Kakao (aus der Flasche)
Wir suchen das ganze Oberdeck ab.
Zumindest den Morgen,
Wenn nicht den Tag,
Treiben mich kindliche Sorgen.
Wir finden die Oase,
Bevor die Sonne über uns steht.
Ich drehte die Platte voll auf
Und gab was ich wollte,
In meinen Topf.
Keine Erinnerung zollte
Der alten Wüste verdacht.
So hab ichs alleine gemacht.
Seit 2014 veröffentliche ich auf tagesgedichte täglich ein Gedicht, das ich selbst verfasst habe.
Freitag, 10. April 2015
Donnerstag, 9. April 2015
rehflexion
rehflexion
Das Reh liegt im Tümpel
Des Rehs. Es versteckte
Dem Reh(e) das Kitz-Fell.
Das Reh belehrt barsch
diese Hommage.
Das Reh liegt im Tümpel
Des Rehs. Es versteckte
Dem Reh(e) das Kitz-Fell.
Das Reh belehrt barsch
diese Hommage.
Mittwoch, 8. April 2015
Vergleichswaise
Vergleichswaise
Seinen körnigen Grund
breitet der Strand in der Ferne aus
auf den Fotos wirkt er
vergessen
bei Nacht
die schon lange angebrochen ist
gräbt ein schatten anscheinend
oder scheinbar
Seinen körnigen Grund
breitet der Strand in der Ferne aus
auf den Fotos wirkt er
vergessen
bei Nacht
die schon lange angebrochen ist
gräbt ein schatten anscheinend
oder scheinbar
Dienstag, 7. April 2015
gesagt, getan
gesagt, getan
Vergleichsweise weiß liest der Saum
Den Wellengang vor, er verschließt
Das dunkle Meer kaum
Und verfließt
Vergleichsweise weiß liest der Saum
Den Wellengang vor, er verschließt
Das dunkle Meer kaum
Und verfließt
Montag, 6. April 2015
Sonntag, 5. April 2015
Ich war einmal im Kerker...
Ich war einmal im Kerker...
Grabgeruch
stell ich mir so vor
dunkel, still, einsam
vergessen,
Verblassen im Kopf
langsam die Augen
Grabgeruch
stell ich mir so vor
dunkel, still, einsam
vergessen,
Verblassen im Kopf
langsam die Augen
Samstag, 4. April 2015
Spiegelei
Spiegelei
Heute liegt glatt auf den Straßen
Pass auf, denn sonst rutschst du
Guck mal zur Abwechslung
Über die Nasen
Spitze!
Dort siehst du dich auch
Allegegenwärtig
Allgegenwärtig
Agegenwärtig
Heute liegt glatt auf den Straßen
Pass auf, denn sonst rutschst du
Guck mal zur Abwechslung
Über die Nasen
Spitze!
Dort siehst du dich auch
Allegegenwärtig
Allgegenwärtig
Agegenwärtig
Freitag, 3. April 2015
Drachensteigen
Drachensteigen
Billiger Griff, billige Schnur
Dünn an den Fluren
Trotzt jede Regung
Den Windstärken ab.
Nicht weit
Von meinem roten Gesicht.
Auf stieg das Plastikgeschmeide
Hoch hoch hoch!
Da spannte sich Haar
Scharf auf die Regung.
Billiger Griff, billige Schnur
Dünn an den Fluren
Trotzt jede Regung
Den Windstärken ab.
Nicht weit
Von meinem roten Gesicht.
Auf stieg das Plastikgeschmeide
Hoch hoch hoch!
Da spannte sich Haar
Scharf auf die Regung.
Donnerstag, 2. April 2015
Treppen, die nicht rollen
Treppen, die nicht rollen
Ich stolpere über
Versteinertes Leben
Ableben in Stein
Ungemeißelt
Über Grundmauern
Verlagere ich Gewicht
Zum überdauern
Euers zerbricht
Versteinertes Leben
Ableben in Stein
Ungemeißelt
Verlagere ich Gewicht
Zum überdauern
Euers zerbricht
Mittwoch, 1. April 2015
Furchen am Waldrand
Furchen am Waldrand
Trüber Mondschein
Vom Halbmond
Abnehmend anders
Da spürst du es zieht
Deine Backe vom Feld weg
Es zieht dein Gesicht
Durch den Regen-
Gegerbten Boden
Im Tageslicht
Doch nicht real
Nur ein Ge...
Trüber Mondschein
Vom Halbmond
Abnehmend anders
Da spürst du es zieht
Deine Backe vom Feld weg
Es zieht dein Gesicht
Durch den Regen-
Gegerbten Boden
Im Tageslicht
Doch nicht real
Nur ein Ge...
Dienstag, 31. März 2015
furchen im gesicht
furchen im gesicht
wie der wein dich verändert
hat noch gebügelt
auf der stirn sonst mäandert
moll ungezügelt
wie der wein dich verändert
hat noch gebügelt
auf der stirn sonst mäandert
moll ungezügelt
Montag, 30. März 2015
Sonntag, 29. März 2015
fragen, rhetorisch
fragen, rhetorisch
Denkst du, es ist einfach?
Vergisst du nicht, dass
auch deine Worte formen,
was die Alltagswelt verdammt?
Denkst du,
Lachen macht es gut?
Bist es nicht im Zweifel du?
Du, der witzelt? Mit der Lust
die andren beteiligen will?
Damit du selbst Teil bist,
Teil bleibst?
Denkst du, es kostet den einen nichts?
Denkst du, dass nur ein Schwert verletztt
und schweigend Dabeistehen nicht?
Denkst du, es ist einfach?
Vergisst du nicht, dass
auch deine Worte formen,
was die Alltagswelt verdammt?
Denkst du,
Lachen macht es gut?
Bist es nicht im Zweifel du?
Du, der witzelt? Mit der Lust
die andren beteiligen will?
Damit du selbst Teil bist,
Teil bleibst?
Denkst du, es kostet den einen nichts?
Denkst du, dass nur ein Schwert verletztt
und schweigend Dabeistehen nicht?
Samstag, 28. März 2015
Kontakt
Kontakt
Idyll nennt man das wohl:
Der Himmel liegt karibisch
Über feiner Wiesenmär.
Aber denk es dir beliebig.
Davorn hüpft dunkles Moor
Auf einem Bein zum Weiher;
Springe hinterher,
Das ist ne alte Leier.
Die Reh sind aufgewiegelt
Und sie könnens sich erlauben
Denn das alles spiegelt
Sich in deinen Augen.
Idyll nennt man das wohl:
Der Himmel liegt karibisch
Über feiner Wiesenmär.
Aber denk es dir beliebig.
Davorn hüpft dunkles Moor
Auf einem Bein zum Weiher;
Springe hinterher,
Das ist ne alte Leier.
Die Reh sind aufgewiegelt
Und sie könnens sich erlauben
Denn das alles spiegelt
Sich in deinen Augen.
Freitag, 27. März 2015
Salonfähig
Salonfähig
Was strengt er sich an,
Den Salon zu betreten.
Dazu reicht weder Tür
Noch kolorierte Manier
Seiner antihöfischen
Mittelschichtkür;
Es braucht Glauben.
Und er glaubte irgendwann
War das leicht
Klickgemacht und vergessen
Wie das Kindsein ist
Man nannte das trocken
Hitner den Ohren.
Was strengt er sich an,
Den Salon zu betreten.
Dazu reicht weder Tür
Noch kolorierte Manier
Seiner antihöfischen
Mittelschichtkür;
Es braucht Glauben.
Und er glaubte irgendwann
War das leicht
Klickgemacht und vergessen
Wie das Kindsein ist
Man nannte das trocken
Hitner den Ohren.
Donnerstag, 26. März 2015
deadline
deadline
Da liegt sie vor mir
Wie ein Sprung ins kalte Wasser
Vom 10m-Turm,
Der mal hundert hoch war.
Der Tisch sapiegelt Tage
Seit meiner ersten verblasster,
Obwohl ich direkt
An der Glaplatte klebe.
Besser nie als spät?
Ich roch sie früh und lebe nach
Der nächsten wieder lieber,
Schneller, heißer, kürzer, tot.
Da liegt sie vor mir
Wie ein Sprung ins kalte Wasser
Vom 10m-Turm,
Der mal hundert hoch war.
Der Tisch sapiegelt Tage
Seit meiner ersten verblasster,
Obwohl ich direkt
An der Glaplatte klebe.
Besser nie als spät?
Ich roch sie früh und lebe nach
Der nächsten wieder lieber,
Schneller, heißer, kürzer, tot.
Mittwoch, 25. März 2015
Fluss
Fluss
Die Stadt klingt nach Sommer
Schon rosa am Himmel
Daneben Mond-
sichel mit -schatten
Und dann geht orange die Sonne auf
Von Nebel gefärbt,
Der Strahlen zurückhält
Die Stadt klingt nach Sommer
Schon rosa am Himmel
Daneben Mond-
sichel mit -schatten
Und dann geht orange die Sonne auf
Von Nebel gefärbt,
Der Strahlen zurückhält
Dienstag, 24. März 2015
gemeint sein (erste Version)
gemeint sein (erste Version)
Im Radio lief ein Lied
Ich weiß, es meint mich
Und es läuft die ganze Nacht.
+
Bis morgens wach, bedenke ich
Das schlimme, laute Leben
Durch das ich ohne LIEBE geh
Und ohne dich seit eben.
Im Radio läuft ein Lied,
Ich wusste, es meint nichts;
Und es klang wie nachgemacht.
+
Früh morgens auf, erfuhr ich
Mein ganz normales Leben.
Kein Lied und jedes sang davon
Ich gehe es mal erleben.
Im Radio lief ein Lied
Ich weiß, es meint mich
Und es läuft die ganze Nacht.
+
Bis morgens wach, bedenke ich
Das schlimme, laute Leben
Durch das ich ohne LIEBE geh
Und ohne dich seit eben.
Im Radio läuft ein Lied,
Ich wusste, es meint nichts;
Und es klang wie nachgemacht.
+
Früh morgens auf, erfuhr ich
Mein ganz normales Leben.
Kein Lied und jedes sang davon
Ich gehe es mal erleben.
Montag, 23. März 2015
Sonntag, 22. März 2015
Angsträume
Angsträume
Da liegt ein Kind auf dem Gehsteig
Ich träume den Angs
Der die Lippen spitzt herbei
Und setz mich weit weg
An den Tisch der Alten.
"Jetzt bringen die Asys
Sich selber schon um!"
"Einfach übern Haufen
Gelaufen..."
"Was soll hier erst sein,
Wenn die unsere Kinder--"
"Die Schinder! Die Schinder!"
Die Puppe liegt weiter im Dunkeln.
Da liegt ein Kind auf dem Gehsteig
Ich träume den Angs
Der die Lippen spitzt herbei
Und setz mich weit weg
An den Tisch der Alten.
"Jetzt bringen die Asys
Sich selber schon um!"
"Einfach übern Haufen
Gelaufen..."
"Was soll hier erst sein,
Wenn die unsere Kinder--"
"Die Schinder! Die Schinder!"
Die Puppe liegt weiter im Dunkeln.
Samstag, 21. März 2015
Ich habe kein Aussehen
Ich habe kein Aussehen
Es ist wie schlafwandeln
Bloß für die andern
Die mich nach außen gekehrt glauben
Bin ich versteckter
Und sehe nicht aus noch ein...
Es ist wie schlafwandeln
Bloß für die andern
Die mich nach außen gekehrt glauben
Bin ich versteckter
Und sehe nicht aus noch ein...
Freitag, 20. März 2015
stay oldschool
stay oldschool
wie immer lungern wir rum
nachdem wir drinnen
nichts lernen lernen wir hier
wie erwachsen
und allstündlich klingelts weiter
Es schellte weiter,
Auch wenn ich vorbei fuhr.
Das verhieß, die Uhr tickt
Immer; ohne mich;
Im grauen Gebäude des Jugseins.
wie immer lungern wir rum
nachdem wir drinnen
nichts lernen lernen wir hier
wie erwachsen
und allstündlich klingelts weiter
Es schellte weiter,
Auch wenn ich vorbei fuhr.
Das verhieß, die Uhr tickt
Immer; ohne mich;
Im grauen Gebäude des Jugseins.
Donnerstag, 19. März 2015
Augenkontakt
Augenkontakt
Käfig
Gehege
Selbstgewählt
Werden verfrachtet
Wohin wir wollen
Wohin wir uns zwingen
Gedrängt mit den andern
Körperkontakt
Siehst du die Fenster nicht
Schau an die Decke
Schau an den Boden
Nur der Feind sieht Gesichter.
Käfig
Gehege
Selbstgewählt
Werden verfrachtet
Wohin wir wollen
Wohin wir uns zwingen
Gedrängt mit den andern
Körperkontakt
Siehst du die Fenster nicht
Schau an die Decke
Schau an den Boden
Nur der Feind sieht Gesichter.
Mittwoch, 18. März 2015
kachelwand
kachelwand
verfugt
manchmal un
regelmäßig
glanzweiß
wirft mein bild
wie verwaschen
gib acht
auf den ort
der nur sieht
verfugt
manchmal un
regelmäßig
glanzweiß
wirft mein bild
wie verwaschen
gib acht
auf den ort
der nur sieht
Dienstag, 17. März 2015
Springgefühl
Springgefühl
Herz, die Augen sehen
Fehl, das weiß ich.
Herz, wie fleißig
Gehen wir augwärts.
Herz, die Wege fließen
Leicht von dannen.
Herz, die Tannen
Gießen sich stadtwärts.
Herz, am Boden kriechen
Macht mich wage.
Herz, die Parkanlage
Riecht nach Gras.
Herz, die Augen sehen
Fehl, das weiß ich.
Herz, wie fleißig
Gehen wir augwärts.
Herz, die Wege fließen
Leicht von dannen.
Herz, die Tannen
Gießen sich stadtwärts.
Herz, am Boden kriechen
Macht mich wage.
Herz, die Parkanlage
Riecht nach Gras.
Montag, 16. März 2015
Sonntag, 15. März 2015
Kontinuierlicher Exzess
Kontinuierlicher Exzess
Du siehst den Himmel
Du siehst ihn nicht an
Du kannst nicht
Die wie-flüssigen Wolken sehn
Die ein herrliches Blau überrahmt
Die eine fast-volle Sonne umwärmt
Du spürst dich selber
Du spürst dich nicht an
Du liegst auf dem Rücken
Du spürst den schweren Wanst drücken
Nur so gerade eben
Das Fresskoma hält dich in Ruhe.
Du siehst den Himmel
Du siehst ihn nicht an
Du kannst nicht
Die wie-flüssigen Wolken sehn
Die ein herrliches Blau überrahmt
Die eine fast-volle Sonne umwärmt
Du spürst dich selber
Du spürst dich nicht an
Du liegst auf dem Rücken
Du spürst den schweren Wanst drücken
Nur so gerade eben
Das Fresskoma hält dich in Ruhe.
Samstag, 14. März 2015
Den Bach runter
Den Bach runter
Den Bach runter liegt das Meer
Haben sie immer gesagt.
Erst kommt ein Fluss,
Dann ein Strom
Und schon
Bist du zu fuß
Und hast viel gewagt
Auf der langen Reise zum Meer.
Du verließt dein Dorf munter
Und gingst schleichend
Und pfeifend
Den Bach runter.
Den Bach runter liegt das Meer
Haben sie immer gesagt.
Erst kommt ein Fluss,
Dann ein Strom
Und schon
Bist du zu fuß
Und hast viel gewagt
Auf der langen Reise zum Meer.
Du verließt dein Dorf munter
Und gingst schleichend
Und pfeifend
Den Bach runter.
Freitag, 13. März 2015
Wurschtheit
Wurschtheit
Ich bin benommen
Vergesse die Welt
Liege auf Wiesen
Mittellos, hungrig
Glücklich
Ich hab mich benommen...
Die Welt war mein Ort
Physischer Notdurft
Die hat sich irgendwann in geistige
Gewandelt
Ich bin benommen
Vergesse die Welt
Liege auf Wiesen
Mittellos, hungrig
Glücklich
Ich hab mich benommen...
Die Welt war mein Ort
Physischer Notdurft
Die hat sich irgendwann in geistige
Gewandelt
Donnerstag, 12. März 2015
Im Atombunker
Im Atombunker
Vierzehn Tage Gestank
Lassen Grenzen
Zwischen Gegner
Und unter Kumpanen
Verschwimmen
Was für ein Zustand
Für uns Zivilisierte
Die dicht aneinander
Liegen, sitzen, stehen
Verschwimmen
Licht sei ausgefallen
Als zwei Schatten zu einem
Stück dessen Teil ich nicht
Gewesen sein wollte
Verschwimmen
Vierzehn Tage Gestank
Lassen Grenzen
Zwischen Gegner
Und unter Kumpanen
Verschwimmen
Was für ein Zustand
Für uns Zivilisierte
Die dicht aneinander
Liegen, sitzen, stehen
Verschwimmen
Licht sei ausgefallen
Als zwei Schatten zu einem
Stück dessen Teil ich nicht
Gewesen sein wollte
Verschwimmen
Mittwoch, 11. März 2015
Highlander
Highlander
Ich habe den Kopf des letzten meiner Art
Von seinen Schultern geschlagen.
Jetzt sehe ich in und durch die Augen
Jedes Menschen der Welt.
Das ist einsam.
Ich weiß nicht,
Ob mir das gefällt.
Ich habe den Kopf des letzten meiner Art
Von seinen Schultern geschlagen.
Jetzt sehe ich in und durch die Augen
Jedes Menschen der Welt.
Das ist einsam.
Ich weiß nicht,
Ob mir das gefällt.
Dienstag, 10. März 2015
Normalität
Normalität
Ich hoffe, die Normalität ist ein Fluss.
Verschiedene Etappen, kein einziger Guss
Verschiedene Wasser über die Zeit
Und aufgelöst ins Meer: ihr letztes Geleit.
Ich hoffe, die Normalität ist ein Fluss.
Verschiedene Etappen, kein einziger Guss
Verschiedene Wasser über die Zeit
Und aufgelöst ins Meer: ihr letztes Geleit.
Montag, 9. März 2015
Sonntag, 8. März 2015
Der einzige Weg
Der einzige Weg
Schlund ist trocken
Und Wundsein gewohnt;
Drück hartes Brot ins Gebiss.
Es geht.
Weil der Hunger groß
Weil die Gasse lang
Und laternengesäumt
Ist in den Träumen
Die Straße des ewigen Kuchens:
Kurz und Tag und Nacht hell.
Wir winden uns drauf
In Alpträumen
Von ihrem Ende
Mit trockenem Brot.
Schlund ist trocken
Und Wundsein gewohnt;
Drück hartes Brot ins Gebiss.
Es geht.
Weil der Hunger groß
Weil die Gasse lang
Und laternengesäumt
Ist in den Träumen
Die Straße des ewigen Kuchens:
Kurz und Tag und Nacht hell.
Wir winden uns drauf
In Alpträumen
Von ihrem Ende
Mit trockenem Brot.
Samstag, 7. März 2015
Vergelden
Vergelden
Sie bilden den Krieg
ab, bewegen Welten
durch sonst-leeren Raum.
Da wird nicht gerächt,
was sie nicht tangieren
kann/ darf/ soll/ will.
Sie bilden den Krieg
ab, bewegen Welten
durch sonst-leeren Raum.
Da wird nicht gerächt,
was sie nicht tangieren
kann/ darf/ soll/ will.
Freitag, 6. März 2015
Weltsicht
Weltsicht
Dynamisch schweift mein Auge von...
Von Wald zu Fluss zu Stadt zu Berg
Des Landes, das ich erbte.
Sein Herzog bin ich jetzt.
Der Herrscher meiner Sicht,
Die erst am Horizont erlischt.
Der trübe Blick der Müdigkeit
Lag auf der Landparzelle.
Das Land, das ich mal erbte,
Ist nur noch Teil des Ganzen.
Ein Herzog bin ich Wicht,
Vom Internet vernichtet.
Dynamisch schweift mein Auge von...
Von Wald zu Fluss zu Stadt zu Berg
Des Landes, das ich erbte.
Sein Herzog bin ich jetzt.
Der Herrscher meiner Sicht,
Die erst am Horizont erlischt.
Der trübe Blick der Müdigkeit
Lag auf der Landparzelle.
Das Land, das ich mal erbte,
Ist nur noch Teil des Ganzen.
Ein Herzog bin ich Wicht,
Vom Internet vernichtet.
Donnerstag, 5. März 2015
Gürtelschnalle
Gürtelschnalle
Bildschönes Beiwerk.
BlingBling am Gehänge.
Verlässliche Partnerin,
Redet nur viel.
Und öffentlich
Hose hoch
(meistens).
Zuhause fällt sie
Mir dann zu Füßen
Und öffnet die Hose
Ganz wie von selbst.
Bildschönes Beiwerk.
BlingBling am Gehänge.
Verlässliche Partnerin,
Redet nur viel.
Und öffentlich
Hose hoch
(meistens).
Zuhause fällt sie
Mir dann zu Füßen
Und öffnet die Hose
Ganz wie von selbst.
Mittwoch, 4. März 2015
Im Stehen
Im Stehen
neuer Ort
nicht hell nicht dunkel
wie schwarz-weiß
geh durch wie im traum
finde mich zurecht.
eng gekachelt
aber nicht fein
der Geruch von ammoniak
nach der waschbeckenlounge:
allee.
baumersatz:
Pissoirs, links - rechts kabinen.
Alternativlosigkeit.
neuer Ort
nicht hell nicht dunkel
wie schwarz-weiß
geh durch wie im traum
finde mich zurecht.
eng gekachelt
aber nicht fein
der Geruch von ammoniak
nach der waschbeckenlounge:
allee.
baumersatz:
Pissoirs, links - rechts kabinen.
Alternativlosigkeit.
Dienstag, 3. März 2015
lass los
lass los
Du siehst mich
An der Klippe
Meiner Krippe.
Du siehst nicht
Dass ich stehe
Und nicht gehe.
Du liest nicht
Meine Lippen
Nur mein Wippen.
Du liest mich
Wie die Zeitung
Als Anleitung.
Du ziehst mich
An der Hand am
Klippenrand.
Du siehst, ich
Seh der Wand dann
In die Augen
Du siehst mich
An der Klippe
Meiner Krippe.
Du siehst nicht
Dass ich stehe
Und nicht gehe.
Du liest nicht
Meine Lippen
Nur mein Wippen.
Du liest mich
Wie die Zeitung
Als Anleitung.
Du ziehst mich
An der Hand am
Klippenrand.
Du siehst, ich
Seh der Wand dann
In die Augen
Montag, 2. März 2015
Sonntag, 1. März 2015
Weinzwang
Weinzwang
...und wir bezahlen noch dafür,
Dass Religion unser Leben bestimmt.
Was der Christ da mit dem Wasser tat,
War als Aktion schon recht anti.
Doch übrig blieb der Rausch allein
Weil er wusste,
Wir können sonst einfach nicht
Miteinander.
Um jeden Preis.
...und wir bezahlen noch dafür,
Dass Religion unser Leben bestimmt.
Was der Christ da mit dem Wasser tat,
War als Aktion schon recht anti.
Doch übrig blieb der Rausch allein
Weil er wusste,
Wir können sonst einfach nicht
Miteinander.
Um jeden Preis.
Samstag, 28. Februar 2015
Getrennt
Getrennt
Stell dir vor:
leben in einer welt
wo frau und mann
nur reproduktion
im bett zusammenhält
eltern wären dann
nur frau und frau
o. mann und mann
und ekel würde den sex begleiten,
ein fetisch: das andre Geschlecht
geächtet, verlacht, nicht echt
Stell dir vor:
leben in einer welt
wo frau und mann
nur reproduktion
im bett zusammenhält
eltern wären dann
nur frau und frau
o. mann und mann
und ekel würde den sex begleiten,
ein fetisch: das andre Geschlecht
geächtet, verlacht, nicht echt
Freitag, 27. Februar 2015
Print
Worte sind was wert,
Weil sie Wörter überwinden,
Und festgeschrieben auf Papier
Mehr als gesagt
Mehr als gedacht
Schwarz auf Weiß
Worte wie Menschen,
Weil sie nutzten um zu schaffen
Und sich vermehrten trans Papier
Übergeschrieben
Doch ungewählt
Im Zweifel.
Worte sind was wert,
Weil sie Wörter überwinden,
Und festgeschrieben auf Papier
Mehr als gesagt
Mehr als gedacht
Schwarz auf Weiß
Worte wie Menschen,
Weil sie nutzten um zu schaffen
Und sich vermehrten trans Papier
Übergeschrieben
Doch ungewählt
Im Zweifel.
Donnerstag, 26. Februar 2015
Bananenraffinerie
Bananenraffinerie
Schweißgesicht der Schwarzen
Verschwimmen im Düstermeer.
Zuletzt wurde einer umgebracht
Das gefällt der Gewerkschaft nicht sehr
Aber keiner beschwert sich von innen.
Maschinen sind groß und schwer
Was sie machen, was keiner so sehr
Wie der alte Mitupi.
Seit Jahrzehnten der Schwarzenaufseher.
Schweißgesicht der Schwarzen
Verschwimmen im Düstermeer.
Zuletzt wurde einer umgebracht
Das gefällt der Gewerkschaft nicht sehr
Aber keiner beschwert sich von innen.
Maschinen sind groß und schwer
Was sie machen, was keiner so sehr
Wie der alte Mitupi.
Seit Jahrzehnten der Schwarzenaufseher.
Mittwoch, 25. Februar 2015
Beruhigungstee
Beruhigungstee
Berühre knallend
Den Tassenboden
Auf dem ich liege
Da zerstört er nicht,
Da stört er nur sanft
Die Unruhe - ruhe - Die Ruhe
Berühre knallend
Den Tassenboden
Auf dem ich liege
Da zerstört er nicht,
Da stört er nur sanft
Die Unruhe - ruhe - Die Ruhe
Dienstag, 24. Februar 2015
Mission
Mission
Sie riefen ihr Fehl
in die Welt hinaus.
Andere schwiegen.
Sie machten keinen Hehl
aus ihrem Applaus.
Andere blieben entspannt.
Sie nannten das Fehl,
schickten Galgen voraus.
Andere sind weggerannt.
Sie riefen ihr Fehl
in die Welt hinaus.
Andere schwiegen.
Sie machten keinen Hehl
aus ihrem Applaus.
Andere blieben entspannt.
Sie nannten das Fehl,
schickten Galgen voraus.
Andere sind weggerannt.
Montag, 23. Februar 2015
Sonntag, 22. Februar 2015
Aberglaube
Aberglaube
Modern ist immer.
Du musst zugeben,
Die sind nicht wie wir.
Aber darf man ja
Auch nicht mehr...
Weißt schon.
Ne. Weiß ich nicht.
Denken nicht sagen.
Was?
Diese Leute auch
Moslems
Bin ja nicht rechts
Aber wollen doch alle
Das eine...
?
Was ich will!
Modern ist immer.
Du musst zugeben,
Die sind nicht wie wir.
Aber darf man ja
Auch nicht mehr...
Weißt schon.
Ne. Weiß ich nicht.
Denken nicht sagen.
Was?
Diese Leute auch
Moslems
Bin ja nicht rechts
Aber wollen doch alle
Das eine...
?
Was ich will!
Samstag, 21. Februar 2015
er brannte
er brannte
ne woche her
dass wörter sehr
wörtlich mir
aus fingern
flossen
und aus augen
interpunktion
symbole
symptome
die zeit und seele
im feuer
verschlingen
ne woche her
dass wörter sehr
wörtlich mir
aus fingern
flossen
und aus augen
interpunktion
symbole
symptome
die zeit und seele
im feuer
verschlingen
Freitag, 20. Februar 2015
Entfolgung
Entfolgung
Weg vom Fenster
Geht das Leben
Hinter der letzten
Gardine verloren
Woanders leben
Nicht mehr gesehen
Klickte mich einfach
Vom Fenster weg
Weg vom Fenster
Geht das Leben
Hinter der letzten
Gardine verloren
Woanders leben
Nicht mehr gesehen
Klickte mich einfach
Vom Fenster weg
Donnerstag, 19. Februar 2015
Ungehalten
Ungehalten
Warme Arme friert allein
Wird eine seiner ersten sein
Ausgeliefert sitzt sie klein
Das Kleid zerrieben, Augen rein
Augen saugen seinen Weg
Den hat er selbst dort angelegt
Um jetzt auf sie zuzugehn
Sich ihrer anzunehmen
Macht zu nehmen
Nur echte zählt
Warme Arme friert allein
Wird eine seiner ersten sein
Ausgeliefert sitzt sie klein
Das Kleid zerrieben, Augen rein
Augen saugen seinen Weg
Den hat er selbst dort angelegt
Um jetzt auf sie zuzugehn
Sich ihrer anzunehmen
Macht zu nehmen
Nur echte zählt
Mittwoch, 18. Februar 2015
in aller...
in aller...
und dein mund
lacht vor mir wie er lachte
nicht unbewegt, nicht ständig
folgt mir entlang der brücke
am horizont zwischen
himmelblau und himmelbett
vertrocknet
und dein mund
lacht vor mir wie er lachte
nicht unbewegt, nicht ständig
folgt mir entlang der brücke
am horizont zwischen
himmelblau und himmelbett
vertrocknet
Dienstag, 17. Februar 2015
einfach nur II
einfach nur II
Sein Sein versprach
Ihm damals wenig Mut
Nichts ist einfach
Nichts ist einfach nur gut
Wir dachten Büschel
Aus der Kindheitsweide
Und wie schön-- als er zischelt:
Lässt du mich in deine ... ?
Sein Sein versprach
Ihm damals wenig Mut
Nichts ist einfach
Nichts ist einfach nur gut
Wir dachten Büschel
Aus der Kindheitsweide
Und wie schön-- als er zischelt:
Lässt du mich in deine ... ?
Montag, 16. Februar 2015
Sonntag, 15. Februar 2015
keine Entschuldigung
keine Entschuldigung
Da stand sie auf und ließ die Männerrunde
Zurück, die Worte waren ihr zuviel.
Kein Opfer war sie eines Spiels
Gespielt zehn gegen eins zu später Stunde.
Sie sagten, dass sies nur ironisch meinten
Und glaubten, was sie sagten, stimme doch.
Sie fühlte sich trotz allem noch gemocht
Und schlecht, weil schlechtes Fühlen sie begleitet.
Der Schlaf erbrachte ihr dann schöne Träume.
Dort sah sie sich und alle unverletzt
Und jeden gleichmaßen (ein)geschätzt.
Erwacht betrat sie blutgetränkte Räume.
Dort sprach bedenkenlos und schneidend-wahr der Wein;
Dafür kann "Ironie" keine Entschuldigung sein
Da stand sie auf und ließ die Männerrunde
Zurück, die Worte waren ihr zuviel.
Kein Opfer war sie eines Spiels
Gespielt zehn gegen eins zu später Stunde.
Sie sagten, dass sies nur ironisch meinten
Und glaubten, was sie sagten, stimme doch.
Sie fühlte sich trotz allem noch gemocht
Und schlecht, weil schlechtes Fühlen sie begleitet.
Der Schlaf erbrachte ihr dann schöne Träume.
Dort sah sie sich und alle unverletzt
Und jeden gleichmaßen (ein)geschätzt.
Erwacht betrat sie blutgetränkte Räume.
Dort sprach bedenkenlos und schneidend-wahr der Wein;
Dafür kann "Ironie" keine Entschuldigung sein
Samstag, 14. Februar 2015
Lass den Tag zuende gehen
Lass den Tag zuende gehen
Du ziehst an den Stadtrand
Für bessere Sicht auf das Land
Verziehst dein Gesicht unverwandt
Die U-Bahn hast du noch nie bezahlt.
Sie zieht sowieso jede Fahrt
Bis zum Endhaltpunkt durch.
Du zahlst mit dem Körpergeruch
Den die Leute eh sehen
Aus der Innenstadt, deinem Lehen,
Kehrst du stündlich hierher
Und ziehst ohne Ausstieg zurück.
In dein Glück. In dein fehlendes Glück.
Du ziehst an den Stadtrand
Für bessere Sicht auf das Land
Verziehst dein Gesicht unverwandt
Die U-Bahn hast du noch nie bezahlt.
Sie zieht sowieso jede Fahrt
Bis zum Endhaltpunkt durch.
Du zahlst mit dem Körpergeruch
Den die Leute eh sehen
Aus der Innenstadt, deinem Lehen,
Kehrst du stündlich hierher
Und ziehst ohne Ausstieg zurück.
In dein Glück. In dein fehlendes Glück.
Freitag, 13. Februar 2015
getroffen
getroffen
Wie Messehallen sind die Straßen
Voller Menschen, die im wahrsten
Sinn sich nach Erlebnis sehnen.
Jetzt geh ich raus zu denen.
Später wird sich zeigen, wen
Ich nochmal sehen will.
Ich raffte meine Jalousien,
Sah hinaus, den Blick verliehen
An die helle Fensterscheibe.
Sie zeigte, wer zu leiden
War; anhand der Menschenzahl,
Die hinter jedem stand.
Wie Messehallen sind die Straßen
Voller Menschen, die im wahrsten
Sinn sich nach Erlebnis sehnen.
Jetzt geh ich raus zu denen.
Später wird sich zeigen, wen
Ich nochmal sehen will.
Ich raffte meine Jalousien,
Sah hinaus, den Blick verliehen
An die helle Fensterscheibe.
Sie zeigte, wer zu leiden
War; anhand der Menschenzahl,
Die hinter jedem stand.
Donnerstag, 12. Februar 2015
Dem Steinweg
Dem Steinweg
Ich denk, ihn legte
Jemand extra für mich an,
Damit ich leichter
Zu ihm kommen kann.
Dem Steinweg folgend
Stieß ich auf so manches Kreuz,
Das weiter führte,
Weiter weg auf Holz.
Ich denk, ihn legte
Jemand extra für mich an,
Damit ich leichter
Zu ihm kommen kann.
Dem Steinweg folgend
Stieß ich auf so manches Kreuz,
Das weiter führte,
Weiter weg auf Holz.
Mittwoch, 11. Februar 2015
Hofnarr
Hofnarr
war Cicero schon
ließ andern den tanz
und schuf so Stapfen
neustapfen, spuren
die du befolgen musst
verblasst über Zeiten
spiegelndes wasser
füllt und zeigt gesicht
dein Gesicht, königlich
gerufen zu stillen
gerufen zu schaffen
Bedürfnisse
Ruhige den König
Rege ihn auf
Den ersten des Volkes
Zeichen des Volks
Rege es auf
Beruhige das Volk
war Cicero schon
ließ andern den tanz
und schuf so Stapfen
neustapfen, spuren
die du befolgen musst
verblasst über Zeiten
spiegelndes wasser
füllt und zeigt gesicht
dein Gesicht, königlich
gerufen zu stillen
gerufen zu schaffen
Bedürfnisse
Ruhige den König
Rege ihn auf
Den ersten des Volkes
Zeichen des Volks
Rege es auf
Beruhige das Volk
Dienstag, 10. Februar 2015
einfach nur
einfach nur
Wir rissen Büschel
Aus der fernen Weide
Dann dem andern ins Gesicht
Wie ein Nasenkleid
Und ließen windwärts
Diese Masken fliegen
Und wir sagten verscherzt
Dass sie sich kriegen
Dann lagen Hände
Händen bei und Rücken
Auf der kalten, weiten Erde
Und wärmend ohne Lücke
...
Wir rissen Büschel
Aus der fernen Weide
Dann dem andern ins Gesicht
Wie ein Nasenkleid
Und ließen windwärts
Diese Masken fliegen
Und wir sagten verscherzt
Dass sie sich kriegen
Dann lagen Hände
Händen bei und Rücken
Auf der kalten, weiten Erde
Und wärmend ohne Lücke
...
Montag, 9. Februar 2015
Sonntag, 8. Februar 2015
Geschichte wird Geschichte
Geschichte wird Geschichte
Punkt in Zeit und Raum
Der Sterben konzentriert
Und ins Erinnern friert -
Ein anderer kann es kaum.
Zauber stoßen an
Die Seelen und das Hirn
Und drehen ein starkes Zwirn
Aus Volksgedanken dann:
Besucheraugen sei
Erstmals das gedachte
Wort geklärt: hier machte
Die Arbeit niemals frei.
Punkt in Zeit und Raum
Der Sterben konzentriert
Und ins Erinnern friert -
Ein anderer kann es kaum.
Zauber stoßen an
Die Seelen und das Hirn
Und drehen ein starkes Zwirn
Aus Volksgedanken dann:
Besucheraugen sei
Erstmals das gedachte
Wort geklärt: hier machte
Die Arbeit niemals frei.
Samstag, 7. Februar 2015
blendende Kunst
blendende Kunst
er brüllte, aber zärtlich
dezenz sei schwäche
sagte er
vergiss das bild
guck die stahlträger
an unter der decke
er brüllte, aber zärtlich
dezenz sei schwäche
sagte er
vergiss das bild
guck die stahlträger
an unter der decke
Freitag, 6. Februar 2015
Denken schenken
Denken schenken
Buch und Traum
folgen sich
richtung nicht
erfassbar; Kaum
wer schreibt wer liest
wer denkt wer sieht
bilder entstehen
Bildexistenz
hielt im bann
jetzt, dann, wann
denken und wenns
verflimmt war klar
wer sandte wer sah
bild und traum
Buch und Traum
folgen sich
richtung nicht
erfassbar; Kaum
wer schreibt wer liest
wer denkt wer sieht
bilder entstehen
Bildexistenz
hielt im bann
jetzt, dann, wann
denken und wenns
verflimmt war klar
wer sandte wer sah
bild und traum
Donnerstag, 5. Februar 2015
(er)kannt
(er)kannt
Überdruss, Überfluss
Wie gut das tut!
Mein Übermut
Kraft, Wunsch, Macht
Wie sie kracht
Bei meinen Jüngern
Dank den Jüngern
Wenn ich, selbst jünger, will.
Überdruss, Überfluss
Wie gut das tut!
Mein Übermut
Kraft, Wunsch, Macht
Wie sie kracht
Bei meinen Jüngern
Dank den Jüngern
Wenn ich, selbst jünger, will.
Mittwoch, 4. Februar 2015
rot
rot
Eh es die Kirchentür verschlägt
Wind. Wind! Winde dich
Am Boden zurecht
Der, Eisstein, deinen Rumpf
Am Altar gebunden
Dämon, nimm meinen Teil
Als deinen Teil an
Spüre die Farbe
Die Beine hinab
Rinnen
Kind
Ausgepresst
Eh es die Kirchentür verschlägt
Wind. Wind! Winde dich
Am Boden zurecht
Der, Eisstein, deinen Rumpf
Am Altar gebunden
Dämon, nimm meinen Teil
Als deinen Teil an
Spüre die Farbe
Die Beine hinab
Rinnen
Kind
Ausgepresst
Dienstag, 3. Februar 2015
Feiern gehen
Feiern gehen
Beat macht klopfklopfklopf
Und Heat im Kopfkopfkopf
Es ist Nacht
Die dritte in Folge
Durchgemacht
Niemand hörtthörthört
Was nie störtstörtstört
Das Geschäft
Da boomt verdächtig
Ungerecht
Einseits tontonton
Seit Emotiontiontion
Sich verkühlt
Und ständig nur weiter
Ausverfühlt
Dann gestopftstopftstopft
Mit dem tropftropftropf.
Beat macht klopfklopfklopf
Und Heat im Kopfkopfkopf
Es ist Nacht
Die dritte in Folge
Durchgemacht
Niemand hörtthörthört
Was nie störtstörtstört
Das Geschäft
Da boomt verdächtig
Ungerecht
Einseits tontonton
Seit Emotiontiontion
Sich verkühlt
Und ständig nur weiter
Ausverfühlt
Dann gestopftstopftstopft
Mit dem tropftropftropf.
Montag, 2. Februar 2015
Sonntag, 1. Februar 2015
Sensation
Sensation
Jetzt ist es da:
Das Buch zum Krieg!
Lest, wie die Ware siegt
Und Bürger wider Bürger
Einander entgegen zieht!
Jede Woche ein Kapitel
Seit das Selbstmordattentat
Die neue Zeit lostrat:
Täglich neue Titel!
Lest und lest! Und
Glaubt und glaubt!
Die Vatertat sucht Folge
Nach der Zebrastreifen-Zeit.
Jetzt ist es da:
Das Buch zum Krieg!
Lest, wie die Ware siegt
Und Bürger wider Bürger
Einander entgegen zieht!
Jede Woche ein Kapitel
Seit das Selbstmordattentat
Die neue Zeit lostrat:
Täglich neue Titel!
Lest und lest! Und
Glaubt und glaubt!
Die Vatertat sucht Folge
Nach der Zebrastreifen-Zeit.
Samstag, 31. Januar 2015
Wie kann man
Wie kann man
Vater ging am Zebrastreifen hoch
Zerriss sich zur Erinnerung
Und Hunderte mit in den Tod
Selbstmordatten--
vater
Was sollen wir denken,
Für die er sich sprengte?
Lieben, leben was er ist,
war. In Stein. Geritzt.
erinnerung{s}riss
Straßenzug ein Trümmerfeld in Liebe
Gehen wir zerrissenen Grund entlang
Berechtigt und selber zerstört
Gehört.
Vater ging am Zebrastreifen hoch
Zerriss sich zur Erinnerung
Und Hunderte mit in den Tod
Selbstmordatten--
vater
Was sollen wir denken,
Für die er sich sprengte?
Lieben, leben was er ist,
war. In Stein. Geritzt.
erinnerung{s}riss
Straßenzug ein Trümmerfeld in Liebe
Gehen wir zerrissenen Grund entlang
Berechtigt und selber zerstört
Gehört.
Freitag, 30. Januar 2015
Davorstehn
Davorstehn
Das Zebra legten sie ihm
In Streifen zu Füßen
Es ruht ganz wirkungslos da
Als würde es ihn grüßen.
Die Fahrer grüßen ihn nicht
Obwohl sie es müssen
Fahren sie ungehalten
Als ginge es ihnen beschissen.
Sie sieht er, sprachlos erzürnt
Den Schritt wird er lassen
Bis sich einer erwärmt
Den kann er besonders hassen.
Das Zebra legten sie ihm
In Streifen zu Füßen
Es ruht ganz wirkungslos da
Als würde es ihn grüßen.
Die Fahrer grüßen ihn nicht
Obwohl sie es müssen
Fahren sie ungehalten
Als ginge es ihnen beschissen.
Sie sieht er, sprachlos erzürnt
Den Schritt wird er lassen
Bis sich einer erwärmt
Den kann er besonders hassen.
Donnerstag, 29. Januar 2015
Nicht kaputt
Nicht kaputt
Weltensplitter, verstreut
Zwischen dir, dir, dir und dir
Sammelt er hier bei sich
Wie Leute und setzt sie
Zueinander.
Und setzt sich selbst dazu
An diesen Tisch
Mit Puzzleteilen voll.
Wo alle Puzzler: sind.
Wo alle: Puzzler sind
Ist er der Puzzler
Und das letzte Stück,
Weil er zuletzt dem Bild
Seine Form aufdrückt.
Weltensplitter, verstreut
Zwischen dir, dir, dir und dir
Sammelt er hier bei sich
Wie Leute und setzt sie
Zueinander.
Und setzt sich selbst dazu
An diesen Tisch
Mit Puzzleteilen voll.
Wo alle Puzzler: sind.
Wo alle: Puzzler sind
Ist er der Puzzler
Und das letzte Stück,
Weil er zuletzt dem Bild
Seine Form aufdrückt.
Mittwoch, 28. Januar 2015
Für Dich
Für Dich
Oh -
ich dachte, du isst
drüben für dich...
mit uns nicht,
nicht am tisch
dein gesicht
empfängt
vermischt
zwischen Abscheu
Verständnis, Verstandlos
dacht ich, du isst
drüber für dich.
Oh -
ich dachte, du isst
drüben für dich...
mit uns nicht,
nicht am tisch
dein gesicht
empfängt
vermischt
zwischen Abscheu
Verständnis, Verstandlos
dacht ich, du isst
drüber für dich.
Dienstag, 27. Januar 2015
Leiden schafft
Leiden schafft
Mein Kreuz, mein Kreuz
Ich muss, ich muss
Der vielen Wege einen gehen.
Mich freut's, mich freut's
Am Schluss, Verdruss
Ist letztlich nicht zu sehen.
Mein Kreuz, mein Kreuz
Ich muss, ich muss
Der vielen Wege einen gehen.
Mich freut's, mich freut's
Am Schluss, Verdruss
Ist letztlich nicht zu sehen.
Montag, 26. Januar 2015
Sonntag, 25. Januar 2015
Nachtsalven
Nachtsalven
Geh über mir
Vorbei.
Zerdehne deine
Dauer noch - -
Ertaubt, versteift,
verschwitzt
sind meine Glieder
lauer doch
vergleichbar an
gespitzt
geritzte blut
bedachte
Geh über mir
Vorbei.
Zerdehne deine
Dauer noch - -
Ertaubt, versteift,
verschwitzt
sind meine Glieder
lauer doch
vergleichbar an
gespitzt
geritzte blut
bedachte
Samstag, 24. Januar 2015
Spielzeugin
Spielzeugin
Gebunden an Worte
Ein Wort, tief in der Kehle
Ist es steckengeblieben,
Weil ich verfehle,
Es über Lippen zu schieben
Kauere ich fort
an im Lüftungsschacht weiter.
Gebunden an Worte
Ein Wort, tief in der Kehle
Ist es steckengeblieben,
Weil ich verfehle,
Es über Lippen zu schieben
Kauere ich fort
an im Lüftungsschacht weiter.
Freitag, 23. Januar 2015
Stereotyp
Stereotyp
Die Musik spielt
Vor seinem Kopf.
Da kann er sie fassen.
Mehr lieben.
Mehr hassen.
Mehr ordnen.
Mehr lassen.
Dann öffnete die Welt
Den Hinter-Grund
Und eine Mitte.
Er blieb bei sich stehn,
Sah nur nach vorn
Ohne das Hinten zu sehn.
Die Musik spielt
Vor seinem Kopf.
Da kann er sie fassen.
Mehr lieben.
Mehr hassen.
Mehr ordnen.
Mehr lassen.
Dann öffnete die Welt
Den Hinter-Grund
Und eine Mitte.
Er blieb bei sich stehn,
Sah nur nach vorn
Ohne das Hinten zu sehn.
Donnerstag, 22. Januar 2015
Zeiten ändern
Zeiten ändern
Jeder Stuhl besetzt
Am Tisch der letzten Weisheit
Kreisen die Gedanken. Jetzt
Wird jetzt gesetzt
Am Rad der Zeit.
Wir drehen es vermittelt.
Denn ein ganzes Rossgespann,
Getrieben von zehn Treibern,
Braucht die schwere Scheibe.
- sind lange unsichtbar,
Das Riesenrad ein Abbild
Auf dem Weisheitstisch.
Wer diese Welt bewegt (ich?)?
...und Zeiten ändern mich.
Jeder Stuhl besetzt
Am Tisch der letzten Weisheit
Kreisen die Gedanken. Jetzt
Wird jetzt gesetzt
Am Rad der Zeit.
Wir drehen es vermittelt.
Denn ein ganzes Rossgespann,
Getrieben von zehn Treibern,
Braucht die schwere Scheibe.
- sind lange unsichtbar,
Das Riesenrad ein Abbild
Auf dem Weisheitstisch.
Wer diese Welt bewegt (ich?)?
...und Zeiten ändern mich.
Mittwoch, 21. Januar 2015
Brille
Brille
Was spiegelt sich darin?
Ist es wie
Durch meine Augen sehn?
Nur spiegelverkehrt,
Rückwärtsgewandt?
Von meinen Augen
In ein anderes Land
Dass ich selbst
Nicht sehen kann?
Was spiegelt sich darin?
Ist es wie
Durch meine Augen sehn?
Nur spiegelverkehrt,
Rückwärtsgewandt?
Von meinen Augen
In ein anderes Land
Dass ich selbst
Nicht sehen kann?
Dienstag, 20. Januar 2015
Telepathie
Telepathie
Stift und Seite
Hängen aneinander.
Augenblicke fand er
In der Weite.
Erfand er als es schneite.
Augenweide,
Baum der letzten Früchte,
Kaum sind die Gerüchte
Messers Schneide.
Gerüchte lachen leider.
Stift und Seite
Weiden auf der Heide.
Augen und Getreide
Suchen Weite.
Getreide keimt im Heiter.
Stift und Seite
Hängen aneinander.
Augenblicke fand er
In der Weite.
Erfand er als es schneite.
Augenweide,
Baum der letzten Früchte,
Kaum sind die Gerüchte
Messers Schneide.
Gerüchte lachen leider.
Stift und Seite
Weiden auf der Heide.
Augen und Getreide
Suchen Weite.
Getreide keimt im Heiter.
Montag, 19. Januar 2015
Sonntag, 18. Januar 2015
Totaler Konsum VIII
Totaler Konsum VIII
Warten. Drei vor mir.
Drei nach mir. Die warten.
Körbe. Gefüllt mit
Lebensunnötigkeiten.
Gesammelt. Ad-hoc.
Ohne Richtung.
Einkaufen? Nein. Ich
Gehe nicht einkaufen.
Ich gehe kaufen.
Warten. Drei vor mir.
Drei nach mir. Die warten.
Körbe. Gefüllt mit
Lebensunnötigkeiten.
Gesammelt. Ad-hoc.
Ohne Richtung.
Einkaufen? Nein. Ich
Gehe nicht einkaufen.
Ich gehe kaufen.
Samstag, 17. Januar 2015
Instanz
Instanz
Farblose Energie
Verfugte die Steine
Zu einem Gebäude,
Um jedes Genie
Vor seinen Mauern zu bannen.
Versengende Apathie
Verfügte alleine
Zu keinerlei Freude,
Um die Hierarchie
In seinen Mauern zu bannen.
Farblose Energie
Verfugte die Steine
Zu einem Gebäude,
Um jedes Genie
Vor seinen Mauern zu bannen.
Versengende Apathie
Verfügte alleine
Zu keinerlei Freude,
Um die Hierarchie
In seinen Mauern zu bannen.
Freitag, 16. Januar 2015
gemeint sein
gemeint sein
sendersuchknopf
jede frequenz
führt das lied
meines lebens fort
als gäbs nur das eine
frühes herz -
sachter schlag
sie meinen mich
sie meinen mich
senderautomatik
eine frequenz
jedes lied
war auf einmal gleich
als gäb es die Bedeutung
spätes herz -
müder schlag
sie meinten mich
auch damals nicht
sendersuchknopf
jede frequenz
führt das lied
meines lebens fort
als gäbs nur das eine
frühes herz -
sachter schlag
sie meinen mich
sie meinen mich
senderautomatik
eine frequenz
jedes lied
war auf einmal gleich
als gäb es die Bedeutung
spätes herz -
müder schlag
sie meinten mich
auch damals nicht
Donnerstag, 15. Januar 2015
be(kannt)
be(kannt)
Was bringt Wissen
Eines Einzelnen?
Viele müssen
Gedenken.
Predigt im Park:
Was kann ich bewegen
Wenn keiner erlebt?
Was kann ich erleben
Wenn keiner sich bewegt?
Wissen ist Macht
Wenn Machen auch
Bewusstsein schafft.
Was bringt Wissen
Eines Einzelnen?
Viele müssen
Gedenken.
Predigt im Park:
Was kann ich bewegen
Wenn keiner erlebt?
Was kann ich erleben
Wenn keiner sich bewegt?
Wissen ist Macht
Wenn Machen auch
Bewusstsein schafft.
Mittwoch, 14. Januar 2015
was waltet ist egal
was waltet ist egal
Bewegst dich durch
Herrschaftliche Hallen
Hallen der Herrschaft.
Die Flure säumen
Gesichter der Herren
Alleen der Herrschaft.
Der Flur, gefliest
Mit Lebensstationen
Vergängnis der Herrschaft.
Gewalt verzieht
Die Türen unpässlich
Mächtige Herrschaft.
Verlass deinen Flur
Richtung Himmelsverlies
Gestalteter Herrschaft.
Betrachte den Gang
Wie einflusslos
War die ganze Herrschaft?
Bewegst dich durch
Herrschaftliche Hallen
Hallen der Herrschaft.
Die Flure säumen
Gesichter der Herren
Alleen der Herrschaft.
Der Flur, gefliest
Mit Lebensstationen
Vergängnis der Herrschaft.
Gewalt verzieht
Die Türen unpässlich
Mächtige Herrschaft.
Verlass deinen Flur
Richtung Himmelsverlies
Gestalteter Herrschaft.
Betrachte den Gang
Wie einflusslos
War die ganze Herrschaft?
Dienstag, 13. Januar 2015
traurige Tänzerin
traurige Tänzerin
Führ dein schönstes Kleid hinaus
- ich finde es schönt jede Stätte -
Und dreh deine Pirouette:
Neuer Tag steht gleich ins Haus.
Fällt es auf die Straße, tanz
- sie ist doch dein Grund! - noch zuende,
Es liegt so frei im Gelände:
Autos nehmen zaghaft die Distanz,
Fahren ohne Sichtkontakt
- zerfetzen das Kleid - durch ein Dunkel,
Ersetzen weißes Gefunkel.
Übrig bleibst du nassgematscht und nackt.
Führ dein schönstes Kleid hinaus
- ich finde es schönt jede Stätte -
Und dreh deine Pirouette:
Neuer Tag steht gleich ins Haus.
Fällt es auf die Straße, tanz
- sie ist doch dein Grund! - noch zuende,
Es liegt so frei im Gelände:
Autos nehmen zaghaft die Distanz,
Fahren ohne Sichtkontakt
- zerfetzen das Kleid - durch ein Dunkel,
Ersetzen weißes Gefunkel.
Übrig bleibst du nassgematscht und nackt.
Montag, 12. Januar 2015
beschwipst
beschwipst
abgestiegen, befreit
der kneipe entkommen
nach einem absturz (fauststurz)
stocknüchtern
der kneipe entkommen
nach einem absturz (fauststurz)
stocknüchtern
Sonntag, 11. Januar 2015
Gewaltige Erbschaft
Gewaltige Erbschaf
Gewitterrauschen gefällt dem Sohn,
Weil es immer sein Leben bestimmte,
Bis das seines Vaters verglimmte
Und seines langsam verglomm.
Das Rauschen entlässt diesen Sohn
In ein Leben ohne Bemerken,
Das Kind eines andren ist schon
Ins Blitzlicht genommen.
Gewitterrauschen gefällt dem Sohn,
Weil es immer sein Leben bestimmte,
Bis das seines Vaters verglimmte
Und seines langsam verglomm.
Das Rauschen entlässt diesen Sohn
In ein Leben ohne Bemerken,
Das Kind eines andren ist schon
Ins Blitzlicht genommen.
Samstag, 10. Januar 2015
Zeugin
Zeugin
Bitte,
Schildern Sie die Ereignisse
Des besagten Abends
Vom 15. März dieses Jahres.
Wir hielten uns auf der Straße
Dicht an der Felswand,
Die Autos verlangsamten manchmal.
Wenn sie uns sahen.
Wir trafen auf Ihn, denn er saß wo
Die Fahrbahn zum Hang fand.
Die Stelle der Route war schmal.
Die Augen hielt er auf uns
Und er sagte:
Ich habe das Glück
Gesehen. Und sprang.
Bitte,
Schildern Sie die Ereignisse
Des besagten Abends
Vom 15. März dieses Jahres.
Wir hielten uns auf der Straße
Dicht an der Felswand,
Die Autos verlangsamten manchmal.
Wenn sie uns sahen.
Wir trafen auf Ihn, denn er saß wo
Die Fahrbahn zum Hang fand.
Die Stelle der Route war schmal.
Die Augen hielt er auf uns
Und er sagte:
Ich habe das Glück
Gesehen. Und sprang.
Freitag, 9. Januar 2015
schwarz auf weiß
schwarz auf weiß
Im Cafe erfasste der Dichter
Ein Bild seiner Umwelt,
Ob echt oder nicht, der
Gemachte Vers gefällt.
Im Cafe erfasste den Dichter
Ein Bildner der Umwelt,
Der echt alle Lichter
Gerecht auf Filmen behält.
Im Cafe erfasste der Dichter
Ein Bild seiner Umwelt,
Ob echt oder nicht, der
Gemachte Vers gefällt.
Im Cafe erfasste den Dichter
Ein Bildner der Umwelt,
Der echt alle Lichter
Gerecht auf Filmen behält.
Donnerstag, 8. Januar 2015
(ver)kannt
(ver)kannt
Sie sagten: du kannst nicht.
Ich konnte.
Sie sagten: du darfst nicht.
Ich tat.
Sie fürchten: du hast nicht.
Ich hab.
Sie glauben: du warst nicht.
Ich bin.
Und der Krieg verflog
Als mein Feuer
Über die Länder des Feindes zog.
Und sie sagten: --
Ich --
Sie sagten: du kannst nicht.
Ich konnte.
Sie sagten: du darfst nicht.
Ich tat.
Sie fürchten: du hast nicht.
Ich hab.
Sie glauben: du warst nicht.
Ich bin.
Und der Krieg verflog
Als mein Feuer
Über die Länder des Feindes zog.
Und sie sagten: --
Ich --
Mittwoch, 7. Januar 2015
Erlebnis
Erlebnis
Schwarz oder bernsteinfarben
Tropfen
Tropfen von der Keramikwand ab.
Ihre Farbe - fast ideell,
Kreation eines Geistes
Wie mancher Diphtong
Geschrieben, gesprochen,
Gedacht.
Oi! -
Es ist noch Tee in der Kanne.
Schwarz oder bernsteinfarben
Tropfen
Tropfen von der Keramikwand ab.
Ihre Farbe - fast ideell,
Kreation eines Geistes
Wie mancher Diphtong
Geschrieben, gesprochen,
Gedacht.
Oi! -
Es ist noch Tee in der Kanne.
Dienstag, 6. Januar 2015
Kneipen
Kneipen
Hier sprechen die Trinker von Form
Die nicht funktionieren wird
Dabei hat sie die Welt schon genormt.
Der Politiker ist ihnen Wirt.
Hier trinken die Sprecher von Welt
Auf sich und ihr formendes Lenken,
Dem Wirt als Politiker gefällt
Einen Glauben auszuschenken.
Hier sprechen die Trinker von Form
Die nicht funktionieren wird
Dabei hat sie die Welt schon genormt.
Der Politiker ist ihnen Wirt.
Hier trinken die Sprecher von Welt
Auf sich und ihr formendes Lenken,
Dem Wirt als Politiker gefällt
Einen Glauben auszuschenken.
Montag, 5. Januar 2015
Sonntag, 4. Januar 2015
Winter
Winter
dunkel raus
dunkel nach haus
dunkel augen
dunkel grau
dunkel blau
dunkel augen
dunkel auf aus
dunkel genau
dunkel augen
dunkel waugen
dunkel wagen
dunkel taugen
dunkel tagen
dunkel saugen
dunkel sagen
dunkel laugen
dunkel lagen
dunkel licht
dunkel raus
dunkel nach haus
dunkel augen
dunkel grau
dunkel blau
dunkel augen
dunkel auf aus
dunkel genau
dunkel augen
dunkel waugen
dunkel wagen
dunkel taugen
dunkel tagen
dunkel saugen
dunkel sagen
dunkel laugen
dunkel lagen
dunkel licht
Samstag, 3. Januar 2015
Bahnen
Bahnen
Lerne das Muster zu schätzen,
Dein Geist wird sich nicht dran verletzen.
Sprache, ein Wuchergeflecht -
Korsett drängt den Körper zurecht.
Lerne das bindende Muster
Im Kochtopf der Lust und Verlust der
Starre zu kochen, bis Rauch
Die Luft in der Küche verbraucht.
Lerne das Muster zu schätzen,
Dein Geist wird sich nicht dran verletzen.
Sprache, ein Wuchergeflecht -
Korsett drängt den Körper zurecht.
Lerne das bindende Muster
Im Kochtopf der Lust und Verlust der
Starre zu kochen, bis Rauch
Die Luft in der Küche verbraucht.
Freitag, 2. Januar 2015
Fehler in der Matrix?
Fehler in der Matrix?
Auftakt des Anstiegs:
Herzklopf--
Treppe im Doppel
-schein/-schatten
Drehe mich um und
Mensch geht vorbei
Männlich
Drehe zurück.
Auftakt des Anstiegs:
Herzklopf--
Treppe im Doppel
-schein/-schatten
Drehe mich um und
Mensch geht vorbei
Derselbe: weiblich
Drehe zurück.
Auftakt des Anstiegs:
Herzklopf--
Treppe im Doppel
-schein/-schatten
Drehe mich um und
Mensch geht vorbei
Männlich
Drehe zurück.
Auftakt des Anstiegs:
Herzklopf--
Treppe im Doppel
-schein/-schatten
Drehe mich um und
Mensch geht vorbei
Derselbe: weiblich
Drehe zurück.
Donnerstag, 1. Januar 2015
Erst
Erst
Vor dem Mond zerspringen
Die Lichter der Leute,
Ein zunehmender Mond.
Wie das Jahr wird er voller,
Nur schneller erreicht er
Seinen Zenit.
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