Der gleich nach dem Aufstehn verträumt, anstatt
Nen Kaffee Gedanken macht?

Mittwoch, 27. Juli 2016

Urbane Übersetzungen

Urbane Übersetzungen

geschnitten (ficken ey, Arschloch)
Krüppelbedacht (barrierefrei)
Brautschau (Titten-Schlamperei)
schlampig (was Nutten tun)
schwul (schwuchtelig)
geil (Fräulein, gehts noch?!)
Taschenkoter (Hundescheiße)
am Schuh (am Fuß)

Dienstag, 26. Juli 2016

Geisterschiff

Geisterschiff

Ping
Herzmonitor
Ping
und Radar
Ping
alles klar
Ping
in Andrea?
Pink

Stimmloses Singen
Schreie und Furcht
Stählernes Klingen

Infarkt.

Montag, 25. Juli 2016

Sonntag, 24. Juli 2016

Damals in Polen

Damals in Polen

Routiniertes Hammerklopfen schlängelt
Sich durch eisgesprengte Kopfsteinpflaster
Straßen, welche Kindern, ohne Laster
Barfuß-Spielgrund gibt. Dahinter drängelt

Ein Gefährt von alter Mode, und zum
Dorfplatz bringt es Musikanten, Schlafstatt
Suchend stieben sie davon; nur wartet
Der Trommler auf Nataljas gute Kunde:

Ihre Tante hat ein Bett zur Bleibe.
Abends schenkt ein kleines Fest Idylle
Alltag schwindet hinter dieser Hülle
Aus Kokonmusik; entpuppte Leibe.

Natalja und der Trommler, die modernen Leute,
Tauschten ihre E-Mails und schreiben sich noch heute.

Samstag, 23. Juli 2016

verlehrt

verlehrt
einander zwingen
dasselbe zu singen
erwachsen heißt schweigen zum
konsens

Freitag, 22. Juli 2016

Orange irréal

Orange irréal

Fünf Fenster zur Hölle gießen
Das Orange eines Sterns
Weder nah, weder fern
In das zehnte Geschoss dies
Konzerns.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Identitäter II

Identitäter II

Ich habe meinen Text geschrieben
Quelltext - der ich bin -
Liegt für immer
Auf dem Server
In der Cloud

Ich werde meinen Text geschrieben
Haben - der ich bin

Ich werde meinen Text kopieren
Quelltext - der ich bin

Ich habe meinen Text kopiert, in
Quelltext - der ich bin -
Liegt für immer
Auf dem Server
In der Cloud

Das wird den Quelltext generieren
Auf dem Server - der ich bin

Ihr werdet einen Text kopieren
Aus dem Clouddienst - der ich bin

Ich werde einen Text probieren
Der geklaut ist - der ich bin.

Mittwoch, 20. Juli 2016

nach fern

nach fern

Zu hause. Leere fühlen. Träume.
Noch weiter. Ferner. Kinderräume.
Metapher. Ich. Und Punkt.

Das Hupen. Weckt. Zerfetztes Innern.
Die Stadt und Landschaft. Wer wird Wimmern?
Schweigen. Over. Funkt.

Dazwischen. Hosenbeinmetapher.
Verklemmt. Elter. Alter. Gaffer.
Ein Tape. Rekorder. Und.

Dienstag, 19. Juli 2016

Wie Bud

Wie Bud

Hömma, gleich gibbet
Hinger de Backzäng
Und wie bei Bud Spencer
Fliegst du aus dem Fenster

Montag, 18. Juli 2016

kühlschrankintern

kühlschrankintern
liegt Rum
was gemeine partygäste
zur tötung des eigengeschmacks
internalisierten

Sonntag, 17. Juli 2016

ylliL

ylliL

Wer tanzt in Haarblumen über die Wiese
Zwischen den Lilienblüten
Trinkt aus den Rosenkelchhüten
Ne Sommerregenfanta, sie

Verbindet um Lilienvasenweckbecher
Rotkarrierte Schleifchenzierde
Und next time you point a finger
Might have to bend it back or

Break it off! Unter dem Lilienwappen,
Heraldischem Stilbruch - Keuscheit:
Zurückhaltung, Herzlichkeit
Und ehrlich; sei selbst, das wird klappen

Ist heute ein Beispiel, dann halte.
Zurück liegen neue Pfade und alte.

Samstag, 16. Juli 2016

Um geht der Schlacks

Um geht der Schlacks

Arme, die hyperbelnd
In stille Wasser platschen,
Hängen an ihm dran,
Dem durch Entsuffigerung
Gemachten, personifizierten
Adjektief
Lang
Macht er sich nicht,
Sieht nur so aus
Zwischen den Menschen ein Lachs
Der gegen die Strömung platscht
Wie Neo, der Messias,
Am Ende seiner Matrix.

Freitag, 15. Juli 2016

Stufen

Stufen

Dem Rücken eines Sonnenblumenstiels
Erwächst die Treppe himmelwärts
Und blütenwärts.

Der erste Schritt, ein Sprung ins Höllennass,
Von Regenpeitschen eingeheizt
Und ausgerutscht.

Der Blick zurück die Stufen, wenn du stürzt
Hat alles lange Leben dir
Auf zehn verkürzt

Sie zeigen dir dein Alter, fühlst dich wie
Ein Kind auf Himmelhöhenflug;
Erreichst ihn nie.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Positron 400

Positron 400

Speed-Limit:
übertragener
Zahnräderrausch
Geschoben, Gezogen
Richtiger Sitz je nach Steigung

Und bombenfester Halt
Mit Entscheidung.

Schalt nen Gang runter, du
Held - aber super?
Ersatzteile sind nicht
Muss halten.

Mittwoch, 13. Juli 2016

nach innen

nach innen

Metaphern hängen mir vom Bein
Und lassen frische Luft hinein
Von hinten drückt der Zug.

Geschoben lässt mein Herzchen nach
Vier Haltestellen einen Schlag
Der Heimatflucht betrug.

Ich sehe, wie das Städtchen, mein,
Zu einem Punkt verkümmert. Klein
Sind Splitter schon genug.

Dienstag, 12. Juli 2016

Der Stein kommt ins Rollen

Der Stein kommt ins Rollen

Die Zeit zerdrückt ihn
Bald zum Diamanten
Im Flussbett schleift ihn der Grund

Marquee Club schickt die
Rollsteinelefanten
Mit Schlagzeug zum Erdenrund

Montag, 11. Juli 2016

Sonntag, 10. Juli 2016

Schönreden

Schönreden

Ich fasse, sehe, spreche Dich nicht an
Aus Rücksicht, das ist meine Pflicht
Als vernünftiger Mann und Feminist
Unterwerfe ich mich diesem Bann.

Ich lege auf mich selbst den Schweige-Bann
Das sage ich, ich Feminist
Und ob ich könnte? Versuche es nicht!
Bin ich so, weil ich nicht anders kann?

Ich sehe Dich und denke, das ist scharf
Wie du redest, wie du bist --
Ich lasse dich in Frieden: Feminist!

Ich sehe Dich und denk, dass ich nicht darf.
Ob es wirklich übergriffig ist --
Ich fühle mich verbogen... Feminist!

Samstag, 9. Juli 2016

Traum-Sinn

Traum-Sinn

Im Zassenhaus zermahle ich fein
Kaffeebohnen zu Mehl für Mokka
Kaffeeduft strömt roh herein
In die Nase, den Traum-Raum
Ist es ein Traum oder bilde ich mich hinein?
Vielleicht ist es ein Traum,
Vielleicht schlafe ich kaum
Oder gar nichts in diesem Sinne
Im Zassenhausmahlwerk aus Guss
Schmecken Eisenzähne sich wach
Und ich subtrahiere den Krach
Weil ich einwachen muss
Weil ich aufschlafen muss
Was ich denke

Freitag, 8. Juli 2016

Rosa irreál

Rosa irreál

Betrachte den Sonnenaufgang
Wie romantisch sich Licht
In den Abgasen bricht
Und den rosanen Vorhang
mischt.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Suche in der Stadt

Suche in der Stadt

In unbekannte Gasse biegen -
Wie viel kann eine Kleinstadt haben? -
Erinnerung an die Kasse kriegen
Vom knisternden Bountypapier in der Tasche.

Sein Spontankaufinhalt längst aus dem Mund,
Auf einem Straßeneckplatz stehen geblieben -
Echt wenig Mülleimer, die wir haben? -
Umgesehen und schon einen aufgetrieben.

Mittwoch, 6. Juli 2016

nach außen

nach außen

Die hose, die in fetzen hängt,
Ist pures Assessoire,
Metapher meiner Heimat des ersten lebens
Aufgeschreckt von den äußeren hupen
die meinen augen bildstücke neben

wahrhaftiges äußere stellen
filmabfahrlichen schnellatem her
passing out, wachkrachen. STOP

Dienstag, 5. Juli 2016

Dolly

Dolly

ausgestopft und ausgestellt
in Edinburghs Museum
wie königlich, die Ungeburt
ist erstmals so gesehen.

Montag, 4. Juli 2016

Sonntag, 3. Juli 2016

60l Erinnerung

60l Erinnerung

Vollgestopfte Wohnung, meine Sachen
Stehen unbetastet im Regal;
Machen mich jetzt sentimental,
Bevor sie in die Tonne krachen.

60 Liter mit Gefühlen packen,
Ein Teil ist doch in 'nen Rucksack gerauscht:
Bündel im Schrank, weiter ungebraucht
Sitzt es mir im Nacken.

Brauch die Tasche -> Zeug in Kellerkiste
Ist zwei Jahre später tief verscharrt
Im Hausfundament auf ewig verwahrt
Und nicht so richtig ausgemistet.

Nur aus den Füßen, was die Schultern biegt,
Das Gepäck, das zu schwer für diese Reise wiegt.

Samstag, 2. Juli 2016

Im Winter

Im Winter

Das
Licht spricht
Jahresende.
Es ist kalt.

Flucht ins Ausland.
Herbst in Mallorca
Ist hochdeutscher
Sommer, outgesourcet.

Urlaubsfilm.
Hotelmitarbeiter:
sind sie real?
Oder fastsprachlose NSC
Wie im Spiel vor meiner
Touristenlandkulisse.

Freitag, 1. Juli 2016

Im Geschäftszimmer

Im Geschäftszimmer

Blaulicht vor dem Fenster,
Abgeführt!
Ungerührtes Lächeln,
Der Direktor Frohsinn
Vom Inspektor grinst
Sein ungerührtes Lächeln
Vor 369
Schüleraugenpaaren auf dem Hof.

Er winkt, die Drogen
Schaffen Frohsinn
- Kokain wohl -
Wissen die Älteren.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Neigungen

Neigungen

Wächter der Geselligkeit
Kommt ihr zu mir?
Komm ich zu euch?
Wer reicht hier wem die Flaschen?

Wächter der Geselligkeit
Kommst du zu uns?
Warst du schon da?
Wem spielt das in die Taschen?

Wache der Geselligkeit
Trittst du hinein?
Bist du allein?
Wen wird das überraschen?

Mittwoch, 29. Juni 2016

nach früher

nach früher

fetzenbein nur hosenwirbeln
zugwindschläger bahnsteig
fahrtköpfen
darin geweckt so laute
HUP
nahzuzunah standen
stahnbeigunginnerer

Dienstag, 28. Juni 2016

LZ-Notstand

LZ-Notstand

Sie walzten über Teutoburg
Und ahnten keinen Sturm.
Das Luftschiff trieb so weiter,
Da war bei ihrer Crew
Die Kacke längst am Dampfen.

Die "Notstand" (LZ7) kracht
In ihres Amtes kraft
Versteuert in den Limberg.
Von wos die Runde macht,
Denn Bürger wollen tanzen.

Montag, 27. Juni 2016

verdorbenes

verdorbenes
äuglein blüht
licht schön einst
lässt die lider todhaft
hängen

Sonntag, 26. Juni 2016

Regelmäßig

Regelmaßig

Was in Vergangenheit geschehte
Findet einen Filter durchs Gehirn:
Sinne und Erinnerung, verzwirnt
Im greisen Kopf, entstehte

Was nie ein Junger schreibte.
(Junge, die es schreiben, sind verpennt.)
Lasst die Neuen weiter wandeln, denn
In Sprache bleibt nichts, wie es bleibte.

Was gehts dich an, wenn ich nicht sprechte
Wie erwarten, wenn du mich verstehst?
Du verurteilst, weil du nicht drauf stehst,
Als wenn ich was verbrechte.

Und einfach wär das Lernen dieser Sprache ungemein.
Doch kein Fremder soll das, klar. Sie iste nicht mehr rein.

Samstag, 25. Juni 2016

Accumolatio

Accumolatio

Inspiration und Arbeit:
Augenblick in der Welt
Dauert, bis es gefällt.

Was ist es mehr als eine Sammlung
Von Ideen und Assoziationen
Von Recherchegütern?

Funke und Schürung:
Anlasser, wie man ihn kennt
Bedingungen schaffen, es brennt.

Was ist es mehr als eine Auswahl
Von Form, Struktur und Wörtern
Die bereits sind?

Freitag, 24. Juni 2016

Der Pfau und das Mädchen

Der Pfau und das Mädchen

Hinter schäbiger
Fressbudbestuhlung
Prangen ihre Sonnenwangen
Alarmiert den Vogel an
Der kindsgroß näher kommt
Ihr Gesicht vielleicht zu picken
Ist aber Deko
Vom Hinterausgang

Donnerstag, 23. Juni 2016

Verhangen

Verhangen

Tiefmorgen hinter dem GlasHorizont:
Wind-Schutz-Scheiben-Bleibe;
Drohrot bestrahlt ist die GrauWolkenfront
Kindlich-sonnig-weise.

Halthaltung in meinem GlasstahlKokon;
Kreuzungs-Leere weitet
Rotlichtbezeichnet den BleifußBeton;
Läuter-Schwere-Scheitern.

Sonnensymptome, ich sehe bald Grün
Morgen-Start-geHimmel
Ampel schlägt um und ein Wolkenriss: ziehn
Sorgenfrei die Stimme.

Mittwoch, 22. Juni 2016

im Handumdrehen

im Handumdrehen

stehen
menschen wünschen
gegenüber löse das
problem im handumdrehen mit
gewalt

Dienstag, 21. Juni 2016

Blutwoche

Blutwoche

Hört ihr die Schreie im Elsengrund?
Im Demuth und Seidler und Uhlenhorst
Legen sie sie auf die Tische
Entgräten sie wie frische Fische
Nicht körperlich nur, auch die Seelen
Verzehren sie.

Hört ihr die Schreie im Elsengrund noch?
Aus Schlettau und Lingen, jetzt Düsseldorf
Schreien sie weiter bis heute
Versehrt durch die gierige Meute
Nicht körperlich, unsere Seelen
Verzehren sie.

Hört ihr die Schreie im Elsengrund schon?
Noch werden sie dafür geahndet. Noch
Gibt es Minister nicht wieder
Die Gnadenerweise verteilen
Nicht Körper, nein, aber die Seelen
Verzehren sie.

Montag, 20. Juni 2016

flash

flash
schneller blitz
überzückt alle muskeln
augen, sinne, kehle, glück
gelächter

Sonntag, 19. Juni 2016

Ansprechend

Ansprechend

Die Feiertagsstimmung lässt leer
Nachmittags-Stadtstraßen einsam erscheinen.
Weibchen auf 12 Uhr verbiegt sich in meinen
Kontaktweg, aus "Ich" wird ein "Wir".

Wir schreiten uns näher - ich weiß
Ansprechend ist sie - doch kann ich was wagen?
Soll ich was sagen? Verantwortung tragen?
Die Wortsuche macht mich ganz heiß.

Das "Wir" ist Fiktion. Und verlernt
Bleiben mir Blicke, beschämt und zur Seite
Lächeln - Versuch es! - Das wird nix mehr heute.

Ihr Blick geht wie Stahl streng nach fern.
Ansprechend, doch, sie behält noch ihr Schweigen,
Such ich kein Wort, denn nur so muss es bleiben.

Samstag, 18. Juni 2016

Invers

Invers

Gips-Lene
Ihr Blick aus Spiegeln erregt und
Von Hirnspiegeln spricht sie
Verliebt wie von Darm-
Schwitzt unterm Arm-
Panzer

Freitag, 17. Juni 2016

Wo ist es?

Wo ist es?

Was akkumuliert mein Denkapparat?
Kellner, Rezeptionskräfte, Managerin
Urlaub mit Kindern, die spielen dahin
Wind-, Sand-, Meerrauschen, Strand
Spanische Schrift, Deutsche Münder
(Ist das Essen hier gesünder?)
Hellbeige Häuser sind unrenoviert
Straßen sind Wege, unbeschmiert
Und das typische Kreischen der
Wasservögel. Warm riecht es, oder?
Frisch, trotz der Hitze zu Abend
Gegessen wird geduscht im Hemd
Und langheller Hose; wie fremd
Aber eigentlich angenehm erhaben,
Nichts als mein Lächeln zu spüren.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Genussalltag

Genussalltag

Morgenduft ist kaffee, Körperfrühling
Eilt durch das Jahr nach der Nacht
Nach mittags ist Regenzeit, Tränenzeit
Weinzeit, Bierzeit, Brotzeit, Wurstzeit
Prost Mahlzeit zum Alltagsbisschen,
Für das einmal hart gearbeitet wurde! -
Fett, wach und trunken bin ich
Aber unbemerkt schmilzt die Schoki im Mund
- aus Deutschland, ist schließlich Milka.

Ein 'Rettchen steck ich immer noch an vor dem Schlafen.
Das brauch ich, sonst würde ichs lassen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Hinter mir! (2)

Hinter mir! (2)

Zerfranste Fasern sind mein Borstenhaar.
Verblichen. Ungeformt zur Nichtfrisur.

Auf links gedreht. Kein Partner mehr. Allein.
Die Waschmachine, Kriegsgebiet in klein.

Wie unbewacht ich auf dem Boden lag,
Gefunden und enthoben einem Grab.

Ich schlag das Söckchen um und ihr Gesicht
Verspricht Vergangenes für mich

Erinnernd schwelgen, Wehmut aber Schmerz...
Ich werf dich Alte Socke himmelwärts

Zur Schulter weg und weiter hinter mir
Da landest du versteckt (doch nie vergessen...).

Dienstag, 14. Juni 2016

Zurück zur Zauderei

Zurück zur Zauderei

Kater ist entscheidungsfrei
er Raum des bloßen seins
Zigarrenmund!
Und Kaiserstuhl!
(Eigentlich heißts anders..)

Quark ist ein Gefühl von Toast
obs drinbleibt wird verlost
Der Whiskykopf!
Berauschter Topf!
(Alles frei entschieden..)

Montag, 13. Juni 2016

volksfabrik

volksfabrik
zermatscht gehirn
erzwingt gefühltes guz
in hoher und niederer
leeranstalt

Sonntag, 12. Juni 2016

Terrorvorschlag

Terrorvorschlag

Die Stadt gehört uns allen, wie die Welt
Wir sprühen das an jede Mauer
Ne Frage, macht noch keinen schlauer:
"Wer soll bestimmen dürfen, was gefällt?"

Gedanken werden einfach weggestellt
Wenn sie erprobte Seelen schauern
Gesellschaftswandel kann dann dauern
Weil jeder sich wie jeder sich verhält.

Wie Barbara klebt Zettel - welcher fällt
Vom Schild in deinen Kopf, genauer:
Erweckt den Zweifel und die Trauer
An denen das "Wies Immer War" zerschellt?

Die Mägen müssen ängstlich-sauer
Bekämpfen, wie sich nichts zusammenbraut.

Samstag, 11. Juni 2016

Bessere? Zeiten

Bessere? Zeiten

wie das blut plötzlich rauscht
als wäre ein staudamm gebrochen
und hätte mich hörbar gemacht
so klang diese
band wie Muff Potter
die facebook mir vorgesagt hat
als wär da mein leben gespeichert
wie alle erinnerung auch

wie die Aufregung schleicht
sich meer als geräusch durch mein fenster
und die sonne guckt abends noch
über die klippen
warm ist es trotzdem
im herzrauschhotel leben auch
die schneider am fenster und reichen
gedanken nach retrospektiv

Freitag, 10. Juni 2016

Die Frage des Papiers

Die Frage des Papiers

egal wie du es nimmst
gefaltet oder zum ballen
geformt: nur du bestimmst

genormt? das wäre harsch
es muss dir letzlich gefallen
und ist nur für den arsch

Donnerstag, 9. Juni 2016

Der Unterschied

Der Unterschied

Tausend Augenblicke
In einem Telefon
Tausend Augenblicke
Durchs Objektiv gesehen

Wer hat hier schon gestanden
Und den Ort konserviert?
Als Erinnerung nicht,
Nur ein Foto.

Tausend Augenblicke
Für ein gemaltes Bild
Tausend Augenblicke
Halt noch ein bisschen still

Im Gemälde
Hängt Betrachtung fest,
Sind die Schwingungen drin
Die Kunst und Künstler binden.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Hinter mir!

Hinter mir!

Ich hörte meinen Namen! Hinter mir!
Die Art zu rufen klang bekannt. Ich stieß
Mit frohen Blicken in die Menge vor
Und ließ dem Wissen langsam seinen Sieg
Ich hörte einen Namen hinter mir.

Dienstag, 7. Juni 2016

Geburt

Geburt

Mein Schritt zum freien Wesen
Über den Rand einer Klippe
Lässt meinen Abgrund sehen.

Wann wird der Boden kommen?
Sehend versteh- oder greibar
Ist Nichts ja nicht so einfach.

Ich glaube, zu vergessen
Dass dieser Fall einmal endet
Ist leichter als ich denkt.

Montag, 6. Juni 2016

Sonntag, 5. Juni 2016

Gedankenfilm

Gedankenfilm

Das gefährliche Sommerfroh siedet.
Mein Gemüt wird beim Einstieg verpufft
Von der atemlosschwülen Zugwaggonluft
Und von Blicken, die gar nichts erwidern.

Auf dem halbfesten Bahnsteig, da krümmen
Sich zerschlissene Sohlen und unentspannt
Unverfälschte Gedanken, wie interessant.
Kann ein echtes Gefühl mich verstimmen.

Weiße Leinwand im Hörsaal zeigt schwärzer
Auch den Herweg, den Ablehnung prägt,
Den ich rannte, wie immer nicht spät,

Um - ruhig Blut! - meinen Wahrnehmungszerrer
In gestaltete Bahnen zu lenken
Und verbessert von mir zu denken.

Samstag, 4. Juni 2016

Stärke zeigen

Stärke zeigen

Ich will nicht!

Wieso muss ich stark sein als Mann?
Wieso soll ich Mut lernen, wann?
Wieso hab ich Scham, eben dann
Wenn ich sie nicht beschützen kann?
Wenn ich nicht für sie prügeln mag?
Wenn ich im Männlich-Sein versag?

Dafür will ich kämpfen!
Dafür will ich stark sein!

Freitag, 3. Juni 2016

Überspült im oberen Jura

Überspült im oberen Jura

Wie Apatosaurus vom Styxfluss trank
Apathisch, das war seine Art,
Da trat das Wasser über die Ufer
Und das große Tier verschwand.

Überspült, versteinert, und es versank
Millionen von Jahre im Grab.
Sein Knochen liegt, gefunden durch Zufall
Auf dem Flussbett unter Sand.

Im Museum legen Kinder die Hand
Auf Schenkelgestein und bei Nacht
Versucht man zu rekonstru-kreieren
Wie Apato so apathisch stand.

Donnerstag, 2. Juni 2016

wie lange

wie lange

ich kann raten
mein alter
in tagen
rückgerechnet
minus die
zeit zum
bewusstsein

stehe ich auf

aber habe
ich mich denn
erhoben
oder liege
ich weiter
mit herzschlag
bewusstlos

stehe ich auf

Mittwoch, 1. Juni 2016

biblicher Wandel

biblicher Wandel

Ich habe mich wieder vergessen
gemacht und gesessen, verbrachte
die Tage im Suff wie im Koma
die Nächte und so kam die nächste
Entscheidung: ich höre jetzt auf.

Ich höre jetzt auf
mich leiten zu lassen vom Scheitern
mich löschen zu wollen, zu fassen
was spaßig nicht ist, sondern glasig
die Scham nur verpackt als Geschichte.

Dienstag, 31. Mai 2016

wie Bücher

wie Bücher

Stapel aus geschichtetem Papier
Das schwere Kost der letzten Tage
Die längst verdaut im Magen liegt
Fast undurchlässig eingeschlagen hat
Liegen in der Küche
Wie Bücher aufeinander
Verbreiten Pizzaduft.

Montag, 30. Mai 2016

überfreut

überfreut
zuvor wie
herzlich getäuscht worden
und danach jede hoffnung
bereut

Sonntag, 29. Mai 2016

Tektonik

Tektonik

Ich sehe andere. Werden nicht alt
Weil ihre Boote kentern, sie schwimmen
Im Hintergrund brodeln die Stimmen
Und sie spüren die tektonische Gewalt

Ich sehe andere. Seelischer Halt
Verflog, als der Bus die Nazihorde
Am Ausstieg traf: Wellen der Worte
Und wir spüren die tektonische Gewalt

Ich sehe andere. Habe geschnallt,
Bleibe die Wortbrandung. Über mir schlagen
Die Blicke zusammen, die Hass in sich tragen.

Ich spüre die tektonische Gewalt
Des Urteils über die Fremden, es bleibt,
Vom ewigen Zustrom verteilt, stets verkeilt.

Samstag, 28. Mai 2016

Gespult IV

Gespult IV

Wir eignen den Glauben, passen ihn an
Den Moment einer Neigung, frei nach Fasson
An, wunderbeseelt
Vom Ärger, den wir nicht berichten.

Freitag, 27. Mai 2016

Erschaffen

Erschaffen

Ich kann kein Leben schaffen
Dazu bin ich nicht Gott genug
Wie schmerzhaft, das zu raffen
Bin auch nicht fähig zur Geburt
Lass nur Gedanken klaffen
In dichte Texte eingezurrt
Ich will nicht folgenlos erschlaffen.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Ein schluck

Ein schluck

wie frisches Meeresblau
die Wange windig salzt
und rötet
- meine, deine, unsere -
wie ich aus deinen
Augen trinke
in dem Moment,
wenn sie herüber blitzen
während deines
Strandpromenadentanzes
im frischen Himmelblau

Mittwoch, 25. Mai 2016

schlafen, bei II

schlafen, bei II

Auch dem Dorf gebürt das Feiern
Auf dem Dorf erblüht das Freier
Wo jeder jeden kennt
Wo niemand mich Städter erkennt
Der zu Besuch den Kopf gesenkt
... mit wem hab ich gepennt?!

Dienstag, 24. Mai 2016

Treibstoff

Treibstoff

Und wenn wir dann gestorben sind
Und die Welt auf uns herniederbricht
Dann sind wir nur noch Kohlenstoff
Dann werden wir zu Öl gepresst.

Montag, 23. Mai 2016

Sonntag, 22. Mai 2016

Autobiografische Reflektion

Autobiografische Reflektion

Hinter Glas ist die Welt analytisch verborgen
Als abstrakte Momente. Ins Antiken-Geschäft
Ist die Auswahl gestellt: Kein reales Geflecht,
Das die Augen entknüpfen, und Du machst die Sorgen.

Nur ein Zufall, was durch mich zum Text geworden,
Welche Wortwahl gemacht ist; gehört was dazu?
Überhaupt hat das alles mit mir nichts zu tun,
Denn die Dinge, die sind, habe Ich nur geborgen.

Eine Auswahl getroffen, ihr Ordnung gegeben:
Ihn gefunden, verschlossen und kurz reduziert.
Dieser Text, der real ist und ohne mich bleibt,
War schon da, als ich kam, ihn zu weben.

Überhaupt hat das alles mit mir nichts zu tun.
Biografisches darin ist nur Illusion.

Samstag, 21. Mai 2016

Ausrufezeichen

Ausrufezeichen

Du stößt
den Stuhl
bei dei-
nem Sturm

aus dem Raum.
Wir schrien uns an.
Ein brodelnder Zorn
kocht, kocht, kocht

das stil-
le Herz

und Trä-
nen blei-
ben un-
geweint.

Er kippt.

Freitag, 20. Mai 2016

Knirps

Knirps

Er trägt die kalte Waffe - sie glänzt wie neu am Band
Um seine kräftig straffe und weißgedeutschte Hand.
Da baumelt sie und wartet, dass man sie nimmt und spannt
Wenn bald der Regen startet, ist sie als Schirm bekannt.

Donnerstag, 19. Mai 2016

selbst

selbst
wahrnehmung gebiert
meinen tätigkeitsdrang der
vorstellungen nichts zu tun
raubt

Mittwoch, 18. Mai 2016

Harte Verhandlung II

Harte Verhandlung II

Gib her!
Gib her!
Gib her!
Gib her!
Gib her!
Gib her!
Gib her!

Meins!
Meins!
Meins!
Meins!
Meins!

Polizei!

Dienstag, 17. Mai 2016

Selbstermächtigungsgesetz

Selbstermächtigungsgesetz

Gesetz beschlossen,
mit Zustimmung und verkündet
nach Feststellung.

Erste Kunst: Griff
nach den Sternen
gesetzt

Zweite Kunst: Schmiede
deinen Gegenstand selbst

Dritte Kunst: Hörig sei
nicht deinem Nächsten

Vierte Kunst: Verträge
mit Fremden bedürfen
nur der eigenen Zustimmung

Fünfte Kunst: in Kraft.
Ab Verkündung.

Montag, 16. Mai 2016

Sonntag, 15. Mai 2016

Der Ort der Geschichten

Der Ort der Geschichten

Wo liegt dieser Ort der Geschichten?
Vielleicht leben wir still,
Wo wir früher den Film
Und heute den Sensor belichten.

Wir leben im Bild und verzichten.
Eine Wahrheit gerät
vor die realität.
wir lassen uns einfach verpflichten

Geschichte(n) die echtes berichten,
schlicht aus wort, das bewegt
und aus bildern besteht
schafft ordnungen, die sich (ver-)dichten

Woraus wird Geschichte gewählt?
Alleine dein Kopf schrei(b)t: Erzählt.

Samstag, 14. Mai 2016

Welcome

Welcome

kälte
feuchtigkeit
tropf{-en} tropf{-en} tropf{-en}
stalagmeeting
kalk
stalagtreating
zupf{-en}zupf{-en} zupf{-en}
synthesizer
klänge

Wovon handelte dein Traum?
Es ist okey, ich schreibe vor
Wovon zu träumen ist.

Ach wärst du nur hier
Wer du auch bist.

tropf{-en} tröpf-{el} tropf{-0}
zupf{-en} züpf{-el} zupf{-0}

Freitag, 13. Mai 2016

ewiger Junge

ewiger Junge

Warum fühl ich mich nicht wie ein Mann?
Das hängt wahrscheinlich damit zusammen
Dass man nicht (mehr) erwachsen werden
will oder kann.

Aber fühl ich mich noch wie ein Kind?
Leider nicht: das Gewissen verbindet
Dass wir nicht (mehr) nur heute
leben und sind.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Mittwoch, 11. Mai 2016

was für ein Umgang II

was für ein Umgang II

Ihr schießt - wir haben Befehle befolgt,
Die Grenze war zu und Freiheit vertagt,
Verbrecher machen die Sieger, das sagt
Die Geschichte: Ihr wurdet, wir waren das Volk.
Ihr schießt - wir konnten nicht anders!
Doch.