Partnervermittlung
Wir geben die
Happy-End-Garantie
Vor dem Altar
Flüstern alle ihr Ja
Tränenverziert.
Die Ehe ist gut arrangiert.
Seit 2014 veröffentliche ich auf tagesgedichte täglich ein Gedicht, das ich selbst verfasst habe.
Freitag, 8. Januar 2016
Donnerstag, 7. Januar 2016
Anti
Anti
Nur Wasser, danke
Dein Gesicht
Dein Verzicht
Meine Schranke
Magst du mein
Zeug etwa nicht?
Kein Problem. Echt jetzt.
Bin gar nicht verletzt.
"Nur Wasser, danke"
Du siehst wie ich zanke
Und lächelst mild
Darüber.
Was könnte ich geben
Milch, Kaffee, Wurstbrot, Tee
Aber nee.
Du willst, was du willst.
Und nicht, das
Was ich geben könnte.
Nur Wasser, danke
Dein Gesicht
Dein Verzicht
Meine Schranke
Magst du mein
Zeug etwa nicht?
Kein Problem. Echt jetzt.
Bin gar nicht verletzt.
"Nur Wasser, danke"
Du siehst wie ich zanke
Und lächelst mild
Darüber.
Was könnte ich geben
Milch, Kaffee, Wurstbrot, Tee
Aber nee.
Du willst, was du willst.
Und nicht, das
Was ich geben könnte.
Mittwoch, 6. Januar 2016
Was mir egal ist.
Was mir egal ist.
Gott,
der neue Star Wars
und James Bond
Biofleisch und -ismen,
"das ist nicht gesund"
Ich mache was ich will;
fickt euch endlich weg
was ihr hier kommentiert,
schert mich einen Dreck
Politiker sind auch egal
und alle, die sie wählen
Lasst sie nur erzählen
ich les nicht euren
Schrott
Warum ich das auf
Facebook mit( euch )teile?
Weil es mir egal ist!
Das braucht halt eine Weile.
Gott,
der neue Star Wars
und James Bond
Biofleisch und -ismen,
"das ist nicht gesund"
Ich mache was ich will;
fickt euch endlich weg
was ihr hier kommentiert,
schert mich einen Dreck
Politiker sind auch egal
und alle, die sie wählen
Lasst sie nur erzählen
ich les nicht euren
Schrott
Warum ich das auf
Facebook mit( euch )teile?
Weil es mir egal ist!
Das braucht halt eine Weile.
Dienstag, 5. Januar 2016
Verspätot
Verspätot
Der Notarzt kam
Bis an die Strecke
Die Notbremse
Ließ mich erschrecken
Ein Notfall: mein
Zeitplan zerschossen
Mein Ausfall in
Ärger gegossen
Die Nachricht: das
Hirnaneurysma
Hat letztlich den
Fahrgast verschlissen
Ich hämmere
Wütend ins Handygerät
Tot ist er -
Ich bin zu spät
Der Notarzt kam
Bis an die Strecke
Die Notbremse
Ließ mich erschrecken
Ein Notfall: mein
Zeitplan zerschossen
Mein Ausfall in
Ärger gegossen
Die Nachricht: das
Hirnaneurysma
Hat letztlich den
Fahrgast verschlissen
Ich hämmere
Wütend ins Handygerät
Tot ist er -
Ich bin zu spät
Montag, 4. Januar 2016
Sonntag, 3. Januar 2016
Verliebt
Verliebt
Ich liege zerschlagen im Bett meiner Bilder.
Zerschlagen von ihr, die mich band.
Ich höre Musik, ich wälze wie krank
Im unruhigen Körper den Geist noch viel wilder.
Ich schwebe ein Meta vom Bett meiner Bilder
Und gucke dich an, wie du krank
Verliebtheit erlebst. Dein Junge liegt blank.
Der Teenager stirbt jetzt - ich weiß, es wird milder.
Ich weine; im Spieglein; im Fernsehn die Bilder
Abstrakt und konkret sind das Band,
Das zwischen uns beiden entstand.
Ich lache im Spiegel, ich kenne die Bilder
Aus Filmen. Ich spielte ein Band
Bis liegen und schweben verschwand.
Ich liege zerschlagen im Bett meiner Bilder.
Zerschlagen von ihr, die mich band.
Ich höre Musik, ich wälze wie krank
Im unruhigen Körper den Geist noch viel wilder.
Ich schwebe ein Meta vom Bett meiner Bilder
Und gucke dich an, wie du krank
Verliebtheit erlebst. Dein Junge liegt blank.
Der Teenager stirbt jetzt - ich weiß, es wird milder.
Ich weine; im Spieglein; im Fernsehn die Bilder
Abstrakt und konkret sind das Band,
Das zwischen uns beiden entstand.
Ich lache im Spiegel, ich kenne die Bilder
Aus Filmen. Ich spielte ein Band
Bis liegen und schweben verschwand.
Samstag, 2. Januar 2016
zerbrechen wir dran
zerbrechen wir dran
Wir lassen gewähren
Und denken mit Gemach
Ihr wisst es nicht besser
Der Klügere gibt nach.
Wer wird uns ernähren
Die Stifte liegen brach
Wir schweigen noch lauter
Der Klügere zerbrach
Wir lassen gewähren
Und denken mit Gemach
Ihr wisst es nicht besser
Der Klügere gibt nach.
Wer wird uns ernähren
Die Stifte liegen brach
Wir schweigen noch lauter
Der Klügere zerbrach
Freitag, 1. Januar 2016
Erst 2
Erst 2
Auch in Münster beginnt mein Jahr
Wie überall
Mit Lichtern im Mondschein,
Die die vielen Zenite bebildern:
Vergangene und kommende.
Ihr Grundlevel steigt
Nach jedem Knall.
Der Weg zum Himmel wird kürzer.
Auch in Münster beginnt mein Jahr
Wie überall
Mit Lichtern im Mondschein,
Die die vielen Zenite bebildern:
Vergangene und kommende.
Ihr Grundlevel steigt
Nach jedem Knall.
Der Weg zum Himmel wird kürzer.
Donnerstag, 31. Dezember 2015
365 2
365 2
Erst aufgegangen
die Treppe war steil
ungesehen weil
wolkenverhangen
der Himmel mich
verstecke.
Diesem Tag aber
folgt keine Nacht mehr.
ihr Verse seid Fest-
halte(be)griffe und
bleiben, blieb, geblieben:
zur Regel..
Jährt sich jetzt nochmal
wer hätte gedacht
dass morgen die Drei
des Dichters Geschrei
so langsam, so langsam, so langsam
ebnet und bahnt.
Erst aufgegangen
die Treppe war steil
ungesehen weil
wolkenverhangen
der Himmel mich
verstecke.
Diesem Tag aber
folgt keine Nacht mehr.
ihr Verse seid Fest-
halte(be)griffe und
bleiben, blieb, geblieben:
zur Regel..
Jährt sich jetzt nochmal
wer hätte gedacht
dass morgen die Drei
des Dichters Geschrei
so langsam, so langsam, so langsam
ebnet und bahnt.
Mittwoch, 30. Dezember 2015
Budgebedingt
Budgebedingt
Die Wohnung ist eure Kapelle
Dort richtet ihr Schreine mit Kram
Aus Tempeln des Wohlstandes ein
Wie eigen sind unsre Gebete
Wenn alle dasselbe anbeten?
Kniet nieder im Tempel des Wohlstands
Und wählt eurer Zeug nach Gehalt
ER vergibt sie dieser Gestalt
Konsum heißt der gütige Vater;
Er ist unser Klassen-Berater.
Die Wohnung ist eure Kapelle
Dort richtet ihr Schreine mit Kram
Aus Tempeln des Wohlstandes ein
Wie eigen sind unsre Gebete
Wenn alle dasselbe anbeten?
Kniet nieder im Tempel des Wohlstands
Und wählt eurer Zeug nach Gehalt
ER vergibt sie dieser Gestalt
Konsum heißt der gütige Vater;
Er ist unser Klassen-Berater.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Sitcom
Sitcom
Das Flachbild zeigt Eine schrecklich nette Familie gestochen
Zwei halbjungen Menschen auf ihren Sofaplätzen - zeitgefärbt
Die auf Handys tippen - er Samsung und sie HTC
Und hören, vielleicht, Reaktionen sind keine begehrt,
Von Werbung ist das Programm ununterbrochen.
Das Flachbild zeigt Eine schrecklich nette Familie gestochen
Zwei halbjungen Menschen auf ihren Sofaplätzen - zeitgefärbt
Die auf Handys tippen - er Samsung und sie HTC
Und hören, vielleicht, Reaktionen sind keine begehrt,
Von Werbung ist das Programm ununterbrochen.
Montag, 28. Dezember 2015
Sonntag, 27. Dezember 2015
Verbraucht
Verbraucht
Kunde auf Brücke, die Glastüren gleiten
Zur Seite, als Du das Kaufhaus betrittst.
Die Duftleitsysteme nehmen Dich mit.
Glaubst Du, Du kannst das alleine bestreiten?
Glaubst Du, Du konntest alleine entscheiden,
Was Dich zu verbrauchen hat?
Egal. Du bist immernoch satt.
Und Wollen war niemals Dein Leiden.
Hunger verkennst Du; Dein Hirnrindenringen
Erlaubt Dir entschieden, am Ladenausgang
Konsum. Und keiner will das als Zwang
Oder ihn an das Verb rauchen binden,
Weil Deine Welt aus den Fugen gerät,
Wird der geplante Bedarf obsolet.
Kunde auf Brücke, die Glastüren gleiten
Zur Seite, als Du das Kaufhaus betrittst.
Die Duftleitsysteme nehmen Dich mit.
Glaubst Du, Du kannst das alleine bestreiten?
Glaubst Du, Du konntest alleine entscheiden,
Was Dich zu verbrauchen hat?
Egal. Du bist immernoch satt.
Und Wollen war niemals Dein Leiden.
Hunger verkennst Du; Dein Hirnrindenringen
Erlaubt Dir entschieden, am Ladenausgang
Konsum. Und keiner will das als Zwang
Oder ihn an das Verb rauchen binden,
Weil Deine Welt aus den Fugen gerät,
Wird der geplante Bedarf obsolet.
Samstag, 26. Dezember 2015
Gespult III
Gespult III
Wir holen die Neuen und Jungen her
Wenn Strom genug da ist, sie zu erziehn
Und magnetisiert
Seine Arbeit ein jeder verrichtet.
Wir holen die Neuen und Jungen her
Wenn Strom genug da ist, sie zu erziehn
Und magnetisiert
Seine Arbeit ein jeder verrichtet.
Freitag, 25. Dezember 2015
2 Labellos
2 Labellos
Schmiers dir auf die Lippen
Hipster, Nachtmensch, Kippen
Kaffee-nicht-nein-Matcha
Mate - Club nur! - Tschacka!
Schmiers dir auf die Lippen
Hipster, Nachtmensch, Kippen
Kaffee-nicht-nein-Matcha
Mate - Club nur! - Tschacka!
Donnerstag, 24. Dezember 2015
Überlegung
Überlegung
Festlich liegt die Stadt geschmückt
Dieser Tage.
Wäre ich total verrückt
Ist die Frage
Wenn ich - mal mein Herz gezückt! -
Diese Lage
Festlich in die App gedrückt
Zu haben?
Festlich liegt die Stadt geschmückt
Dieser Tage.
Wäre ich total verrückt
Ist die Frage
Wenn ich - mal mein Herz gezückt! -
Diese Lage
Festlich in die App gedrückt
Zu haben?
Mittwoch, 23. Dezember 2015
Wir schreiben
Wir schreiben
Wir schreiben auf
Wir schreiben ab
Wir schreiben ab
Wir schreiben zu
Wir schreiben an
Wir schreiben aus
Wir schreiben zu
Wir schreiben auf
Wir schreiben auf
Wir schreiben ab
Wir schreiben ab
Wir schreiben zu
Wir schreiben an
Wir schreiben aus
Wir schreiben zu
Wir schreiben auf
Dienstag, 22. Dezember 2015
Elsterfeld
Elsterfeld
Einst an einem Morgen, strahlendblau
Zeigten meine Fenster
Sicher zwanzig Elstern
Auf dem Dach vom Nachbarhaus.
Sehen sie mich an?
Tanzen, krächzen, was ist ihr Begehr?
Wachsen diese Tiere,
Wachsam auf dem Giebel,
Nur durch diesen Blickverkehr?
Ziehen sie mich an?
Nur von diesem Blickverzehr
Werde ich gebogen,
Zum Fenster gezogen,
Am Boden verkehrt.
Einst an einem Morgen, strahlendblau
Zeigten meine Fenster
Sicher zwanzig Elstern
Auf dem Dach vom Nachbarhaus.
Sehen sie mich an?
Tanzen, krächzen, was ist ihr Begehr?
Wachsen diese Tiere,
Wachsam auf dem Giebel,
Nur durch diesen Blickverkehr?
Ziehen sie mich an?
Nur von diesem Blickverzehr
Werde ich gebogen,
Zum Fenster gezogen,
Am Boden verkehrt.
Montag, 21. Dezember 2015
Sonntag, 20. Dezember 2015
Der große Ausbruch
Der große Ausbruch
Vergiss, was sie dir sagten.
Sie haben nicht direkt
Gesagt, dass in dir steckt
Was alle vorher plagt(e).
Sie übersehn die Gitter
Die alles für sie sind.
Und wirst du, als ihr Kind,
Wie sie dahinter zittern:
Ein Hund, der Regen wittert,
Trainiert darauf, das Land
Gewaschen und bekannt
Und mehr nicht zu vertwittern.
Du siehst die Wiesen hinter Glas.
Kannst du hinaus? Das wär doch was.
Vergiss, was sie dir sagten.
Sie haben nicht direkt
Gesagt, dass in dir steckt
Was alle vorher plagt(e).
Sie übersehn die Gitter
Die alles für sie sind.
Und wirst du, als ihr Kind,
Wie sie dahinter zittern:
Ein Hund, der Regen wittert,
Trainiert darauf, das Land
Gewaschen und bekannt
Und mehr nicht zu vertwittern.
Du siehst die Wiesen hinter Glas.
Kannst du hinaus? Das wär doch was.
Samstag, 19. Dezember 2015
wahllose Wahl
wahllose Wahl
Kreuz gemacht, gekreuzigt
Fühlst du wieder nichts.
Denkst ans Steine schmeißen,
Ist das funktional?
Fühlst du dich alleine?
Sieh genauer hin.
Finde deine Partner.
Schaff dir einen Thron.
Wenn man keine Wahl hat,
Wählt man Rebellion.
Kreuz gemacht, gekreuzigt
Fühlst du wieder nichts.
Denkst ans Steine schmeißen,
Ist das funktional?
Fühlst du dich alleine?
Sieh genauer hin.
Finde deine Partner.
Schaff dir einen Thron.
Wenn man keine Wahl hat,
Wählt man Rebellion.
Freitag, 18. Dezember 2015
Englische Schüsse
Englische Schüsse
Kriegstaumel
Die Schüsse verhallen
Doch kurz,
Dann regnet es weiter
Bunkergeschichten
Gedrängt sind wir, dicht
Der Wirt
Befüllt erneut alte
Shotgläser
Zum Feiern bereit
Und frei!
Der Lebenssaft fließe
Kriegstaumel
Die Schüsse verhallen
Doch kurz,
Dann regnet es weiter
Bunkergeschichten
Gedrängt sind wir, dicht
Der Wirt
Befüllt erneut alte
Shotgläser
Zum Feiern bereit
Und frei!
Der Lebenssaft fließe
Donnerstag, 17. Dezember 2015
definiert/determiniert
definiert/determiniert
freundschaft - du schaukelndes boot
oh, maritime metapher - du alte
wir sitzen so eng beieinander
berühren uns über der lehne am arm
so warm, so ungewohnt warm
läuft der film noch - ?
ist das ein date jetzt? spazieren am schloss
ich plante kein date, doch die kälte macht nah
wie klar, wie unklar ich sah
als wir küssen
so schnell kannst du kippen - oh
freundschaft - du schaukelndes boot
freundschaft - du schaukelndes boot
oh, maritime metapher - du alte
wir sitzen so eng beieinander
berühren uns über der lehne am arm
so warm, so ungewohnt warm
läuft der film noch - ?
ist das ein date jetzt? spazieren am schloss
ich plante kein date, doch die kälte macht nah
wie klar, wie unklar ich sah
als wir küssen
so schnell kannst du kippen - oh
freundschaft - du schaukelndes boot
Mittwoch, 16. Dezember 2015
freedom
freedom
bergan
lass die kugel rollen
wieder zuhause
nacht ist vorbei
lange geschlafen
herzen noch frei
gelüftet vom gehen
zerklüftete wehen
schlagen wie high
was es zum mittag gibt?
frühstück
bergan
lass die kugel rollen
wieder zuhause
nacht ist vorbei
lange geschlafen
herzen noch frei
gelüftet vom gehen
zerklüftete wehen
schlagen wie high
was es zum mittag gibt?
frühstück
Dienstag, 15. Dezember 2015
Anti-Stupidity-Gun
Anti-Stupidity-Gun
Durch die Welt gerannt.
Ihr die Dummheit ausgebrannt.
Keiner ist mehr blöd.
Jeder wird plötzlich gehört.
Jeder ist berechnend.
Jeder muss blechen.
Durch die Welt gerannt.
Ihr die Dummheit ausgebrannt.
Keiner ist mehr blöd.
Jeder wird plötzlich gehört.
Jeder ist berechnend.
Jeder muss blechen.
Montag, 14. Dezember 2015
Sonntag, 13. Dezember 2015
Metamenschlich
Metamenschlich
Ich war am Schloss mit ihr richtig zu zweit
So lächelnd dann, wenn ich sie ansah
Und wenn es nur in Gedanken war.
Sie beendete das von einer Nichtigkeit.
Ich dachte, bedachte sie weiter und fing
Mich voll ein in gefühlte Gedanken
An sie, die mich innerlich tranken.
Und wusste: das ist doch ein Ding.
Ich bin so verknallt, wie verknallt kann ich sein?
Wie ein Teenie der ersten Stunde leidend,
Beurteile ich strenger Ihr Schweigen.
Sie fühlt sich doch sicherlich ebenso trüb und allein.
Sie zu treffen verkratzt meinen inneren Abguss.
So mache ich hiermit den Abschluss.
Ich war am Schloss mit ihr richtig zu zweit
So lächelnd dann, wenn ich sie ansah
Und wenn es nur in Gedanken war.
Sie beendete das von einer Nichtigkeit.
Ich dachte, bedachte sie weiter und fing
Mich voll ein in gefühlte Gedanken
An sie, die mich innerlich tranken.
Und wusste: das ist doch ein Ding.
Ich bin so verknallt, wie verknallt kann ich sein?
Wie ein Teenie der ersten Stunde leidend,
Beurteile ich strenger Ihr Schweigen.
Sie fühlt sich doch sicherlich ebenso trüb und allein.
Sie zu treffen verkratzt meinen inneren Abguss.
So mache ich hiermit den Abschluss.
Samstag, 12. Dezember 2015
Unabgesprochen
Unabgesprochen
Sie trafen sich
Und waren sich gleich gleich.
Dann wurden sie
Zum wir und sagten nie
Was heißt das wir
Für dich? Bestimm es mir.
Sie zogen aus
Den Wünschen in ihr Haus
Und dachten sich:
Unähnlich sind wir nicht.
Wie muss es sein?
Wir krümmen uns hinein.
Sie trafen sich
Und waren sich gleich gleich.
Dann wurden sie
Zum wir und sagten nie
Was heißt das wir
Für dich? Bestimm es mir.
Sie zogen aus
Den Wünschen in ihr Haus
Und dachten sich:
Unähnlich sind wir nicht.
Wie muss es sein?
Wir krümmen uns hinein.
Freitag, 11. Dezember 2015
Kinderspiel
Kinderspiel
Fremdgesteuert unter Lachen
Von den Rufen, Augen zu
Gebunden
Tapp im Dunkeln, wann schlägts 13
Höhlengleichnis, und den Topf
Gefunden
Fremdgesteuert unter Lachen
Von den Rufen, Augen zu
Gebunden
Tapp im Dunkeln, wann schlägts 13
Höhlengleichnis, und den Topf
Gefunden
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Alles ist aus dir gemacht
Alles ist aus dir gemacht
Ich wohn an diesem neuen ort
du wohnst schon immer dort
du hast mir alles hier gezeigt
bevor Ich hingezogen bin.
ist alles eher klein
an diesem neuen ort
"Wir" sind leider fort
und alle stellen sind
erinnerungs- und bilderschwer
aus dir gemacht.
das bleibt noch ein paar tage
Ich wohn an diesem neuen ort
du wohnst schon immer dort
du hast mir alles hier gezeigt
bevor Ich hingezogen bin.
ist alles eher klein
an diesem neuen ort
"Wir" sind leider fort
und alle stellen sind
erinnerungs- und bilderschwer
aus dir gemacht.
das bleibt noch ein paar tage
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Wohin führt dieser Weg?
Wohin führt dieser Weg?
Du gingst ein paar Tage mit mir
Das war auf dem Hochplateau
Mit dünner Luft und schnellem Herz
Mein Abstieg ins Gewitter war allein
Ich dachte mich behütet
Was machte mich das schließlich müd!
Ich schrie die Frage unter Tränen
Hätte ich den flachen Weg zum Ziel
Den Schildern folgend ohne dich gewählt,
Wo wär ich dann? Was wär ich dann?
Was könnte ich jetzt sein!
Ebenso allein.
Und nicht gelebt dabei.
Du gingst ein paar Tage mit mir
Das war auf dem Hochplateau
Mit dünner Luft und schnellem Herz
Mein Abstieg ins Gewitter war allein
Ich dachte mich behütet
Was machte mich das schließlich müd!
Ich schrie die Frage unter Tränen
Hätte ich den flachen Weg zum Ziel
Den Schildern folgend ohne dich gewählt,
Wo wär ich dann? Was wär ich dann?
Was könnte ich jetzt sein!
Ebenso allein.
Und nicht gelebt dabei.
Dienstag, 8. Dezember 2015
Teenager Liebe
Teenager Liebe
Körper installiert
Penetrant Gedanken-
Schadsoftware:
Ich will zu ihr.
Ich kann nur wanken.
Sind nicht mehr.
Kopfboot: AntiVir,
Quarantänisieren.
Fortgedrängt --
Und reflektiert.
Was soll passieren?
Sei gelenkt.
Körper installiert
Penetrant Gedanken-
Schadsoftware:
Körper installiert
Penetrant Gedanken-
Schadsoftware:
Ich will zu ihr.
Ich kann nur wanken.
Sind nicht mehr.
Kopfboot: AntiVir,
Quarantänisieren.
Fortgedrängt --
Und reflektiert.
Was soll passieren?
Sei gelenkt.
Körper installiert
Penetrant Gedanken-
Schadsoftware:
Montag, 7. Dezember 2015
Sonntag, 6. Dezember 2015
Schlag auf Schlag
Schlag auf Schlag
Wieder liegst du. Wieder stehst du auf.
Der Duft des Landes schlägt dir in die Nase
Und trägt des Meeres Weite fort. Jetzt rase:
Wind hilft nur, wenn er von See her weht.
Raff dich. Flaute macht die Segel krank.
Ist alles ein, neckt dich das neue Lüftchen.
Du hisst. Dann schipperst du ein Stückchen
Unbekanntem Hafen in die Hand.
Wieder Stille. Wieder rauff das Tuch.
Du treibst zurück - zu tief die See zum Ankern -
Und lässt sie los, die nebelnden Gedanken.
Auch die frohen, denn sind sie der Fluch.
So ist das Leben: Dinge sind geschehen.
Lass die Pflichten sein, bevor sie zu dir wehen.
Wieder liegst du. Wieder stehst du auf.
Der Duft des Landes schlägt dir in die Nase
Und trägt des Meeres Weite fort. Jetzt rase:
Wind hilft nur, wenn er von See her weht.
Raff dich. Flaute macht die Segel krank.
Ist alles ein, neckt dich das neue Lüftchen.
Du hisst. Dann schipperst du ein Stückchen
Unbekanntem Hafen in die Hand.
Wieder Stille. Wieder rauff das Tuch.
Du treibst zurück - zu tief die See zum Ankern -
Und lässt sie los, die nebelnden Gedanken.
Auch die frohen, denn sind sie der Fluch.
So ist das Leben: Dinge sind geschehen.
Lass die Pflichten sein, bevor sie zu dir wehen.
Samstag, 5. Dezember 2015
Gespult II
Gespult II
Wir ziehen uns an, wir ziehen an uns.
Wir erwarten, dass andere mitziehn
Wenn Transformation
Die gerechten Gedanken gleichrichtet.
Wir ziehen uns an, wir ziehen an uns.
Wir erwarten, dass andere mitziehn
Wenn Transformation
Die gerechten Gedanken gleichrichtet.
Freitag, 4. Dezember 2015
Dienst fürs Vaterland
Dienst fürs Vaterland
We want you!
Lass die knappe
Uniform fallen.
Die Väter stehen Schlange.
We want you!
Mädels, Töchter
Kommt an die Stange
Die Väter stehen Schlange.
We want you!
Für die Schlacht der
Körper. Kapital.
Die Väter stehen Schlange.
We want you!
Lass die knappe
Uniform fallen.
Die Väter stehen Schlange.
We want you!
Mädels, Töchter
Kommt an die Stange
Die Väter stehen Schlange.
We want you!
Für die Schlacht der
Körper. Kapital.
Die Väter stehen Schlange.
Donnerstag, 3. Dezember 2015
exorziert
exorziert
leg die ganzen
pizzen in mich ein
sie drehen sich
und starten mein
selbsthilfeprogramm
exzess vertreibt
die geisternen
gedanken
verfressen, vergessen
ausgekotzt
das elende Gefühl
leg die ganzen
pizzen in mich ein
sie drehen sich
und starten mein
selbsthilfeprogramm
exzess vertreibt
die geisternen
gedanken
verfressen, vergessen
ausgekotzt
das elende Gefühl
Mittwoch, 2. Dezember 2015
nutzen
nutzen
die welt geht morgen unter
zumindest meine
am letzten tag alleine
und trotzdem munter
du musst den tag noch nutzen
so flüstern zwänge
ich lass mich nicht bedrängen
und bleibe trutzig
in ruhe will ich schlafen
und stille lesen.
und ist es dann gewesen:
genussvoll in den hafen
die welt geht morgen unter
zumindest meine
am letzten tag alleine
und trotzdem munter
du musst den tag noch nutzen
so flüstern zwänge
ich lass mich nicht bedrängen
und bleibe trutzig
in ruhe will ich schlafen
und stille lesen.
und ist es dann gewesen:
genussvoll in den hafen
Dienstag, 1. Dezember 2015
in Öl
in Öl
Stilleben: Kiste voll Bio
Schlangengurken mit Siegel.
Schale aus Plastik, heißt Öl
Schweißt die Gurken zum Spiegel
Zeiger der Doppelkulturen.
Denken im Knast ohne Riegel.
Stilleben: Kiste voll Bio
Schlangengurken mit Siegel.
Schale aus Plastik, heißt Öl
Schweißt die Gurken zum Spiegel
Zeiger der Doppelkulturen.
Denken im Knast ohne Riegel.
Montag, 30. November 2015
Sonntag, 29. November 2015
Zur täglichen Anwendung
Zur täglichen Anwendung
Schweiß und Schmutz verkleben
Haut und Haare schaffensschwer.
Spiegelbild, zeigst nicht mich her:
Seife, Shampoo schaffen Menschenleben.
Streiche über harte
Stoppel - wuchern überall.
Spüre schleichend den Verfall.
Nassrasur. Und mein Gesicht ist zarter.
Rau und fies die Poren;
Stink nicht mehr, doch dufte nicht.
Freiheit hat auch mein Geschlecht.
Creme klatscht Blüten - werde ich geboren?
Buch der Bücher. Bist du abgelegt?
Das Lexikon befreit den Geist und pflegt.
Schweiß und Schmutz verkleben
Haut und Haare schaffensschwer.
Spiegelbild, zeigst nicht mich her:
Seife, Shampoo schaffen Menschenleben.
Streiche über harte
Stoppel - wuchern überall.
Spüre schleichend den Verfall.
Nassrasur. Und mein Gesicht ist zarter.
Rau und fies die Poren;
Stink nicht mehr, doch dufte nicht.
Freiheit hat auch mein Geschlecht.
Creme klatscht Blüten - werde ich geboren?
Buch der Bücher. Bist du abgelegt?
Das Lexikon befreit den Geist und pflegt.
Samstag, 28. November 2015
Vorauseilende Angst
Vorauseilende Angst
Er wählt nie den Arzt.
Könnt ja was sein,
Nachher erfindet der was!
Hat er gesagt.
Und kostet mein Geld,
Hat er gesagt
In Zeiten der
Praxisgebühr.
Und hustete schlimm.
Aber geht schon,
Hat er gesagt,
Regiert nicht den Arbeit.
Er wählt nie den Arzt.
Könnt ja was sein,
Nachher erfindet der was!
Hat er gesagt.
Und kostet mein Geld,
Hat er gesagt
In Zeiten der
Praxisgebühr.
Und hustete schlimm.
Aber geht schon,
Hat er gesagt,
Regiert nicht den Arbeit.
Freitag, 27. November 2015
an früher
an früher
und ich denke an Paris
und wie ich an die Busfahrt denke
und wie ich an den Weg zum bus denke
durch die ganze Stadt
und wie ich denke an Früher
heut ist es vorbei
und ich denke an Paris
und wie ich an die Busfahrt denke
und wie ich an den Weg zum bus denke
durch die ganze Stadt
und wie ich denke an Früher
heut ist es vorbei
Donnerstag, 26. November 2015
Freundschaftliche Immersion
Freundschaftliche Immersion
Man denkt ja,
Man kennt da
Die Leute
Den Jan und
Die Katrin,
Charlotte,
Den Klaas und
Den Joko
Und Jürgen.
Man denkt ja,
Man kennt da
Die Leute.
Man denkt ja,
Man kennt da
Die Leute
Den Jan und
Die Katrin,
Charlotte,
Den Klaas und
Den Joko
Und Jürgen.
Man denkt ja,
Man kennt da
Die Leute.
Mittwoch, 25. November 2015
Nie zu spät
Nie zu spät
Frühlingblütendüfte
Wie zum ersten Frühling
Spielend liege ich im Gras
Unter dem Klettergerüst
Meine Frau geküsst
Für rauf bin ich zu alt.
Frühlingblütendüfte
Wie zum ersten Frühling
Spielend liege ich im Gras
Unter dem Klettergerüst
Meine Frau geküsst
Für rauf bin ich zu alt.
Dienstag, 24. November 2015
Dann Stille.
Dann Stille.
Es haucht die Vanille.
Dann Stille.
Es quietscht eine Grille.
Dann Stille.
Es bittet die Pille.
Dann Stille.
Es richtet die Brille.
Dann Stille.
Es schrillt eine Zwille.
Dann Stille.
Es hechelt mein Wille.
Dann Stille.
Es haucht die Vanille.
Dann Stille.
Es quietscht eine Grille.
Dann Stille.
Es bittet die Pille.
Dann Stille.
Es richtet die Brille.
Dann Stille.
Es schrillt eine Zwille.
Dann Stille.
Es hechelt mein Wille.
Dann Stille.
Montag, 23. November 2015
Sonntag, 22. November 2015
Dichterisches Selbstverständnis
Dichterisches Selbstverständnis
Ich dichte, warum? Bin ich Dichter?
Wenn nichts dem entspringt als mein selbst?
Mein Ego? Hat Kunst einen Wert ohne Geld?
Ich richte? Warum? Bin ich Richter?
Gewohnheit entstand und erhebt:
Berichte ich was, wenn ich sitze,
Erdachte Momente dem Touchscreen einritze?
Ich scheue was: 'nicht' -- und was hab ich erlebt?
Sieh an, wer du bist. Schreibst auf Befehl.
Geplant. Häufig unterentwickelt.
Der Fortschritt verzwickt.
Das geht nicht auf Kosten der Seele.
Ideen der Welt, sie zu heilen:
Ich will sie erschaffen. Sie teilen.
Ich dichte, warum? Bin ich Dichter?
Wenn nichts dem entspringt als mein selbst?
Mein Ego? Hat Kunst einen Wert ohne Geld?
Ich richte? Warum? Bin ich Richter?
Gewohnheit entstand und erhebt:
Berichte ich was, wenn ich sitze,
Erdachte Momente dem Touchscreen einritze?
Ich scheue was: 'nicht' -- und was hab ich erlebt?
Sieh an, wer du bist. Schreibst auf Befehl.
Geplant. Häufig unterentwickelt.
Der Fortschritt verzwickt.
Das geht nicht auf Kosten der Seele.
Ideen der Welt, sie zu heilen:
Ich will sie erschaffen. Sie teilen.
Samstag, 21. November 2015
Mengenlehre
Mengenlehre
mal wieder besoffen
betroffen und nieder
auf schroffen ausphalt
ich werd alt
mal wieder gefallen
nur lallend die lieder
der schallengewalt
ich werd alt
mal wieder zur kasse
die klasse wird wieder
zum massengehalt
ich werd alt...
mal wieder besoffen
betroffen und nieder
auf schroffen ausphalt
ich werd alt
mal wieder gefallen
nur lallend die lieder
der schallengewalt
ich werd alt
mal wieder zur kasse
die klasse wird wieder
zum massengehalt
ich werd alt...
Freitag, 20. November 2015
neue lieder
neue lieder
polaroids im partykeller
klang die erinnerung
wie ein hauch 80er ... oder 70er?
auch wenn ich nicht dabei war
ein zeitengemisch, zeitgemisch
mittag wird morgen wird nacht
ich hab diese band angemacht
die jetzt neu ist und alt singt
wie diese Gruppe von früher
die mir jemand gezeit hat
der lange schon weg ist
polaroids im partykeller
klang die erinnerung
wie ein hauch 80er ... oder 70er?
auch wenn ich nicht dabei war
ein zeitengemisch, zeitgemisch
mittag wird morgen wird nacht
ich hab diese band angemacht
die jetzt neu ist und alt singt
wie diese Gruppe von früher
die mir jemand gezeit hat
der lange schon weg ist
Donnerstag, 19. November 2015
Banane
Banane
Früher gab es noch Bananen.
Uns hat eine Sorte gereicht,
Solange sie in jedem Laden
Alle Auslagen südamerikanisch gelbte.
Weiß ich noch, wie sie schmecken:
Die Konsistenz war besonders.
Bis Pilze die Stauden bedeckten
Und alle Monokulturen abstarben.
Früher gab es noch Bananen.
Uns hat eine Sorte gereicht,
Solange sie in jedem Laden
Alle Auslagen südamerikanisch gelbte.
Weiß ich noch, wie sie schmecken:
Die Konsistenz war besonders.
Bis Pilze die Stauden bedeckten
Und alle Monokulturen abstarben.
Mittwoch, 18. November 2015
can't reach it? don't need it!
can't reach it? don't need it!
Fernbedienung fiel im Schlaf
Aus der Hand zu Boden,
Wollte in das Niemandsland,
Rollte ohne Widerstand
In mein Selbstvergessen.
Willenlos bleibt ein Programm,
Scheiße sind sie alle.
Gucke einfach regungslos,
Schlucke meine Lebensdosis
Fernsehhaft gefiltert.
Ohne Flimmern: kenn ich nicht.
Zeigt mir meine Szenen.
Hier ist jeder Schritt getan,
Mir ist jeder Schritt getan.
Ich schalt nicht aus der Höhle.
Fernbedienung fiel im Schlaf
Aus der Hand zu Boden,
Wollte in das Niemandsland,
Rollte ohne Widerstand
In mein Selbstvergessen.
Willenlos bleibt ein Programm,
Scheiße sind sie alle.
Gucke einfach regungslos,
Schlucke meine Lebensdosis
Fernsehhaft gefiltert.
Ohne Flimmern: kenn ich nicht.
Zeigt mir meine Szenen.
Hier ist jeder Schritt getan,
Mir ist jeder Schritt getan.
Ich schalt nicht aus der Höhle.
Dienstag, 17. November 2015
Montag, 16. November 2015
Sonntag, 15. November 2015
Heiland
Heiland
Clooney hat sich mal wieder vermählt.
Wir fragen: Wann lässt er sich scheiden?
Besonderes Leben, traumhaftes Leiden.
Glamorous World - vom Himmel erzählt.
Sünden richten wir ohne Verstand,
Verständnis gibts nur für uns selber.
Politik? Was fragen die ihn? Immer gelber
Rufen wir einfach: er ist nur bekannt!
Aufmerksamkeit geben wir gern,
Beschäftigt gehalten im Glauben.
Wer soll ihn uns rauben?
Konsum ist der Kirche nicht fern.
Wir sehen die Leistung: er sündigt
Für uns, die Funktion ist beständig.
Clooney hat sich mal wieder vermählt.
Wir fragen: Wann lässt er sich scheiden?
Besonderes Leben, traumhaftes Leiden.
Glamorous World - vom Himmel erzählt.
Sünden richten wir ohne Verstand,
Verständnis gibts nur für uns selber.
Politik? Was fragen die ihn? Immer gelber
Rufen wir einfach: er ist nur bekannt!
Aufmerksamkeit geben wir gern,
Beschäftigt gehalten im Glauben.
Wer soll ihn uns rauben?
Konsum ist der Kirche nicht fern.
Wir sehen die Leistung: er sündigt
Für uns, die Funktion ist beständig.
Samstag, 14. November 2015
Die Wahrheit liegt im Club
Die Wahrheit liegt im Club
Du magst das nicht?
Gewöhn dich dran!
Wer hacken will, braucht Mate.
Du schaffst es nicht,
Bist du nicht warm!
Wer hacken will, braucht Mate.
Wie, Hipsterscheiß?
Wir warn zuerst!
Der HACKER brachte Mate.
Ich weiß, ich weiß.
Man hat es schwer!
Wir Hacker trinken Mate.
Du magst das nicht?
Gewöhn dich dran!
Wer hacken will, braucht Mate.
Du schaffst es nicht,
Bist du nicht warm!
Wer hacken will, braucht Mate.
Wie, Hipsterscheiß?
Wir warn zuerst!
Der HACKER brachte Mate.
Ich weiß, ich weiß.
Man hat es schwer!
Wir Hacker trinken Mate.
Freitag, 13. November 2015
Binden
Binden
Uns fehlt Stärke.
Suppt die Soße
Nimmt das Fleisch sie
Schwierig auf.
Streu mit Vorsicht
Bindungspulver
Weil es klumpt.
Klumpen stören
Das Verbinden.
Langsam!
Fehlt uns Stärke?
Uns fehlt Stärke.
Suppt die Soße
Nimmt das Fleisch sie
Schwierig auf.
Streu mit Vorsicht
Bindungspulver
Weil es klumpt.
Klumpen stören
Das Verbinden.
Langsam!
Fehlt uns Stärke?
Donnerstag, 12. November 2015
aufgenommen?
aufgenommen?
wie lange lagern
hipstertische hier
noch und schon?
ich kann erahnen
sicherlich vergaß
ich sie schon.
vorbeigefahren
aufgeblitzte gier
war das schon!
die rollen kamen
friedhöflich zu mir.
und gingen schon.
wie lange lagern
hipstertische hier
noch und schon?
ich kann erahnen
sicherlich vergaß
ich sie schon.
vorbeigefahren
aufgeblitzte gier
war das schon!
die rollen kamen
friedhöflich zu mir.
und gingen schon.
Mittwoch, 11. November 2015
Selbstvermindernd
Selbstvermindernd
fertig.
direkt schlagen dämpfe
auf ihr gehirn, triggern
sucht, triggern krämpfe
deck dich
vorm fernseher triefen
fett, falscher käse läuft
hände beschließen
dreckig.
programm schwachen haushalts:
braucht diese masse, schmeckt
insgesamt gering.
speckig
der nackenschmerz zieht in
rücken und magen.
körperfunktionen versiegten.
fertig.
vom fernseh-mahl riefen
minderwertschmerzen fort,
die produziert schliefen.
fertig.
direkt schlagen dämpfe
auf ihr gehirn, triggern
sucht, triggern krämpfe
deck dich
vorm fernseher triefen
fett, falscher käse läuft
hände beschließen
dreckig.
programm schwachen haushalts:
braucht diese masse, schmeckt
insgesamt gering.
speckig
der nackenschmerz zieht in
rücken und magen.
körperfunktionen versiegten.
fertig.
vom fernseh-mahl riefen
minderwertschmerzen fort,
die produziert schliefen.
Dienstag, 10. November 2015
nur das Wort
nur das Wort
einfach gebückt sein
einfach bedrückt sein
einfach verrückt sein
einfach entzückt sein
einfach geschmückt sein
einfach sein
einfach gebückt sein
einfach bedrückt sein
einfach verrückt sein
einfach entzückt sein
einfach geschmückt sein
einfach sein
Montag, 9. November 2015
Sonntag, 8. November 2015
Anschlag
Anschlag
Anschlagsdrohung auf dem Pult.
Schlägt ein wie eine Bombe;
Im Kopf wie eine Sonde
Gibt dem Kommissar Geduld.
Öffentlich. Die Stadt steht Kopf,
Die Männer fahnden Täter.
Wer ist der Landverräter?
Die Bürger gehn am Tropf.
Der Tatort ist schon umgedreht,
Die Bombe zu erkunden..
Passiert ist nichts, gefunden
Wurd morgens ein Pamphlet.
In die Köpfe eingeschlagen.
Niemand hat es abgetragen.
Anschlagsdrohung auf dem Pult.
Schlägt ein wie eine Bombe;
Im Kopf wie eine Sonde
Gibt dem Kommissar Geduld.
Öffentlich. Die Stadt steht Kopf,
Die Männer fahnden Täter.
Wer ist der Landverräter?
Die Bürger gehn am Tropf.
Der Tatort ist schon umgedreht,
Die Bombe zu erkunden..
Passiert ist nichts, gefunden
Wurd morgens ein Pamphlet.
In die Köpfe eingeschlagen.
Niemand hat es abgetragen.
Samstag, 7. November 2015
Freitag, 6. November 2015
Alte Geschichten
Alte Geschichten
Ich fand den Film
und konnte belichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Die Bibliothek
konnte ich sichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Einem erzählen?
Ich dachte, mit Nichten:
Das sind nur alte Geschichten...
All meine Pflichten
sollten mich richten:
Das sind nur alte Geschichten...
Dann begann ich
darüber zu dichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Ich fand den Film
und konnte belichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Die Bibliothek
konnte ich sichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Einem erzählen?
Ich dachte, mit Nichten:
Das sind nur alte Geschichten...
All meine Pflichten
sollten mich richten:
Das sind nur alte Geschichten...
Dann begann ich
darüber zu dichten:
Das sind nur alte Geschichten...
Donnerstag, 5. November 2015
Gau
Gau
ist winter? treibt
zur türe flimmernde
luft raus
doch langsam
verquollene fische
gebäckfische treiben
bauchwärts in bechern
auf bier neben kippen
schönheit hängt runter
die trümmer der party
im halbdunklen flackern
geruch von stille und schlaf
ist winter? treibt
zur türe flimmernde
luft raus
doch langsam
verquollene fische
gebäckfische treiben
bauchwärts in bechern
auf bier neben kippen
schönheit hängt runter
die trümmer der party
im halbdunklen flackern
geruch von stille und schlaf
Mittwoch, 4. November 2015
Was es sein kann
Was es sein kann
Augen, Straßen,
Wolkenbilder
Herzen (schlagend,
wagend, ruhig)
"Wie es wird?" Und:
"Wie es ist?"
Kann verschwiegen sein,
Beides wahr und unwahr
Gleich.
Augen, Straßen,
Wolkenbilder
Herzen (schlagend,
wagend, ruhig)
"Wie es wird?" Und:
"Wie es ist?"
Kann verschwiegen sein,
Beides wahr und unwahr
Gleich.
Dienstag, 3. November 2015
Dichterskizze
Dichterskizze
Worthaufen fristen
Funktionsloses
Dasein im Raum
Pack sie auf Listen
Und stoß bloße
Bindungen an
Schaffe aus tristem
Versehn große
Assoziation
Worthaufen fristen
Funktionsloses
Dasein im Raum
Pack sie auf Listen
Und stoß bloße
Bindungen an
Schaffe aus tristem
Versehn große
Assoziation
Montag, 2. November 2015
Sonntag, 1. November 2015
Der letzte seiner Art
Der letzte seiner Art
Klick. Die Zapfsäule schweigt ihr röhrendes Pumpen.
Wiederversuch: Klick. Klick. Klick. Hintermannhupen.
Blick in die Gegend, nervöse Gesichter vermuten.
Ich geh in den Tankshop. Das lässt sie Verstumpen.
"Vier bitte! - Gibts nichts mehr? Hab nur halbvoll getankt."
"Dreinachzig Siebzig - kam keine Lieferung morgens."
Fernsehberichte habens bis heute verborgen:
Der letzte Tropfen war heute verlangt.
Der letzte Tropfen Öl... - und wer hat ihn bekommen?
Rückfahrt nach hause. Eher ein Slalomparkour.
Liegengebliebene Karren erschweren die Tour
Und Hupende machen die Ohren benommen.
Ich laufe, das Auto in der Einfahrt gelassen.
Wann soll ich den letzten Tropfen verprassen?
Klick. Die Zapfsäule schweigt ihr röhrendes Pumpen.
Wiederversuch: Klick. Klick. Klick. Hintermannhupen.
Blick in die Gegend, nervöse Gesichter vermuten.
Ich geh in den Tankshop. Das lässt sie Verstumpen.
"Vier bitte! - Gibts nichts mehr? Hab nur halbvoll getankt."
"Dreinachzig Siebzig - kam keine Lieferung morgens."
Fernsehberichte habens bis heute verborgen:
Der letzte Tropfen war heute verlangt.
Der letzte Tropfen Öl... - und wer hat ihn bekommen?
Rückfahrt nach hause. Eher ein Slalomparkour.
Liegengebliebene Karren erschweren die Tour
Und Hupende machen die Ohren benommen.
Ich laufe, das Auto in der Einfahrt gelassen.
Wann soll ich den letzten Tropfen verprassen?
Samstag, 31. Oktober 2015
Weingummi
Weingummi
- Eins -
Durch die Kopfkino-Geisterbahn
In den Sitz gepresst
Lässt die Welt sehr leicht erfahren,
Es erspart dir Stress.
- Zwei -
(Der Fleischfresser steckt seine Hand
In eine Tüte Fruchtgummi. Raschelnd
Zieht er heraus, steckt in den Mund
Und wiederholt dann so weiter.)
F: Könnt ihr nicht eigenes Essen?
V: Was willst du sagen?
F: Ich meine, es ist doch vermessen:
Keine Wurst wollen, doch
Vurst in den Magen!
V (nickt).
F: Und sagst du, ich soll noch
Weniger Tiere annagen?
V: Sag ich nicht. Nein...
F: Doppelmoralisch gemein!
V (nickt irritiert).
F (ab).
- Drei -
V: Aber merkt er denn eigentlich nicht,
Dass er Knochenmehl-Himbeeren frisst?
V (ab).
- Eins -
Durch die Kopfkino-Geisterbahn
In den Sitz gepresst
Lässt die Welt sehr leicht erfahren,
Es erspart dir Stress.
- Zwei -
(Der Fleischfresser steckt seine Hand
In eine Tüte Fruchtgummi. Raschelnd
Zieht er heraus, steckt in den Mund
Und wiederholt dann so weiter.)
F: Könnt ihr nicht eigenes Essen?
V: Was willst du sagen?
F: Ich meine, es ist doch vermessen:
Keine Wurst wollen, doch
Vurst in den Magen!
V (nickt).
F: Und sagst du, ich soll noch
Weniger Tiere annagen?
V: Sag ich nicht. Nein...
F: Doppelmoralisch gemein!
V (nickt irritiert).
F (ab).
- Drei -
V: Aber merkt er denn eigentlich nicht,
Dass er Knochenmehl-Himbeeren frisst?
V (ab).
Freitag, 30. Oktober 2015
soziales netzwerk
soziales netzwerk
draußen sein
war jemals etwas gleich?
symbiotisches klettern
im sand: im warmen, kalten
Der Weihnachtsspaziergang
Verführt zu nichts als drinnen.
Schnee über Sand, niemand spielt.
Die Stangen sind fest-frierend.
Festlich.
draußen sein
uns kindern sind egal:
temperaturunterschiede
temperamentunterschiede
draußen sein, Ja -
Da, wo der Pizzamann herkommt
draußen sein
war jemals etwas gleich?
symbiotisches klettern
im sand: im warmen, kalten
Der Weihnachtsspaziergang
Verführt zu nichts als drinnen.
Schnee über Sand, niemand spielt.
Die Stangen sind fest-frierend.
Festlich.
draußen sein
uns kindern sind egal:
temperaturunterschiede
temperamentunterschiede
draußen sein, Ja -
Da, wo der Pizzamann herkommt
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Echt
Echt
Sag mal: denkst du
Oder bist du nur müde,
So wie du vor deinem Schreibtisch hockst?
Reagierst du auch mal?
Hallo? Rede ich Spanisch?
Ignorier mich nicht, wenn du gar nichts tust!
--
Weltgedanken und Gedankenwelt
Schmelzen, wanken; trunken sanken sie gestellt
Nebenein- und Ineinander --
Ein fantastischer Teil der Realität
Ein realer Teil der ...
Sag mal: denkst du
Oder bist du nur müde,
So wie du vor deinem Schreibtisch hockst?
Reagierst du auch mal?
Hallo? Rede ich Spanisch?
Ignorier mich nicht, wenn du gar nichts tust!
--
Weltgedanken und Gedankenwelt
Schmelzen, wanken; trunken sanken sie gestellt
Nebenein- und Ineinander --
Ein fantastischer Teil der Realität
Ein realer Teil der ...
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Bald ist es vorbei
Bald ist es vorbei
Ich rede es mir ein.
Jedes Jahr ein neuer Anfang
Du redest es mir ein.
Jeder Monat ein neuer Anfang
Es redet es mir ein.
Jede Woche ein neuer Anfang
Wir reden es uns ein.
Jeder Tag ein neuer Anfang
Ihr redet es uns ein.
Jede Stunde?
Ich rede es mir ein.
Jedes Jahr ein neuer Anfang
Du redest es mir ein.
Jeder Monat ein neuer Anfang
Es redet es mir ein.
Jede Woche ein neuer Anfang
Wir reden es uns ein.
Jeder Tag ein neuer Anfang
Ihr redet es uns ein.
Jede Stunde?
Dienstag, 27. Oktober 2015
free hug
free hug
verstärker rollt
den klangteppich aus
und golden duftet
der jazz
in den warmen der musik
verstärker rollt
den klangteppich aus
und golden duftet
der jazz
in den warmen der musik
Montag, 26. Oktober 2015
Sonntag, 25. Oktober 2015
versprochen
versprochen
Gestorben wird später; das hast du doch immer gemeint;
Versprochen, das hast du sonst nie; und du siehst keine Tränen
Im Schlaf, noch ists Schlaf, der so traumlos und leise mein Gähnen
Verschreckt; ich bin müde; ich liege am Saum; wie allein.
Die Träume der Kinder, die werden immer erfüllt,
Das hast du gesagt. Und ich soll dich nicht in sie schließen.
Erinnerung möchtest du sein. Ich muss die Zukunft genießen;
In traumlosen Schlaf oder schlaflose Träume gehüllt.
Wir stehn gegenüber; einander; ist sonst niemand; auch
Das Nichts ist vom Vielen begrenzt, dieser Duft ein Geschmack
Von früher, von Essen, ich kaue und zack sind wir wach.
Du sprichst. Und ich fühle letzte Worte verhaucht:
Ich habe mich immer in Freude versprochen;
Gestorben wird dauernd, wer hats schon verbrochen?
Gestorben wird später; das hast du doch immer gemeint;
Versprochen, das hast du sonst nie; und du siehst keine Tränen
Im Schlaf, noch ists Schlaf, der so traumlos und leise mein Gähnen
Verschreckt; ich bin müde; ich liege am Saum; wie allein.
Die Träume der Kinder, die werden immer erfüllt,
Das hast du gesagt. Und ich soll dich nicht in sie schließen.
Erinnerung möchtest du sein. Ich muss die Zukunft genießen;
In traumlosen Schlaf oder schlaflose Träume gehüllt.
Wir stehn gegenüber; einander; ist sonst niemand; auch
Das Nichts ist vom Vielen begrenzt, dieser Duft ein Geschmack
Von früher, von Essen, ich kaue und zack sind wir wach.
Du sprichst. Und ich fühle letzte Worte verhaucht:
Ich habe mich immer in Freude versprochen;
Gestorben wird dauernd, wer hats schon verbrochen?
Samstag, 24. Oktober 2015
Freitag, 23. Oktober 2015
historisch
historisch
sie mischten gut und besser
zurück blieb(en) allerlei
ismen hinter scheiben
gucken aus drei zeiten
wer niederschreibt bestimmt
das ganze denken der zukunft
sie mischten gut und besser
zurück blieb(en) allerlei
ismen hinter scheiben
gucken aus drei zeiten
wer niederschreibt bestimmt
das ganze denken der zukunft
Donnerstag, 22. Oktober 2015
Mittwoch, 21. Oktober 2015
von Rotterdamm
von Rotterdamm
Jeder allein,
Wir warten gruppiert
Am Flughafen.
Dasselbe Ziel
Dieselbe Ferne
Derselbe Beginn
binden uns
sprachlos
im Moment
Jeder allein,
Wir warten gruppiert
Am Flughafen.
Dasselbe Ziel
Dieselbe Ferne
Derselbe Beginn
binden uns
sprachlos
im Moment
Dienstag, 20. Oktober 2015
Selbstreferenz II
Selbstreferenz II
Im Schützenzelt marschiert
Der Intertext.
Er tanzt auch, trinkt, versetzt
Sich königlich ins Bier.
Die Uniformen hängen
Den Stühlen über,
Weil nächtliche Manöver
Der Tradition nichts bringen.
Im Schützenzelt marschiert
Der Intertext.
Er tanzt auch, trinkt, versetzt
Sich königlich ins Bier.
Die Uniformen hängen
Den Stühlen über,
Weil nächtliche Manöver
Der Tradition nichts bringen.
Montag, 19. Oktober 2015
Sonntag, 18. Oktober 2015
Hälse
Hälse
Zwei Hälse aneinander
Im harten Kuss des Rausches
Wenn Flüssigkeiten tauschen
Wenn Seelen im Mäander
Zu schnellen Herzen reifen
Und dann auf langer Grade
Auf ihre letzten Tage
Den letzten Schluck verschleifen.
Zum Abgang leckt die Zunge
Den harten Glasmund an.
Man fühlt, das wars, und dann
Hat man mit sich gerungen.
Bevor man wirklich wählt
Ein neuer Hals bestellt.
Zwei Hälse aneinander
Im harten Kuss des Rausches
Wenn Flüssigkeiten tauschen
Wenn Seelen im Mäander
Zu schnellen Herzen reifen
Und dann auf langer Grade
Auf ihre letzten Tage
Den letzten Schluck verschleifen.
Zum Abgang leckt die Zunge
Den harten Glasmund an.
Man fühlt, das wars, und dann
Hat man mit sich gerungen.
Bevor man wirklich wählt
Ein neuer Hals bestellt.
Samstag, 17. Oktober 2015
Matrix
Matrix
Oma fragte im Baumarkt
War das jetzt ein Mann?
War das eine Frau?
Ist doch egal,
Guck nicht so genau.
Doppelsicht, zweimal
Dieselbe Person.
Fehler! Sie kommen!
Sie haben uns gleich!
Raus aus dem Laden
Raus aus dem Leben
Sie kommen! Sie kommen!
Sie
Oma fragte im Baumarkt
War das jetzt ein Mann?
War das eine Frau?
Ist doch egal,
Guck nicht so genau.
Doppelsicht, zweimal
Dieselbe Person.
Fehler! Sie kommen!
Sie haben uns gleich!
Raus aus dem Laden
Raus aus dem Leben
Sie kommen! Sie kommen!
Sie
Freitag, 16. Oktober 2015
im Frischen
im Frischen
Dem weichen, flachen Grund
Liegt eine frische Briese auf.
Ich lege mich zur Dämmerung
Hinein in diesen Duft.
Es deckt mehr als Plumeau
Den Frühlingsschlaf, der mich empfängt.
Ich werde auß- und innen so
Von Reinlichkeit durchtränkt.
Dem weichen, flachen Grund
Liegt eine frische Briese auf.
Ich lege mich zur Dämmerung
Hinein in diesen Duft.
Es deckt mehr als Plumeau
Den Frühlingsschlaf, der mich empfängt.
Ich werde auß- und innen so
Von Reinlichkeit durchtränkt.
Donnerstag, 15. Oktober 2015
entwickeln
entwickeln
fotos halten fest
momente
die mich halten
negativ(es)band
umwickelt
meine hände
anfang finden heißt
die lösung
suchen, ziehen
bänder fallen ab
und liegen
hinter mir
ansehn oder nicht
geschaffen
wahlfreiheit
fotos halten fest
momente
die nicht halten
fotos halten fest
momente
die mich halten
negativ(es)band
umwickelt
meine hände
anfang finden heißt
die lösung
suchen, ziehen
bänder fallen ab
und liegen
hinter mir
ansehn oder nicht
geschaffen
wahlfreiheit
fotos halten fest
momente
die nicht halten
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Fleischhahn
Fleischhahn
Ich drehe den Hahn
Und zapfe ein Glas
Rosamasse,
Entnehm dem Regal
Versteakungsgewürz:
Draufgeben, Grill!
--
Ich zapfe ins Glas
Nichts kommt aus dem Hahn!
Weltuntergang?
Den Fernseher an:
Der Fleischhahn ist zu?!
Prohibition!
--
Ich schneide vom Spieß,
Es sieht aus ... wie Tier--
Kauzwang, Würgen
Das Hinterhofeck
Ist Dunkelversteck
Vor dem Gesetz.
Ich drehe den Hahn
Und zapfe ein Glas
Rosamasse,
Entnehm dem Regal
Versteakungsgewürz:
Draufgeben, Grill!
--
Ich zapfe ins Glas
Nichts kommt aus dem Hahn!
Weltuntergang?
Den Fernseher an:
Der Fleischhahn ist zu?!
Prohibition!
--
Ich schneide vom Spieß,
Es sieht aus ... wie Tier--
Kauzwang, Würgen
Das Hinterhofeck
Ist Dunkelversteck
Vor dem Gesetz.
Dienstag, 13. Oktober 2015
Griechisch
Griechisch
Einer fröhlich, einer still
Wie es einer will.
Einer eben anders
Der kann das
Innere Rumoren
In sich verloren
Gehen lassen.
Denn Hassen tut gut.
Einer fröhlich, einer still
Wie es einer will.
Einer eben anders
Der kann das
Innere Rumoren
In sich verloren
Gehen lassen.
Denn Hassen tut gut.
Montag, 12. Oktober 2015
Sonntag, 11. Oktober 2015
Feindlich
Feindlich
Das Himmelgrau-Geschwader deckt den Angriff
Zum Sturm voran bläst das hohe Horn
Milliardenfacher Eissoldatenzorn
Bereitet allen Gründen weißen Anschliff.
Der General zieht durch. Wer möchte Feind sein?
Geübter Krieger, immer schon im Feld
Doch Jahr für Jahr der gleiche neue Held
Der überraschend siegt. Er schlägt sich eisern.
Herr Winter, welchen bist du gut gesonnen?
Verlässt du alle Länder irgendwann?
Die Märsche schweigen. Blauer Himmel kann
Dir Ruhe schenken, weil du hast gewonnen.
Ich denk, verglichen wird schon immerlich,
Dass Winter Krieg und Krieg wie Winter ist.
Das Himmelgrau-Geschwader deckt den Angriff
Zum Sturm voran bläst das hohe Horn
Milliardenfacher Eissoldatenzorn
Bereitet allen Gründen weißen Anschliff.
Der General zieht durch. Wer möchte Feind sein?
Geübter Krieger, immer schon im Feld
Doch Jahr für Jahr der gleiche neue Held
Der überraschend siegt. Er schlägt sich eisern.
Herr Winter, welchen bist du gut gesonnen?
Verlässt du alle Länder irgendwann?
Die Märsche schweigen. Blauer Himmel kann
Dir Ruhe schenken, weil du hast gewonnen.
Ich denk, verglichen wird schon immerlich,
Dass Winter Krieg und Krieg wie Winter ist.
Samstag, 10. Oktober 2015
Zu früh fürn Club
Zu früh fürn Club
Gestürmte Straßen
Tages-Ausklang
Raucher zu Fuß
Und in Autos
Hupen
Zittern im ÖPNV
selbst vergessen
Duftmischung
Nacht-Eingang
Tänzer geschweißt
In der Nase
Vorher Parfüm
Sprühen im Spiegel
Tages-Ausklang
Raucher zu Fuß
Und in Autos
Hupen
Zittern im ÖPNV
Nacht-Eingang
Tänzer geschweißt
In der Nase
Vorher Parfüm
Sprühen im Spiegel
Freitag, 9. Oktober 2015
Thinking
Thinking
Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis laufen Zellen
Die zerschellen
Beim Bestellen
An der Theke.
Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis fremde Glieder
Stoßen Lider
Immer wieder
In Gebete.
Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis laufen Zellen
Die zerschellen
Beim Bestellen
An der Theke.
Are you thinking
what i'm drinking?
Schluckweis fremde Glieder
Stoßen Lider
Immer wieder
In Gebete.
Donnerstag, 8. Oktober 2015
vereckt
vereckt
die welt ist google+
weil du alle
im kreis betrachten musst
in kreisen definierst
du sie alle
und dich. wenn du vermischst
wo du dich wie benimmst.
weil du alle
dann bestimmt verstimmst...
die welt ist google+
weil du alle
im kreis betrachten musst
in kreisen definierst
du sie alle
und dich. wenn du vermischst
wo du dich wie benimmst.
weil du alle
dann bestimmt verstimmst...
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Gegenwarten
Gegenwarten
Mal wieder im Flur
Wo Schlaf und Leben
Einander begegnen
Wo sie liegen und lieben
Gebärden die Träume
Vor und neben ihnen
Unzufrieden läuft
Die Zeit uns davon
Wir lassen sie einfach
passieren
Mal wieder im Flur
Wo Schlaf und Leben
Einander begegnen
Wo sie liegen und lieben
Gebärden die Träume
Vor und neben ihnen
Unzufrieden läuft
Die Zeit uns davon
Wir lassen sie einfach
passieren
Dienstag, 6. Oktober 2015
sechssaitig
sechssaitig
gefallen die würfel?
schlachtklang
zwischen den fingern
marsch soll uns
nach hause bringen
gefallen die würfel?
augen
weisen verwechselt
schlacht und feld
aus uns bestellt
gefallen die würfel?
gefallen die würfel?
schlachtklang
zwischen den fingern
marsch soll uns
nach hause bringen
gefallen die würfel?
augen
weisen verwechselt
schlacht und feld
aus uns bestellt
gefallen die würfel?
Montag, 5. Oktober 2015
Sonntag, 4. Oktober 2015
Sagenwaben
Sagenwaben
Feinstes Papier
Ist das Zuhause.
Darin verstaun se
Ihr Kindergetier.
Bienen und Fleiß:
Speichelgedanken
Schreiben, verschalten
Was man so weiß.
Arbeiter macht!
Baut für den Nachwuchs
Ihren Weltbezug.
Drohninnen wacht!
Der König bestellt,
Was die Jungen erhellt.
Feinstes Papier
Ist das Zuhause.
Darin verstaun se
Ihr Kindergetier.
Bienen und Fleiß:
Speichelgedanken
Schreiben, verschalten
Was man so weiß.
Arbeiter macht!
Baut für den Nachwuchs
Ihren Weltbezug.
Drohninnen wacht!
Der König bestellt,
Was die Jungen erhellt.
Samstag, 3. Oktober 2015
Held in Verkleidung
Held in Verkleidung
angenommen
es stimmt, was wir sehen
wir sehen, was stimmt
die maske bleibt auf!
sie stimmt, was wir sehen
bestehen bleibt klang
von hören- und sehensang
durch handlung ungefiltert
gerichtsdiener
begleiten hinaus
heraus aus der sicht
Freitag, 2. Oktober 2015
Treffen
Treffen
Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns noch --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? - Ja
Auch lange... - Ewig
Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? -
Auch lange... - Nein...
Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns noch --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? - Ja
Auch lange... - Ewig
Das Piercing steht dir!
...acht Jahre
Ist das hier hipster?
Hätte nicht gedacht, dass du,
dass wir uns --
Also, ich hab natürlich mit
meinem Freund darüber geredet, aber
Seid ihr noch zusammen? -
Auch lange... - Nein...
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Endor
Endor
In meinem Land
Sind alle immer glücklich.
Ein Land des Scheins
Der Boden strahlt entzücklich.
Ich lache auch
Und fühle mit den Leuten.
Ich fühle ernst
Was diese Freunde bedeuten.
Mein Land regiert
Das Fleisch und der Gedanke
Ist eingesperrt
Nur Körper an den Schranken.
Wir fragen nie
Wer will noch einen Kuss?
Das kommt bestimmt
Vom Hormonüberschuss.
Sind alle immer glücklich.
Der Boden strahlt entzücklich.
Und fühle mit den Leuten.
Was diese Freunde bedeuten.
Das Fleisch und der Gedanke
Nur Körper an den Schranken.
Wer will noch einen Kuss?
Vom Hormonüberschuss.
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